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· Mai, 2014

Artikel vom Kurzmeldungen vom Mai, 2014

Als Maya Angelou in Ägypten und Ghana lebte

Sean Jacobs schreibt über die US-amerikanische Schriftstellerin und Dichterin Maya Angelou [en], die am 28. Mai 2014 im Alter von 86 Jahren gestorben ist:

In 1961, Maya Angelou, already a civil rights worker, and her then partner Vusumzi Make, an exiled activist from South Africa (he was a leading Pan Africanist Congress member), moved to Cairo, Egypt, where she found work at a small radical newspaper. One year later, Angelou and Make broke up and she moved to Ghana with her son. There they joined a small, tight-knit expatriate African American community that included the great scholar and acitivist W. E. B. Du Bois, the writer William Gardner Smith, lawyer Pauli Murray, journalist Julian Mayfield, and sociologist St. Clair Drake. Angelour continued her work as a journalist and also worked as an administrator at the University of Ghana. Angelou made such an impression on her hosts honored her with a postal stamp. It was also during this time that Malcolm X visited Ghana; a meeting which prompted her move back to the US in 1965 to help Malcolm X build his Organization of Afro-American Unity. Shortly after her return, Malcolm X was assassinated.

1961 zog Maya Angelou, die schon damals in der Bürgerrechtsbewegung aktiv war, mit ihrem damaligen Partner Vusumzi Make, einem im Exil lebenden Aktivisten aus Südafrika (er war führendes Mitglied des Pan-Afrikanischen Kongresses) nach Kairo, Ägypten. Angelou fand in Kairo eine Anstellung bei einer kleinen radikalen Zeitung. Ein Jahr später trennten sich Angelou und Make und die Schriftstellerin zog mit ihrem Sohn nach Ghana. Dort schlossen sie sich einer kleinen, engverbundenen Gemeinschaft ausgewanderter Afroamerikaner an, zu der unter anderem der berühmte Gelehrte und Aktivist W. E. B. Du Bois, der Schriftsteller William Gardner Smith, der Rechtsanwalt Pauli Murray, der Journalist Julian Mayfield sowie der Soziologe St. Clair Drake gehörten. Angelou setzte ihre Arbeit als Journalistin fort und arbeitete außerdem in der Verwaltung der Universität von Ghana. Die Dichterin beeindruckte ihr Gastgeberland Ghana so sehr, dass sie mit einer eigenen Briefmarke geehrt wurde. Während dieser Zeit besuchte auch Malcolm X Ghana. Diese Begegnung veranlasste Angelou dazu, 1965 wieder in die USA zurückzukehren und Malcolm X dabei zu unterstützen, seine Organisation für die afroamerikanische Einheit (OAAU) aufzubauen. Kurz nach ihrer Rückkehr wurde Malcolm X ermordet.

Madagaskar: Apokalyptische Szenen in Andranondambo nach Kämpfen zwischen Dörfern um Bodenrechte

Die Zeitung L'Express Mada berichtet, dass das gesamte Dorf Andranondambo [fr] im Süden von Madagaskar während Kämpfen zwischen zwei Dörfern zerstört wurde. Den gewaltsamen Auseinandersetzung war ein Konflikt um Bodenrechte vorausgegangen. Bei den Kämpfen zwischen dem 20. und 22. Mai gab es in Andranondambo keine Überlebenden. Einer der Militärpolizisten erinnert sich [fr]:

A notre arrivée, un chien errant était en train de dévorer un bras arraché d’ un corps. Dans une maison anéantie par les flammes, nous avons mis la main sur une dépouille. L’air était irrespirable [..] Même l’école publique et l’église d’Andranondambo ont été ravagées. Les toitures en tôle ont été arrachées avec tous les mobiliers.

Als wir ankamen, fraß ein Hund die Überreste einer Leiche. In einem nahegelegenen Haus, das abgebrannt war, fanden wir noch mehr Leichen. Der Gestank war unerträglich. Selbst die Schule und die Kirche waren völlig verwüstet. Alle Häuser waren komplett zerstört.

