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· März, 2014

Artikel vom Kurzmeldungen vom März, 2014

Warum es immer noch Sinn macht, Italienisch zu lernen

"L'Italiano...non serve a niente?", from Alma Edizioni's contest page.

“Das Italienische… dient zu nichts?” von der Wettbewerbsseite des Verlags Alma Edizioni.

Als die Mitarbeiter des italienischen Verlags Alma Edizioni gerade damit beschäftigt waren, eine Veranstaltung zur italienischen Sprache in Rom zu organisieren, überraschte sie ein unerwartetes Schreiben [it] von jemanden, der sich selbst als “enttäuschter Student” bezeichnete:

Why? What's the point of studying Italian today? […] No one wants to study a language that no longer has a place in the world, the language of a country that keeps getting worse day by day. […] For years I've studied Italian which today, however, is neither a language of culture, nor of work opportunities.

Warum? Was bringt es heutzutage Italienisch zu lernen? […] Niemand will eine Sprache lernen, die nicht länger einen Platz in der Welt hat, die Sprache eines Landes, dem es Tag um Tag schlechter geht. […] Ich habe jahrelang Italienisch gelernt, was heute weder die Sprache einer Kultur ist noch Arbeitsmöglichkeiten dient.

Um auf derart scharfe Fragen zu antworten, entschied sich Alma Edizioni, Studierende aus aller Welt um ihre Meinung zu fragen. Das geschah über einen Wettbewerb, der über den Hashtag #litalianononserveaniente (das Italienische ist nutzlos) verfolgt werden konnte.

Teilnehmer wurden dazu eingeladen, einminütige Videos zu produzieren, in denen sie erklären, warum es auch im Jahr 2014 immer noch wert ist, die Sprache des “Stiefels Europas” zu studieren. Mehr als 80 Studentengruppen nahmen laut dem Youtube-Kanal des Unternehmens am Wettbewerb teil.

Video: Das indische Kopfschütteln in nur zwei Minuten verstehen

Viele Menschen sind verwirrt, was das indische Kopfschütteln bedeutet und wissen nicht, wie man damit kommunizieren kann. Darum ist wohl auch ein satirisches Video [en], das verschiedene Arten des indischen Kopfschüttelns entschlüsselt, rasend schnell bekannt geworden. Das knapp zwei Minuten lange Video mit dem Titel “Indische Kopfschüttler, was bedeuten sie?” [en] wurde seit seiner Veröffentlichung auf Youtube am 16. Februar 2014 über 1,2 Millionen Mal angeschaut. Es hat interessante Reaktionen auf verschiedenen Plattformen sozialer Medien hervorgerufen so wie Reddit [en] und Twitter:

Ich habe das indische Kopfschütteln immer geliebt – aber jetzt LIEBE ich es noch mehr. Das ist brillant.

Sein Verfasser und Regisseur erzählte der BBC [de]: “Wenn wir gewusst hätten, dass dieses Video eine so fantastische Zuschauerschaft gewinnt, hätten wir es besser gedreht.”

Das Projekt “Happy Voting” ermuntert junge Europäer zum Wählen

Auf den weltweiten Hit “Happy” und das ebenso rund um den Globus bekannte Musikvideo (über 143 Millionen Mal auf YouTube angeschaut) greift die auf die Musikindustrie spezialisierte Filmgesellschaft Full Tunes Production [en] mit Sitz in Brüssel zurück. Das Unternehmen hat vor kurzem über Facebook ihr engagiertes Projekt “Happy Voting” [glücklich Wählen] [en] gestartet, das für die nächsten Europawahlen zum Wählen ermutigen soll. Das Projekt hat auch eine eigene Webseite [en] und ist bei Twitter (@HappyVoting).

