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· April, 2015

Artikel vom Kurzmeldungen vom April, 2015

Sind Blogs vom Aussterben bedroht?

Dieser Text ist Teil des 46. #LunesDeBlogsGV (#MontagBlogsAufGlobalVoices) am 23. März 2015.

Durch die #LunesDeBlogsGV (#MontagBlogsAufGlobalVoices) arbeiten wir daran, Blogs als eine “bedrohte Spezies” in dem digitalen Dschungel zu erhalten. Ähnliches hat auch der Blogger Iván Lasso im Kopf, der Artikel zum Thema Zukunft des Bloggens verfasst: Über die Probleme, die Blogger haben, wenn ihre Inhalte zwischen vielen verschiedenen, mehr oder minder qualitativen Informationen verloren gehen können. Lasso argumentiert, Blogger würden online mit einer “David gegen Goliath” Situation konfrontiert werden.

Lasso sagt, die größten Probleme für Blogger heute seien folgende:

A raíz de la popularización de la web, de unos años para acá hay mucha más audiencia potencial disponible. Pero sospecho que gran parte de esa audiencia nunca podría ser tuya (tuya, mía… de blogs pequeños, vamos). Es audiencia que acude a la red en busca de simple entretenimiento y que si quiere información más “dura”, acude a los medios tradicionales que ahora ya están en la web.

In den letzten Jahren, in denen das Internet immer populärer wurde, gibt es ein viel größeres Publikum im Netz. Aber ich vermute, dass der Großteil dieses Publikums niemals deines sein wird. Es ist ein Publikum, das im Netz nach einfacher Unterhaltung sucht und wenn sie “harte” Informationen benötigen, gehen sie zu den traditionellen Mainstram-Medien, die auch im Internet präsent sind.

Lasso hat auch einige Lösungen für die Herausforderungen, die Blogger heute haben:

Hoy día, para que un blog independiente alcance un cierto grado de éxito (reconocimiento, reputación y visitas) debe convertirse en un rayo láser que apunte a aquello en lo que quiere destacar:
¿Quieres dar noticias? Tienes que darlas lo antes posible, más rápido que nadie.
¿Quieres hacer análisis u opinión? Tienes que profundizar más que nadie.
¿Quieres ser didáctico? Tienes que explicar mejor que nadie. Y también con más detalle que nadie.

Um heutzutage als unabhängiger Blogger einen gewissen Grad an Erfolg zu haben (Anerkennung, Reputation und Besucher), musst du einen Laserblick haben für die Informationen, die die Nutzer suchen:

  • Du willst über Nachrichten berichten? Du musst Ihnen die Inhalte so schnell wie möglich geben, schneller als alle anderen.
  • Du möchtest Analysen anbieten? Dann musst du tiefer als andere in die Themen gehen.
  • Du willst erklären? Du musst Dinge besser als andere erklären und spezifischer als andere sein.

Du kannst Ivan Lassos Artikel hier weiterlesen und ihm auf Twitter folgen.

Dieser Text ist Teil des 46. #LunesDeBlogsGV (#MonntagBlogsAufGlobalVoices) am 23. März 2015.

Was bedeutet Hacking Education?

Pedro Muller denkt über den Verfall des Schulsystems nach, einer Institution, die – so sagt er – für einen anderen historischen Kontext geschaffen wurde. Hierbei seien die beiden ähnlichen, aber zugleich sehr unterschiedlichen Konzepte “lernen” und “gebildet werden” wichtig:

El educar se va más allá de memorizarse un par de nombres y olvidarlos al siguiente día, consiste en aprender tener la curiosidad de preguntarse qué hay detrás de lo obvio, es adquirir habilidades, ejercitar tu pensamiento lateral un pensamiento divergente o como muchos dicen “fuera de la caja”, educarse también es crear y hacer convertir nada en algo, innovar.

Nosotros aprendemos mejor en grupo es parte de nuestra naturaleza, discutir, pensar y reflexionar sobre un tema en específico sacar conclusiones, como muchos dicen la mejor manera de educarse es aprender.