Die Streitigkeiten um die Bodennutzung begannen im Jahr 1991, als in Andranondambo wichtige Saphir- und Glimmervorkommen entdeckt wurden. Infolgedessen erlebte Andranondambo einen Ansturm von Minenbetreibern und die Dorfbewohner wurden in das Nachbardorf Ambato­tsivala verdrängt. Seitdem gab es zwischen den beiden Dörfern Auseinandersetzungen um die Landrechte, doch der Konflikt hatte noch nie solch erschreckend gewaltsame Ausmaße angenommen wie in dieser Woche.

Sexismus in der Werbung

Auf der Webseite El Blog del Incógnito analysiert [es] Natalio Pinto Werbung und den Hang zu Sexismus, nachdem er den Beitrag 15 alte Werbeanzeigen, in denen Frauen wie Idiotinnen erscheinen [es] gelesen hatte, der sich mit Werbung zwischen den 1940er und 1970er Jahren auseinandersetzt .

Hat sich Werbung fünfzig Jahre später verändert? Ich denke, dass hat sie nicht. Vielleicht hat sie sich “weiterentwickelt” und ich setze das in Anführungszeichen, weil ich davon ausgehe, dass sich Werbemacher nach wie vor an denselben sexistischen, machohaften und klassischen Konzepten orientieren wie damals, auch wenn sie nicht “ganz” so direkt oder ausdrücklich sind.

Frauen werden weiterhin als Objekt gesehen [es], werden weiterhin in die Küche gesteckt und mit Hausarbeit, Haushalt, Haushaltsgeräten und ähnlichem in Verbindung gebracht.

Aber Natalio glaubt auch, dass obwohl Reklame das kulturelle Muster männlicher Überlegenheit widerspiegle, auch Männer Auswirkungen spürten:

Es ist ziemlich verrückt. Allgemein wird ja angenommen, dass nur weil wir Männer sind, wir diese Art der Werbung genießen. Es wird aber nie gesagt, dass wir ebenso Opfer davon sind, da es uns als athletisch, sportlich und erfolgreich einstuft und uns außerdem westliche Modelle der Ästhetik vorgibt.

Dieser Beitrag ist Teil der zweiten Ausgabe der neuen Reihe #LunesDeBlogsGV [es] [Blogmontage] der spanischsprachigen Seite von Global Voices am 12. Mai 2014.

Mazedonische Webseite nimmt mit Satire Stellung zur freien Meinungsäußerung

Mazedonien weist eine lange Tradition von Humor, Karikaturen und Satiren auf und beheimatet nicht zuletzt die Weltgalerie der Karikaturen [mk]. Mit dem Aufkommen neuer Medien werden viele Sinnsprüche und satirische Erzählungen in Twitternachrichten und Facebookstatus abgewandelt, während klassische Formen von Karikaturen, Witzen und Kurzgeschichten den Weg geebnet haben für digital bearbeitete Meme oder satirische Nachrichten nach dem Vorbild von The Onion [en].

In Mazedonien gehören zu den Hauptquellen derartiger satirischer Nachrichtenbeiträge die Rubrik “Para-News” [mk] des Nachrichtenportals Okno.mk, die Satireseite Brejking.net [mk], die Witzseite Panika.be [mk] und das weit bekannte Portal Koza Nostra [mk]. Beim Letztgenannten handelt es sich um ein Wortspiel, das den Begriff “Cosa Nostra”, der oft mit der sizilianischen Mafia in Verbindung gebracht wird, mit dem mazedonischen Wort “koza” vermischt, was “Ziege” bedeutet, so dass der Titel sich direkt als “unsere Ziege” übersetzen lässt.

Ein jüngstes Beispiel [mk] ihrer Arbeit trägt die Überschrift “Journalisten aus Mazedonien und Weißrussland gründen den Verein der ‘Reporter mit Grenzen'” und verweisen so auf die düstere Situation [en] der Medienfreiheit in der Region.

Journalisten der Massenmedien in Mazedonien und Weißrussland sind verärgert von dem Bericht der internationalen Organisation “Reporter ohne Grenzen” und gründen nun die Gegenorganisation “Reporter mit Grenzen”. Das Ziel des Vereins wird es sein, Berichte zu verfasssen, die weitaus objektiver und durch die Regierungen genehmigt sein werden, so dass Journalisten unangenehme Konfrontationen mit den Behörden vermeiden können. “Wir müssen gegen die ausländische Propaganda Stellung beziehen, die unter der Führung verschiedener internationale Organisationen und von Organisationen, die durch Soros [George Soros fördert unter anderem die Open Society Foundation] kontrolliert werden, zunehmen. Sie beabsichtigen, dass sogenannte unabhängige Journalisten unsere Medien übernehmen. Aber unsere Gegenorganisation wird diese Versuche aufdecken”, so behaupten gut informierte Journalisten aus dem Vorstand der Initiative.