Die Wirtschafts- und Finanzkrise [en] hat in Europa seit 2007 das Konsumklima eingetrübt und die Europäische Union ringt darum, seine politische Bedeutung für internationale Angelegenheiten wie den Krisen in Syrien [fr] und der Krim [fr] geltend zu machen. Daher befürchten viele Beobachter, dass die Wahlbeteiligung bei den nächsten Euopawahlen einen neuen Tiefstand erreichen wird. Raphael Da Silva [fr] weist auf dem Blog “Rue89 Strasbourg” darauf hin, dass bei den Europawahlen 2009 59,5% der Franzosen nicht wählen gegangen sind. Das Projekt “Happy Voting” sagt von sich, es sei eine unabhängige Initiative, die auf dynamische, lockere und ansteckende Art für das Wählen werben wolle, insbesondere bei den europäischen Jugendlichen. Mehr als 12,9 Tausend Menschen wurden bereits zur Teilnahme über Facebook eingeladen. Die Idee ist es, gemeinsam eine Neuverfilmung des Originalvideos von “Happy” zu schaffen und mit der Veröffentlichung um 12 Uhr am 28. März 2014 für Aufsehen zu erregen. Hier die Vorschau auf das Happy Voting-Video: 

Thrive Show: Gut leben mit einer chronischen Erkrankung

Ans Bett gefesselt mit der chronischen Krankheit Myalgische Enzephalomyelitis (abgekürzt ME), gründete Jen Brea, die den Umgang mit Online-Medien meisterhaft beherrscht, eine neuartige interaktive Videoserie. Unter dem Namen “Thrive Show” [en] nutzt die Serie den Dienst Google Hangout und handelt davon, wie man mit einer nicht sichtbaren und chronischen Krankheit gut leben kann.

Die erste Episode wurde gestern am 27. März ausgestrahlt und brachte eine Unterhaltung mit Eva Hagberg [en], der Autorin des Buchs “Es ist alles in deinem Kopf” [en].

Brea ist Regisseurin eines Films über ME, der “Ein Kanarienvogel im Kohlebergwerk” [en] heißt und der auf Kickstarter mehr als 200.000 Dollar eingeworben hat. Sie war auch bis 2010 eine Global Voices-Redakteurin für Geschichten aus französischsprachigen Regionen.

750 Millionen Menschen sollen bis 2050 Französisch sprechen

Bangui, Central African Republic. The French language retains some of its former influence in the former French colonies in Africa.

Bangui, Zentralafrikanische Republik. Das Französische behält in den ehemaligen afrikanischen Kolonien etwas von seinem Einfluss. Bild: Wikimedia Commons.

Als Antwort auf John McWhorters Behauptung im Magazin New Republic, Französisch lernen sei sinnlos [en], schreibt Pascal Emmanuel Gobry auf seinem Forbes-Blog, dass das Französische vielleicht sogar die Sprache der Zukunft [en] sein könnte:

Französisch wird nicht größtenteils von Franzosen gesprochen und so ist es seit geraumer Zeit. Die Sprache wächst schnell und sie wächst in den am schnellsten wachsenden Regionen der Welt, vor allem in der Subsahara. Die jüngste Prognose lautet, dass das Französische bis 2050 von 750 Millionen Menschen gesprochen werden wird. Eine Studie der Anlagenbank Natixis zeigt an, dass das Französische bis dahin die meistgesprochene Sprache der Welt, noch vor Englisch und Mandarin, sein könnte.

Global Voices-Übersetzer wägten letzten Monat die Herausforderungen und Vorteile [en] des Französischlernens ab.

Brasilien: Nationalkongress bestätigt bahnbrechende Internet-Verfassung

Die Internet-Verfassung “Marco Civil” wurde endgültig von der Abgeordnetenkammer des brasilianischen Nationalkongresses bestätigt. Nun soll darüber der Bundessenat abstimmen. Der Grundrechtekatalog für Internetnutzer wurde im Zuge einer groß angelegten Kampagne [en] während des Abstimmungstags am 25. März 2014 weltweit zum Trendthema auf Twitter mit den Schlagworten #MarcoCivil und #EuQueroMarcoCivil (Ich will Marco Civil).

Die derzeitige Version [pdf] [pt] der Gesetzesvorlage schützt Netzneutralität, die freie Meinungsäußerung und die Privatsphäre der Nutzer.

Der ehemalige Kultusminister und berühmte Musiker Gilberto Gil, der sich für die Avaaz-Petition “Für ein freies und demokratisches Internet“ eingesetzt hatte, twitterte:  

Wir haben gewonnen! #MarcoCivil wurde bestätigt!! Für ein neutrales Netz, die freie Meinungsäußerung und den Schutz der Privatsphäre!