Gebildet werden geht darüber hinaus, einige Namen auswendig zu lernen und sie am nächsten Tag wieder zu vergessen. Es bedeutet, einen wissbegierigen Geist zu haben und sich zu fragen, was sich hinter dem Offensichtlichen verbirgt. Es geht darum, sich Fähigkeiten anzueigenen, unkonventionell zu denken; eine andere Art zu denken, die viele mit “außerhalb der Norm denken” [“über den Tellerrand schauen”] bezeichnen. Gebildet werden bedeutet auch zu lernen, kreativ und innovativ zu sein.

Wir lernen in Gruppen besser. Es liegt in unserer Natur zu diskutieren, zu denken und über bestimmte Themen zu reflektiveren und Schlüsse zu ziehen. Es wird gesagt, dass Lernen der beste Weg ist, um gebildet zu werden.

Muller läd seine Leserschaft dazu ein, das folgende englischsprachige Video anzuschauen, in dem Logan LaPlante über das Konzept “Hacking Education” [Bildung hacken] oder “Hackschooling” [Schulbildung hacken] spricht. Diese Konzepte beziehen sich auf den Lernprozess als ein Gruppenerlebnis, das auf der “Versuch und Irrtum-Methode” und der Bedeutung von Kreativität beruht.

Dieser Beitrag ist Teil der 46. Ausgabe der #LunesDeBlogsGV (Montagblogs auf GV) vom 23. März 2015.

Caracas: #SmartCityHack entwickelt Lösungen für die Probleme der Bevölkerung

Die venezolanische Ausgabe von Hackathon Smart Cities fand vom 6. bis 8. März 2015 in Caracas statt. Es ist nicht klar, was ein Hackathon ist? In diesem deutschsprachigen Beitrag von uns werden Hackathons und Open Data erläutert.

Die Veranstaltung #SmartCityHack wurde von Global Datafest gleichzeitig in 27 Städten organisiert.

5 Geschichten, die hinter #SmartCityHack Caracas stecken, zeigen, dass wo ein Wille ist, auch ein Weg ist.

Die venezolanische Ausgabe, organisiert von SDI Innovation und Wayra Accelerator, ergab sehr positive Ergebnisse und diente als Inspiration für innovative Projekte, mit denen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöht werden soll. Estefanía Salazar, Unterstützerin von Global Voices, hat einen Veranstaltungsbericht auf der spanischsprachigen Webseite Komunumo veröffentlicht und hebt einige dieser Projekte hervor:

- CCSMoveOn: es un “Waze” del transporte público. Permite al usuario generar rutas con su teléfono inteligente, con la posibilidad de enviar alertas por SMS sobre posibles eventualidades.

- Compártelo: es un sistema de referencias para Pequeñas y Medianas Empresas basadas en recomendaciones cara a cara.

- Caracas CityCare: Conecta problemas urbanos con propuestas de solución en una misma interfaz.

- Favor x Favor: sistema para favorecer el intercambio gratuito de servicios y bienes entre vecinos de una comunidad.

- Identidad en Línea: sistema de nube para facilitar la difusión encriptada de información y procesamiento de documentación de usuarios de servicios públicos o privados.

- Iniciativa Yokoima: comunidad de intercambio de información y servicios interesados en la recuperación del río Yokoima en la ciudad de Upata (estado Bolívar) […]

CCSMoveOn: Mit “Waze” für den öffentlichen Personenverkehr können Nutzerinnen und Nutzer mithilfe des Smartphones Routen finden und sich bei möglichen Zwischenfällen per SMS benachrichtigen lassen.

Share it: Ein System, mit denen sich kleine und mittelgroße Unternehmen persönlich Empfehlungen geben können.

Caracas CityCare: Verbindet über eine einzige Schnittstelle Themen der Stadtentwicklung mit Lösungsvorschlägen.

Favor x Favor: Ein System, das unter Mitgliedern der Gemeinschaft zum freien Austausch von Waren und Dienstleistungen ermuntert.

Online Identity: Ein Cloud-System, mit dem die Verbreitung verschlüsselter Informationen und die Verarbeitung der Dokumentation öffentlicher oder privater Nutzerinnen und Nutzer erleichtert wird.

Yokoima Initiative: Eine Gemeinschaft, in der Informationen und Dienstleistungen ausgetauscht werden, die der Rettung des Flusses Yokoima in der Stadt Upata (im Bundesstaat Bolivar) dienen […]

Krieg im Jemen: Erfassung der Zahl der Todesopfer

In den Kämpfen im Jemen sind Berichten nach hunderte Menschen ums Leben gekommen, seitdem Saudi-Arabien am 26. März seine Militäroffensive gegen das Land begonnen hat. Mit Unterstützung der Verbündeten der Golfstaaten, Ägypten, Jordanien, Marokko, Sudan und Pakistan, fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe – eine Operation unter dem Namen “Decisive Storm” [entscheidender Sturm] – gegen die Huthi, die im Januar die Macht im Jemen übernommen hatten.