Macedonia’s rank on Reporters without Borders’  World Press Freedom Index, 2003-2014

Mazedoniens und Weißrusslands Rang auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen, 2003-2014

Laut des Berichts zur Rangliste der Pressefreiheit [en] von Reporter ohne Grenzen erreicht Mazedonien 2013 den Rang 123 und ist damit vom recht bescheidenen Rang 34 im Jahr 2009 aufgestiegen.

Menschenrechtslage in Vietnam “verschlechtert sich”

Das Menschenrechtsnetzwerk von Vietnam hat für das Jahr 2013 seinen Bericht [en] zur “sich verschlechternden” Menschenrechtslage in Vietnam herausgebracht:

…die Menschenrechtslage in Vietnam hat sich 2013 zum Schlechteren gewandt. Die Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer politischen Einstellung inhaftiert sind ist im Gegensatz zu denen der herrschenden Partei gestiegen. Unvermindert schlägt sich die Polizeigewalt in der hohen Anzahl der Todesfälle und Verletzten nieder, die aus dieser Gewalt hervorgehen. Die Zahl der Bauern, deren Land enteignet wurde, ohne dass es dafür eine angemessene Entschädigung gab, stieg ebenfalls.

Der Bericht weist darauf hin, dass die in dem Bericht erfasste Situation der Armen von Vietnam der Verpflichtung widerspricht, die Vietnam eingegangen ist, als es Mitglied des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen geworden ist und nachdem es Menschenrechtskonzepte in seine Verfassung aufgenommen hatte.

Kampagne gegen #LeyTelecom baut auf Technologie

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Bild für #LeyTelecom: Von Entrüstung zur technologiegestützten Bürgeraktion, Verwendung genehmigt.

Im Zusammenhang mit der Kampagne gegen Ley Telecom in Mexiko, analysiert [es] Juan Manuel Casanueva von SocialTic die verschiedenen technologiebasierten Bürgerinitativen, die die Bevölkerung zur Mobilmachung einsetzen, um ihrer Unzufriedenheit mit der Gesetzesvorlage Ausdruck zu verleihen. Er nennt die Petitionsplattform AccessNow [es], über die Briefe [es] an mexikanische Behörden eingereicht werden können, die Telefonplattform [es] der Seite Die Quadratur des Netzes [es], über die Anrufe an Senatoren durch Bürgerinnen und Bürger getätigt werden können, um ihre Einstellung bezüglich #LeyTelecom zu verdeutlichen und die Webseite Explica.la/ley [es], die von Codeando México [es] entwickelt wurde und auf der Nutzer Auslegungen des Originaltexts der Gesetzesvorlage oder “Übersetzungen in die Sprache der Bürger” finden können.

Juan Manuel fasst zusammen:

Das wird von der inhärenten Internetfreiheit abhängen, als auch den Bemühungen der Analysten und Aktivisten, die sich dafür einsetzen, dass die Menschen benennen können, welche Aspekte des Gesetzes günstig oder ungünstig sind und dies mit aller Schärfe fordern können.

 

Dieser Beitrag ist Teil der ersten [es] Ausgabe der neuen Reihe #LunesDeBlogsGV [Blogmontage] der spanischsprachigen Seite von Global Voices am 5. Mai 2014.

Kolumbien: Kontrolle des Chemikalienverkaufs zur Verhinderung von Säureattacken

Zur Verhinderung von Säureattacken, die sich vor allem gegen Frauen in unterschiedlichen Teilen des Landes richten, beabsichtigt die kolumbianische Regierung derzeit Kontrollen für den Wiederverkauf von ätzenden Säuren einzuführen [es]: Unter anderem gilt dies für Schwefelsäure,  Salzsäure, Chlorwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure und Natronlauge als Lösung und in Flockenform.

RCN Radio informierte auf Twitter:

Die Regierung bereitet derzeit einen Erlass zur Regelung des Verkaufs von Säuren vor.