Für Sir Tim Berners-Lee, der vor 25 Jahren das World Wide Web begründet hatte, ist dies “das bestmögliche Geburtstagsgeschenk für brasilianische und globale Netznutzer”. In einer Unterstützungserklärung [en], die am Vorabend der Abstimmung veröffentlicht wurde, sagte er, die Zustimmung zu Marco Civil “wird eine neue Ära einleiten – eine Ära, in der Bürgerrechte in jedem Land rund um die Erde unter dem Schutz digitaler Verfassungen stehen”:

Wie das Netz selbst, wurde Marco Civil durch seine Nutzer erschaffen. Dieser bahnbrechende, alle einschließende und partizipative Prozess führte zu einem Regelwerk, das die Rechte und Pflichten von Individuen, Regierungen und Unternehmen, die das Internet nutzen, ins Gleichgewicht bringt. (…) Letztlich spiegelt der Gesetzesentwurf das Internet so wider, wie es sein sollte: Ein offenes, neutrales und dezentrales Netzwerk, in dem die Nutzer der Antrieb für Zusammenarbeit und Innovation sind.

#Kapuzenpullitraeger und #Hoodiejournalismus

Was war denn da los? Am Sonntagnachmittag wird die deutschsprachige Twittergemeinde von Kapuzenpullis überschwemmt. “Selfies” [Selbstportraits] von Journalisten in “Hoodies” tauchen auf, Hashtags wie #Solidaritaetshoodie, #Hoodiejournalismus und #Kapuzenpullitraeger werden zum Trend.

Auslöser für diese Solidaritätswelle ist die Reaktion auf die Ankündigung, der Journalist Stefan Plöchinger wechsle von der Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung zum Printteil. Hartnäckige Vorurteile zwischen Online und Print brechen sich Bahn, denn einige Journalisten aus dem Printbereich scheinen ihren Kollegen im Onlineteil nicht viel zuzutrauen.

Auf Twitter machen Journalisten und Blogger ihrem Ärger darüber Luft:

Daraufhin veröffentlichen Journalisten Fotos von sich im Kapuzenpulli, unter anderem ZDF-Redakteur Dominik Rzepka, Moderator Jan Böhmermann, Bild-Reporterin Julia Brömse, Claudia Weiler von ZDF heute, Richard Gutjahr, Karin Geupel, Moderator Sebastian Filipowski, Lokalblogger Julian Heck, Lisa Stadler vom Standard, Juliane Leopold von Zeit Online, Markus Hesselmann vom Tagesspiegel und viele mehr, schließlich auch Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Für die Bilder der „Kapuzenpulliträger“ wird kurzerhand ein “eigener Blog” eingerichtet.

Auch die Zeitungen werden bei der Gestaltung ihrer Artikel zu dem Thema kreativ:

Allerdings bleibt es unter den Twitternutzern bei Solidaritätsbekundungen und selbstreferentiellen Schnappschüssen. Nur wenige greifen das Thema auf oder entwickeln es weiter:

Gegen Abend lässt die Hoodie-Flut nach und Deutschland twittert zu #Schwiegertochtergesucht und #Tatort. Aber auch hier versteckt sich gelegentlich noch ein #Kapuzenpulli:

Özdemir twittert gegen Twitter-Sperre in der Türkei

Der deutsche Politiker Cem Özdemir nimmt die Twittersperre in der Türkei zum Anlass, seinen eigenen Twitteraccount einzurichten. Seine erste Nachricht lautet heute morgen:

Die deutschsprachigen Twitternutzern diskutieren insbesondere das gute Timing von Özdemir. Er greift nicht nur ein brisantes Thema auf, sondern hat auch den Freitagmorgen nicht schlecht gewählt, denn Özdemir profitiert vom freitäglichen Ritual, anderen Nutzern Accounts zu empfehlen:

Er liegt auch voll im Trend der Wiederentdeckung der eigenen ersten Twitternachricht. Bernhard Münzer stellt daher fest: Klasse #FirstTweet! Bei einem so strategischen Geschick fragt sich marco2080, ob Özdemir durch eine PR-Agentur unterstützt werde.