Wir verfolgen Nachrichten und Artikel zur Zahl der Todesopfer dieses Krieges über das Global Voices Checkdesk, einem Partnerprojekt von Meedan.

Checkdesk ist ein Tool, mit dem Journalistinnen und Journalisten live bloggen, mit einer eigenen Funktion, die es auch Bürgerjournalistinnen und -journalisten erlaubt, Berichte zu erstellen und zu prüfen. Jede und jeder aus der Nachrichtenredaktion kann einen Beitrag einreichen – einen Tweet, ein Foto, Video oder jede andere Art von Medien – und Angaben machen, die den notwendigen Kontext für den Beitrag schaffen. Journalistinnen und Journalisten können dann diese Berichte zu einem sich ständig weiterentwickelnden Beitrag hinzufügen.

Hier sind wir über Email zu erreichen für alle, die Teil unseres Teams werden wollen.

Bulgariens erstes Crowdfunding Journalismus-Projekt

Wenn nicht anders angegeben, führen Links im nachfolgenden Artikel zu englischsprachigen Webseiten.

Bulgarien, ein Mitglied der Europäischen Union, hat ein großes Problem mit der Pressefreiheit. Das Land am Balkan rangiert auf Platz 106 von insgesamt 180 Ländern, laut einem Index der Pressefreiheit, der 2015 von Reporter ohne Grenzen erstellt wurde.

Vor diesem ungemütlichen Hintergrund entstand ein neues Medienprojekt. Es hat sich die ehrgeizige Aufgabe gestellt, den Medienimperien lokaler Oligarchen Opposition zu bieten und der Öffentlichkeit einen alternativen Zugang zu Informationen zu verschaffen.

KlinKlin.bg wurde von Journalisten, Designern und Bloggern gegründet. Ziel ist es, ein unabhängiges, durch crowdfunding finanziertes Journalismusprojekt aufzubauen, ähnlich denen, die von gleichgesinnten Kollegen in anderen Ländern gestartet wurden: Etwa in den Niederlanden (decorespondent.nl), in Deutschland (krautreporter.de) und Kanada (ricochet.media). KlinKlin hat es jedoch mit einer größeren Herausforderung zu tun: 86.5% der Bürger hat kein Vertrauen in lokale Medien.

KlinKlin befindet sich noch im Frühstadium, es werden derzeit Unterstützung und Geldspenden gesammelt. Aktuell ist die Webseite auf Bulgarisch, doch das Team erwägt auch eine englische Version. In weniger als einer Woche sammelte die Facebook Seite von KlinKlin bereits knapp 2,700 Fans. Es folgt das Promotions-Video, komplett versehen mit englischen Untertiteln.

„Windeln wechseln in der Jugend“ – alarmierende Zahlen: Teenagerschwangerschaften in Venezuela

Alle Links in diesem Artikel führen zu spanischsprachigen Webseiten.

Die Bloggerin Desireé Lozano, die für die Seite Voces Visibles (Onlinenachrichten zu frauenrechtlichen Themen) schreibt, verweist auf die extrem hohen Raten der Teenagerschwangerschaften (25 Prozent aller Schwangeren) in Venezuela und auf das Fehlen geeigneter politischer Maßnahmen, um dieser Entwicklung und ihren Folgen entgegenzuwirken. Mit diesen Zahlen steht Venezuela an der Spitze der südamerikanischen Länder und dies nun schon seit zwei Jahren.