Warum Bloggen die Regierung Äthiopiens bedroht

Die Bloggerin Beza Tesfaye erläutert [en], warum Bloggen die Regierung Äthiopiens bedroht. Zuvor waren neun äthiopische Blogger inhaftiert worden:

Während ich dies hier schreibe, werde ich auf unangenehme Weise daran erinnert, dass die eigene Meinung auszudrücken in Äthiopien bedeuten kann, einen 1. Klasse-Fahrschein direkt ins Gefängnis zu lösen.

Am 25. und 26. April 2014 wurden neun äthiopische Blogger und Journalisten inhaftiert. Während wir am Samstag den internationalen Tag der Pressefreiheit feierten, wurden sie in der berüchtigten zentralen Untersuchungshaftanstalt von Addis Abeba gefangen gehalten. Obwohl offiziell keine Anklage erhoben wurde, wird die Gruppe beschuldigt, “mit Menschenrechtsaktivisten aus dem Ausland zusammengearbeitet zu haben” und “soziale Medien benutzt zu haben, um das Land zu destabilisieren”. Wenn sie unter der kontroversen Antiterrorgesetzgebung Äthiopiens verurteilt werden, dann droht ihnen die Todesstrafe.

Die Inhaftierungen sind als Teil einer verstörenden Entwicklung des Landes zu verstehen. Äthiopien wurde erst kürzlich als einer der repressivsten Orte für Pressefreiheit bewertet.

Global Voices hat zuvor eine öffentliche Erklärung zur Inhaftierung der Blogger verfasst, der sich bereits zahlreiche Organisationen weltweit angeschlossen haben und über dieses Formular [en] weiterhin anschließen können. Wir stellen zudem Möglichkeiten vor, sich an der Kampagne zur Freilassung der Aktivisten zu beteiligen.

#BringBackOurGirls: Erklärung besorgter nigerianischer Blogger

Nigerianische Blogger [en] erheben ihre Stimme zur #BringBackOurGirls-Kampagne:

Wir, die nigerianischen Blogger, die dies hier unterzeichnen, sehen mit großer Besorgnis, dass die unschuldigen Schulmädchen, die am 15. April 2014 in Chibok entführt wurden, weiterhin in Gefangenschaft sind. Wir sind der Ansicht, dass keinerlei sozialer Groll, weder gegenüber der Regierung noch den Menschen in Nigeria, einen derartigen Akt der Gewalt gegen Schulmädchen rechtfertigt. Wir verurteilen daher ganz entschieden die Entführung.

Sie rufen außerdem ihre Regierung dazu auf, ihre Bemühungen zur Freilassung der entführten Schulmädchen durch die Terroristen der Boko Haram auszuweiten:

Wir fordern die Regierung Nigerias außerdem dazu auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun. Selbst wenn das bedeutet, dass internationale Sicherheitsagenturen daran beteiligt werden müssen, um die Mädchen aus den Händen derer zu befreien, die sie zur Zeit gefangen halten und um so bald wie möglich ein Gefühl der Sicherheit für das Land herzustellen. Nächstes Jahr wird es Wahlen geben. Die Bürgerinnen und Bürger möchten sich, egal wo sie sich aufhalten, sicher fühlen. Demokratie gedeiht dann am besten, wenn sich Bürger und Bürgerinnen in der Lage fühlen, ihre täglichen Aufgaben selbständig auszuführen, ohne Angst um ihre Leben und ihren Besitz haben zu müssen.

Video: Zeichnungen eines serbischen Wunderkinds verblüffen die Kunstwelt

Dušan Krtolica ist ein 11-jähriger Künstler aus Belgrad, der die lokale und regionale Welt der Kunst mit seinen ausnehmend detaillierten Filz- und Bleistiftzeichnungen komplexer Tiere, Dinosaurier, Ritter und Menschen im Sturm eroberte.

Die Massenmedien aus Serbien und anderer Länder wurden im Februar 2014 auf Dušan aufmerksam. Aber schon seit mehreren Jahren übt der junge Künstler sein Handwerk aus und hat seine Werke bereits auf drei Ausstellungen ausgestellt. Erfahrene Künstler und Menschen, die ein geübtes Auge dafür haben, Talente zu erkennen, sind verblüfft von dem tiefen Wissen des Kindes über die Anatomie der Tiere, die es zeichnet und sind erstaunt über seine unglaubliche künstlerische Veranlagung. Viele Experten sagen ihm eine lange und erfolgreiche Karriere in der Kunstwelt voraus. Einige gehen sogar davon aus, dass er erfrischenden Wandel in die Szene bringen wird. Dušan muss sich aber noch entscheiden, ob er sich mehr für Kunst oder Zoologie als Karriereoption interessiert.