Auf den großen Erfolg von Özdemirs Twitterstart reagieren viele Nutzer mit Humor:

Nur dreizehn Stunden nach ihrer Veröffentlichung hat Özdemirs erste Twitter-Nachricht bereits mehr als 400 Retweets und Özdemirs Account über 2.400 Follower.

Und all das bei nur wenigen selbst verfassten Nachrichten:

Wie steht es um afrikanische Technologie?

 Le continent africain apparaît comme la nouvelle frontière mondiale du développement numérique. Ce développement provoque une nouvelle impulsion entrepreneuriale en Afrique, et notamment en Afrique francophone. Mais ce potentiel reste très largement méconnu en Europe ainsi qu'en France. 

Der afrikanische Kontinent erscheint wie die neue weltweite Grenze digitaler Entwicklung. Diese Entwicklung hat einen neuen unternehmerischen Impuls in Afrika hervorgerufen, insbesondere im französischsprachigen Afrika. Aber dieses Potenzial bleibt weithin unbekannt in Europa wie auch in Frankreich.

Um dem Abhilfe zu verschaffen hat Samir, Autor des auf Start-Ups in den Schwellenländern spezialisierten Blogs Startup BRICS [fr], durch Crowdfunding eine Mission im Rahmen des TechAfrique-Projekts [fr] organisiert, um Technologieinitiativen, Start-Ups, FabLabs [eine Bezeichnung für offene und Privatpersonen zugängliche High-Tech-Werkstätten] und andere Räume für kreativen Umgang mit Technologien im französischsprachigen Afrika und Kenia ausfindig zu machen und zu erfassen.

Trinidad & Tobago: Besorgnis über den Kauf von What'sApp

Als Reaktion auf den kürzlich von Facebook getätigten Kauf von What'sApp [en] für 19 Milliarden Dollar informiert ICT Pulse [en] darüber, welche “Technologie- und App-Entwickler” welche Fakten beachten sollten.

Ebolavirus-Ausbruch fordert 59 Todesopfer in Guinea und erreicht bald Conakry

Ebola virus virion via wikimedia Commons -  Public Health Image Library, #10816- public domain

Virion des Ebolavirus. Wikimedia Commons.

Ein Ebola-Ausbruch in Guinea hat mindestens 59 Todesopfer gefordert. Ein paar mutmaßliche Fälle, die in der Nähe der Haupstadt Conakry auftraten, lassen vermuten, dass es sich bis zur Haupstadt Guineas ausgebreitet hat. Barbara Krief stellt die aktuellsten Neuigkeiten [fr] zusammen:

Au moins huit agents de santé ont été tués à ce jour. En collaboration avec le ministère guinéen de la Santé, l'Unicef a rapidement livré dans les zones les plus affectées cinq tonnes de médicaments et d'équipements médicaux tels que des gants, nattes plastiques, couvertures, protège-nez, et des solutions de réhydratation orale et intraveineuse pour protéger le personnel médical et traiter les malades.

Bis jetzt wurden mindestens acht medizinische Fachkräfte getötet. Um das medizinische Personal zu schützen und Patienten behandeln zu können, hat UNICEF in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium Guineas in die am schlimmsten betroffenen Gebiete fünf Tonnen Medikamente und medizinisches Material geliefert, unter anderem Einmalhandschuhe, Plastikmatten, Decken, Gesichtsmasken und Rehydrationslösungen.

Ein Video gibt hier [auf Englisch] Auskunft, wie man sich vor dem Ebolavirus schützen kann:

Südkorea: Von der Restaurierung eines Stadttors, Korruption und Suizid

In Südkorea sind in den letzten Monaten besonders düstere Beschuldigungen im Zusammenhang mit der Restaurierung des großen Südtors der Stadt Seoul laut geworden. Dem “Hauptzimmermann” des Projekts wird nicht nur vorgeworfen, minderwertiges Holz verwendet zu haben, sondern er wird auch beschuldigt, gestiftetes Holz gestohlen zu haben. Darüber hinaus stehen mehrere Regierungsbeamte, die in dem Projekt involviert waren, wegen Bestechlichkeit [ko] unter Anklage und ein privater Ermittler, der Details über den fehlerhaften Vorgang enthüllt hatte, beging Selbstmord [en].