Eines der Probleme, das direkt proportional mit den Teenagerschwangerschaften einhergeht, ist die Müttersterblichkeit. In diesem Kontext zitiert Desireé Lozano die venezolanische Abgeordnete Dinorah Figuera, Präsidentin der Familienkommission der Nationalversammlung Venezuelas, die auf die Verantwortung des Staates bei der Prävention hindeutet:

“Una de esas consecuencias es que las madres adolescentes son mujeres que pierden oportunidades para desarrollarse desde el punto de vista profesional y aceptan cualquier tipo de trabajo para tener algún tipo de ingresos. Por esta razón el Estado debe aplicar una gigantesca campaña de concientización para la prevención del embarazo adolescente”, señala la diputada venezolana

Eine dieser Konsequenzen ist, dass die jugendlichen Mütter Frauen sind, denen die Möglichkeit einer beruflichen Zukunft verwehrt bleibt und die jegliche Arbeit annehmen, nur um überhaupt ein Einkommen zu haben. Aus diesem Grund sollte der Staat in eine weitreichende Kampagne investieren, um für die Prävention von Teenagerschwangerschaften zu sensibilisieren.

Ebenso trägt die Teenagerschwangerschaft dazu bei, dass ein bereits bestehender Trend fortgeführt wird, nämlich die Feminisierung der Armut. Darüber hinaus stellt diese Entwicklung eine Gefahr für die Gesundheit der jungen Mütter dar, die ein höheres Risiko tragen als der Durchschnitt. In ihrem Artikel stellt die Autorin interessante Aussagen verschiedener Spezialisten zu dem Thema vor, die die Tragweite dieses Problems offenlegen.

Der komplette Bericht kann hier gelesen werden. Desireé Lozano und Voces Visibles sind bei Twitter zu finden.

Der rezensierte Artikel wurde in der 49. Ausgabe von #LunesDeBlogsGV am 13. April 2015 veröffentlicht.

Ugandischer Friedensaktivist für Friedensnobelpreis nominiert

This is Uganda (ThisIs256) [Das ist Uganda] ist eine Online-Plattform für talentierte Schriftsteller in Uganda, die entschlossen sind, positive Geschichten über ihr Land zu schreiben und damit Berichte über Betroffenheitsjournalismus, Hunger, Ebola oder auch Tribalismus zu verbannen. Ihr Ziel ist es, ein authentisches, reflektiertes, ehrliches und objektives Bild von Uganda zu zeichnen, das in den großen westlichen Medien so nicht zu finden ist.

Ihre neueste Geschichte handelt von Victor Ochen, einem ehemaligen Binnenflüchtling, der vom American Friends Service Committee (AFSC) [Amerikanisches Hilfskomitee der Freunde], einer Organisation der Quäker für soziale Gerechtigkeit, für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.

In der Vergangenheit nominierte das AFSC Desmond Tutu, Martin Luther King Jr. und US-Präsident Jimmy Carter, die alle mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden. Die Organisation nominierte außerdem erfolglos Mahatma Gandhi, der nie den Friedensnobelpreis erhielt, obwohl er zwischen 1937 und 1948 insgesamt fünf Mal nominiert war.

Der 33-jährige Ochen gründete 2005 das African Youth Initiative Network (AYINET) mit Sitz in Lira, Uganda. Das Netzwerk leistet medizinische Hilfe für Opfer von Verbrennungen, Verstümmelungen jeglicher Art, Vergewaltigung und psychischer Folter. Außerdem fördert es Youth Leadership. AYINET hat sich zu einem internationalen Netzwerk medizinischer Fachleute entwickelt, die Opfern beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Lebensgrundlage unterstützen. Mit den Worten von This is Uganda:

What Victor did out of sheer compassion added him to this prestigious list. As a teenager in Abia camp that was home of over 40,000 people, he formed a peace club with his peers in the camp. This initiative angered the elders “Why are you talking about peace that you have never seen?” He was enterprising; he risked his life to burn charcoal to raise his school fees. Then later he joined secondary school and could barely afford time to do his charcoal business so he became a cobbler, he used to repair shoes of kids at school. One day he landed a big job of mending the shoes of the school football team, unfortunately that money was stolen. His hard work and favor from the teachers saw him through high school

Victor’s heart was home even when he worked with straight talk foundation in Kampala, interacting with the people in the field made him realize that the people of northern Uganda wanted more than hand outs but wanted and deserved more. That is when he left his job and started the African youth initiative Network. This initiative mobilizes communities especially the youth to pursue peace and human rights, reconciliation. They offer psychosocial support to the former victims of conflict, most of who suffer severe emotional pain and struggle with forgiveness, they have also supported over 5000 people with reconstructive surgeries especially the women whose lips were cut off, the initiative also supports income generating activities, have formed 100 peace clubs in schools and universities in northern Uganda and over 6000 young people have gone through the peace building and transitional justice programme.