Dušan läd manchmal Videos über Youtube hoch, auf denen zu sehen ist, wie er seine detailierten Zeichnungen anfertigt und wie sich seine Technik und sein Stil entwickelt.

Indiens Internetstrategie – wo entlang?

Von der neu gewählten Bharatya Janata Partei (BJP) unter der Führung von Narendra Modi [seit den nationalen Parlamentswahlen 2014 Premierminister Indiens] wird erwartet, dass sie Strategien umsetzen und Reformen zur Regulierung einleiten wird, die das Wirtschaftswachstum Indiens vergrößern sollen. Avantika Banerjee vom India Law and Technology Blog [en] geht davon aus, dass es eine starke Korrelation gibt zwischen Wirtschaftswachstum und dem Zugang zu Internet beziehungsweise der Internetfreiheit und dass das erwartete Wachstum von der politischen Ausrichtung und der Regulierung abhängen wird, die die BJP bezüglich der Internetstrategie durchsetzen wird.

Bibliotheken in Lima

Silvana Aquino schreibt [es] auf der Webseite Infotecarios über den Beginn des Projekts Literarische Karte von Lima. Sie beschreibt die Initiative:

Vor einigen Wochen wurde die Literarische Karte der Innenstadt von Lima [es] vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Projekt, dass von den Wissenschaftlern Kristel Best und Renzo Farje entwickelt und durch das Peruanische Literaturhaus  gefördert wurde. Es soll literarische und kulturelle Spuren in der Innenstadt von Lima aufnehmen und symbolhafte Orte (vergangene und derzeitige) seit den 1930er Jahren bis heute erfassen.

Die Bibliothekarin Silvana, die sich für das Verzeichnen der Bibliotheken auf der Karte interessierte, hat elf von ihnen entdeckt und fügt hinzu:

All diese Bibliotheken, abgesehen von ihrer strategischen Lage, ihrer Architektur, ihrer wertvollen Sammlungen, der Dienstleistungen und kultureller Aktivitäten, die sie bieten, geben uns die Möglichkeit, tiefer in die literarische und kulturelle Welt vorzudringen - der Vergangenheit und der Gegenwart – die Teil der Stadt ist. Bei einem nächsten Besuch der historischen Altstadt, sollte man nicht die Gelegenheit verpassen, #biblioturismo [Bibliothekstourismus] zu betreiben.

Dieser Beitrag ist Teil der ersten [es] Ausgabe der neuen Reihe #LunesDeBlogsGV [Blogmontage] der spanischsprachigen Seite von Global Voices am 5. Mai 2014.

Video “Gleich, aber anders”: Kinder mit Behinderungen erzählen von sich

Acht Kinder aus Großbritannien, die Behinderungen und Erkrankungen haben, erzählen ihre Geschichten in der preisgekrönten Dokumentation Gleich, aber anders [en] von David Barnes [en]. Es ist eine Reihe von kurzen Protraits der Kinder, die ihr Leben schildern und über ihre Stärken und Schwächen sprechen.

Halkhata: Die bengalische Tradition der neuen Rechnungsbücher

Die jahrhundertealten bengalischen Neujahrsfeiern [en], die sich nach dem bengalischen Sonnenkalender richten, beinhalten auch die bedeutsame Tradition, mit dem Halkhata [en] ein neues Rechnungsbuch für das Geschäftsjahr zu beginnen. Der Blog Amader Kotha [en] erläutert, was ein Halkhata ist. Es handelt sich dabei um ein Rechnungsbuch mit rotem Umschlag, das einen Neubeginn markiert und alle Festivitäten, Rituale, Hoffnungen und Unsicherheiten, die damit verbunden sind.