John Rodgers beschreibt auf dem Blog “Marmot's Hole” wie sich die Dinge entwickelten [en]. Im Kommentarteil des Beitrags entfachte er eine ziemlich interessante Diskussion über die Korruption im Land. 

‘O Sujeito’ ermöglicht Crowdfunding für unabhängigen Journalismus in Brasilien

Alle Links in diesem Artikel führen zu portugiesischsprachigen Webseiten.

Als Alternative zu den herkömmlichen Geschäftsmodellen der Medienproduktion ist in Brasilien eine neue Crowdfunding-Plattform für unabhängigen Journalismus gestartet. O Sujeito (Das Thema) kooperiert mit Catarse, die über das neue Vorhaben geschrieben haben, das zu einem Zeitpunkt der sich verändernden Medienfinanzierung kommt:

O veículo impresso está em crise. O jornalismo não. Assim como sempre haverá música e cinema, independentemente dos grandes produtores, o jornalismo é autônomo em relação aos grandes meios.

Printmedien sind in der Krise. Der Journalismus ist es nicht. So wie es unabhängig von den etablierten Produzenten immer Musik und Kino geben wird, ist journalistisches Arbeiten eigenständig, auch im Hinblick auf die großen Medienhäuser.

Vier Projekte bestimmen den Auftakt des neuen Unternehmens: Eine freie Journalisten-Schule für den Nachwuchs, ein Dokumentarfilm über brasilianische Öko-Dörfer, eine Content-Plattform zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen und eine Recherche über Menschen in Brasilien, die am Straßenrand Werbeplakate präsentieren .

O Sujeito ist auf Twitter unter @osujeito_, hat eine Facebook-Seite und stellt sich im folgenden Video vor:

Korruption in Nepal: Wird es gesellschaftsfähig?

Die Menschen sind sauer und müde. Die Medien veröffentlichen oft Nachrichten über die Verbindung zwischen Politikern und Schlägertypen, aber niemand geht raus auf die Straße, um zu protestieren. Das ist anomal für ein Land, in dem die Leute ihre Nepal Bandhs haben: Landesweite Streiks für jede Notlage.

Siromani Dhungana [en] hat auf dem Blog “Gemeinsam bloggen wir! Für ein demokratisches Nepal” eine Analyse veröffentlicht, in der er hervorhebt, dass Korruption in Nepal massenkompatibel ist und akzeptiert wird.

Laos: Landminenopfer bitten um Hilfe

Landminen, die zur Zeit des Vietnamkriegs verlegt wurden, verletzen und töten auch heute noch die Bewohner von Laos.

Phongsavath Manithong von der Organisation “Handicap International” fordert die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Opfer von Landminen und Blindgängern in Laos zu unterstützen.

Die Utopie, wir seien alle Sudanesen

Dalia Haj Omar diskutiert über die Utopie, wir seien alle Sudanesen [en]:

Nach den traurigen Ereignissen [en] vom 11. März an der Universität Khartoum [bei Unruhen war ein Student erschossen worden], tat GIRIFNA [eine gewaltfreie Widerstandsbewegung] das, was es immer tut: Sie veröffentlichte eine kurze Stellungnahme zum Tod des Studenten Ali Abbaker Musa, die sich auf Aussagen von Augenzeugen stützte. Und äußerte sich zu dem gewalttätigen Vorgehen und der Inhaftierung von Studenten aus Darfur, die eine politische Debatte und einen friedlichen Protestmarsch auf dem Universitätsgelände organisiert und daran teilgenommen hatten, um auf die jüngste Verschlechterung der humanitären Situation und Sicherheitslage in Darfur aufmerksam zu machen.

Was dann folgte, war eine lebhafte Diskussion. Mitglieder der Bewegung äußerten ihre Betroffenheit und fragten, warum der Titel der Presseerklärung lautete “Student aus Darfur in der Universität Khartoum getötet” und nicht einfach “Student in der Universität Khartoum getötet”.