Das, was Victor aus reinem Mitgefühl getan hat, hat ihm einen Platz auf dieser prestigeträchtigen Liste verschafft. Im Abia Camp, in dem mehr als 40.000 Menschen lebten, gründete er mit gleichaltrigen Freunden einen Friedensclub. Diese Initiative erzürnte die Ältesten. “Warum redest du über Frieden, den du nie gesehen hast?” Ochen wurde zum Unternehmer. Er riskierte sein Leben beim Arbeiten in einer Köhlerei, um so seine Schulgebühren bezahlen zu können. Später besuchte er eine weiterführende Schule und hatte kaum noch Zeit für seinen Job als Köhler, also wurde er Schuster. In der Schule reparierte er die Schuhe der anderen Kinder. Eines Tages erhielt er den großen Auftrag die Schuhe der gesamten Fußballmannschaft seiner Schule zu reparieren, doch leider wurde das Geld gestohlen. Seine harte Arbeit und die Gunst der Lehrer halfen ihm durch seine Schulzeit.

Victors Herz war zu Hause, selbst als er mit der Straight Talk Foundation in Kampala arbeitete. Der Kontakt mit den Leuten vor Ort machte ihm bewusst, dass die Menschen in Norduganda mehr wollten als nur Almosen und dass sie auch mehr verdient hatten. Daraufhin gab Ochen seinen Job auf und gründete das African Youth Initiative Network. Die Initiative mobilisiert Kommunen, insbesondere Jugendliche, sich um Frieden, Menschenrechte und Versöhnung zu bemühen. Sie bieten psychologische Unterstützung für die ehemaligen Opfern des Konflikts, von denen viele unter seelischen Schmerzen leiden und denen es schwer fällt, zu vergeben. AYINET hat außerdem über 5.000 Menschen, die meisten von ihnen Frauen, denen die Lippen abgeschnitten wurden, mit wiederherstellenden Operationen unterstützt. Darüber hinaus fördert die Initiative einkommensschaffende Maßnahmen. AYINET hat 100 Friedensclubs in Schulen und Universitäten in Norduganda gegründet und mehr als 6.000 junge Menschen haben das Programm zur Friedenskonsolidierung und Übergangsjustiz durchlaufen.

Eine Passagierfähre kentert in Bangladesch. Schon wieder.

Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders ersichtlich, zu englischsprachigen Webseiten.

Recovered bodies are brought to the shore in a dinghy. Image by Reporter#7619314. Copyright Demotix (22/2/2015)

Geborgene Leichen werden in einem Dinghy ans Ufer gebracht. Bild aufgenommen von Reporter#7619314. Bildrechte Demotix (22.02.2015)

Am Sonntagmittag rammte ein Frachtschiff 40 Kilometer nordwestlich von Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, eine Passagierfähre mit angeblich mehr als 100 Passagieren, welche daraufhin sank.

Ein Rettungsschiff lokalisierte die gesunkene Fähre und versuchte sie zu bergen. Berichten zufolge wurden bislang 37 Leichen aufgespürt, während viele andere immer noch mit Sorge vermisst werden.

UPDATE: Kind in Manikganj gekenterter Barkasse verstorben; 60 Personen überlebten. 150 Personen befanden sich an Bord, als das Boot von einem Frachtschlepper gerammt wurde.

Kollisionen mit anderen Schiffen ist der Hauptgrund für Fährschiffkatastrophen in Bangladesch, welche durchaus alltäglich sind, wie diese Studie deutlich macht. Auslöser sind überladene Frachter und schlechte Sicherheitsmaßnahmen.

Passagierlisten werden selten akkurat und geordnet geführt, so dass es im Unglücksfalle schwierig ist, die Vermisstenzahl anzugeben. Viele Menschen wurden von diesem Schiff geborgen, allerdings wird es Tage dauern, um eine genaue Zahl anzugeben. In weniger als zwei Wochen ist dies das zweite tödliche Schiffsunglück in Bangladesch.

Divers at work to pull the bodies out of the capsized passenger ferry.

Auf diesem Bild sieht man, wie Taucher daran arbeiten, die Körper aus der gesunkenen Passagierfähre zu bergen. Bild aufgenommen von Reporter #7619314. Bildrechte Demotix (22.02.2015)