Viele hatten das sichere Gefühl, dass das Herausstellen der ethnischen Herkunft des getöteten Studenten der Strategie der Regierung dienen würde, das “Sudanesische” in verschiedene Ethnien zu trennen, anstatt dass man – wovon viele von uns träumen – vorrangig und zunächst sudanesischer Bürger sei, unabhängig von der ethnischen oder tribalen Zugehörigkeit. Andere bestanden darauf, dass das Leiden damit verallgemeinert werde und wir uns auf Themen und nicht auf Stämme und Regionen konzentrieren sollten. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Mitglieder der Bewegung, die aus Darfur und aus dem Osten kommen, eine andere Meinung hatten und argumentierten, es sei relevant, die geografische Herkunft von Musa zu nennen.

Ich würde eher argumentieren, dass es in diesem speziellen Kontext wichtig ist, dass ein Student aus Darfur durch die Regierung ermordet wurde. Die Vorfälle auf dem Universitätsgelände wurden von der Vereinigung der Studenten aus Darfur organisiert, die die anderen Studenten auf die sich zuspitzende humanitäre Krise und den andauernden Konflikt in der Region aufmerksam machen wollten.

5 IKT-Lösungen von Miss Geek Rwanda 2014

Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders gekennzeichnet, zu englischsprachigen Webseiten.

MsGeekRW ist ein Wettbewerb, der Frauen aus Ruanda ermutigt, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu demonstrieren. Der Wettbewerb fand 2014 anlässlich des Weltfrauentags am 8. März statt. Die fünf besten IKT-Lösungen wurden vorgestellt:

1. Die “Mobile Kuh” hilft dabei, die Brunstzeit der Tiere zu bestimmen, um Produktivität zu erhöhen.

2. Die Wireless Blackbox wird in öffentlichen Verkehrsmitteln installiert um die Sicherheit zu erhöhen.

3. Der Item Locator schickt Informationen zu Angeboten und Preisen an das Mobiltelefon.

4. Das Online Driving System erleichtert die Beantragung eines Führerscheins.

5. Das Class Attendance System richtet sich an diejenigen, die im Unterricht gefehlt haben.

Indien: Hilft Frauen das neue Gesetz gegen Vergewaltigung?

Wir haben jetzt ein Gesetz, das die Strafe für Vergewaltigung erhöht und die Definition von Vergewaltigung erweitert hat. Dies galt als großes Versprechen für immer mehr Menschen. Dabei ist das grundlegende Problem doch, dass Vergewaltigungsopfer schon nach alter Definition und altem Strafmaß keine Gerechtigkeit erfuhren, in einem Land, in dem alle sieben Minuten eine Vergewaltigung stattfindet, aber kein einziges Urteil darüber gefällt wird.

Vidyut von AamJanata stellt in Frage, ob das neue Gesetz gegen Vergewaltigung in Indien Frauen wirklich hilft.

Glückwünsche für Nepals neuen Premierminister

Nepals Regierung hat Sushil Koirala (75) [en], Präsident der Nepalesischen Kongresspartei, zum neuen Premierminister gewählt. Der im Ausland lebende nepalesische Blogger Indra [en] gratuliert dem neuen Premierminister und denkt dass “Koiralas Gabe andere mit seiner Bescheidenheit und Ehrlichkeit aufzubauen es weit bringen wird”.

Chinesische Internetnutzer reagieren auf die Revolution in der Ukraine

Auch wenn die gerade stattfindende Revolution in der Ukraine viele Chinesen dazu veranlasst, zu fragen: “Wann gehen wir auf die Straßen und demonstrieren?”, konnten chinesische Internetnutzer von der Ukraine auch lernen, dass Demokratie nicht die Lösung aller Probleme ist. Juraprofessor Dong Zhiwei, der sich seit langem für chinesischen Konstitutionalismus einsetzt, nannte die gegen die ukrainische Regierung gerichteten Proteste einen “Coup”, der weniger einen Konflikt zwischen Demokratie und autoritärer Herrschaft darstellt, als vielmehr einen Machtkampf zwischen verschiedenen einzelnen Gruppen. Offbeat China [en] liefert hierzu detaillierte Berichterstattung.