Khadija, eine Motorradmechanikerin durchbricht Grenzen in Bangladesch

Der BRAC Blog [en] stellt Mädchen aus Bangladesch vor, die einem lukrativen und für Frauen ebenso unkonventionellen Gewerbe nachgehen. Khadija zum Beispiel musste die Schule verlassen, bevor sie die fünfte Klasse beenden konnte, um zum Unterhalt ihrer Familie beizutragen. Das ist nicht verwunderlich angesichts der Tatsache, dass nur 55 Prozent aller Kinder in Bangladesch ihre Grundschulbildung abschließen.

Aber jetzt kann Khadija, die niemals zuvor ein Motorrad gefahren hat, eines reparieren, genauso gut wie ihre männlichen Kollegen.

Animiert dieses sexistische und brutale Video dazu, zu wählen?

https://www.youtube.com/watch?v=gT4lhERDZ8s

Die dänische Regierung hat offiziell einen brutalen und pornografischen Zeichentrickfilm [Vorsicht: Grausame Bilder] zurückgezogen, der erstellt worden war, um junge Menschen zur Teilnahme an den Wahlen zum Europaparlament diesen Monat zu ermutigen. Das Video mit der Figur “Voteman” [Wahlmann] verbreitete sich rasend schnell und wurde diese Woche vom Sprecher des dänischen Parlaments, Mogens Lykketoft, verteidigt, da es “ziemlich harmlos” sei und humoristisch. Jetzt räumt er ein, sie hätten die Idee mit mehr Umsicht prüfen müssen [da]. Das Video wird weiterhin vielfach geteilt und im Internet diskutiert. Kritiker bestehen aber darauf, dass es angemessenere Wege gibt, junge Wählerinnen und Wähler für Europapolitik zu interessieren, als mit Bildern von Enthauptungen und Gruppensex.

Berlin: Kampagne gegen Ausweisung von Simran Sodhi

Banner der Facebookseite des Filmprojekts "With Wings And Roots"

Banner der Facebookseite des Filmprojekts “With Wings And Roots”: “Unser Teammitglied Simran Sodhi muss bleiben. Hier die Petition unterzeichnen!” Verwendung des Fotos genehmigt.

Über die Petitionsplattform Change.org sammelt das Filmprojekt “With Wings And Roots” für eines ihrer Teammitglied Unterschriften: Die 27-jährige Simran Sodhi ist indische Staatsbürgerin, kam 2008 nach Deutschland, spricht fließend mehrere Sprachen, unter anderem deutsch, absolvierte in Berlin einen Master in Ethnologie und unterstützte als Integrationslotsin Migrantinnen und Migranten.

Jetzt wurde sie aufgefordert, bis zum 31. Mai Deutschland zu verlassen, da sie als Akademikerin für ihre Arbeit “überqualifiziert sei, sie zu wenig verdiene und darüber hinaus kein ‘öffentliches Interesse’ an ihrer Weiterbeschäftigung bestehe”, so zitiert die Petition die Berliner Ausländerbehörde.

Arbeitskolleginnen und Kollegen, Freunde und Freundinnen sind fassunglos:

Dass Simran nun aus diesem Grund Deutschland verlassen soll, ist unserer Ansicht nach absurd. Wir sind überzeugt, dass ein großes öffentliches Interesse an Simrans Arbeit als Integrationslotsin besteht und dass ihr Weggang eine große Lücke in der Berliner Zivilgesellschaft hinterlassen würde.

Die Petition gewinnt innerhalb von drei Tagen über 20.000 Unterschriften und es werden ständig mehr. Simran Sodhi hofft, dass die Ausländerbehörde die Ausreisaufforderung zurücknimmt, denn sie will bleiben.

Auf Twitter fragt Ayca Tolun:

Mauretanien: Sicherheitskräfte lösen Protestmarsch von Schwarzafrikanern auf

Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders gekennzeichnet, zu arabischsprachigen Webseiten.

Einsatzkräfte der mauretanischen Gendamerie und Polizei lösten am Sonntagabend des 4. Mai 2014 eine öffentliche Massenversammlung in der Hauptstadt Nouakchott auf, die einen Protestmarsch einer Gruppe von schwarzafrikanischen Mauretaniern empfing. Diese waren bei den brutalen Übergriffen [en] zwischen 1989 und 1991 in den Senegal vertrieben worden und kehrten jetzt wieder zurück.

Die heimkehrenden Schwarzafrikaner waren vor Tagen von der Stadt Bogué im Süden Mauretaniens aufgebrochen. Sie legten in einem Protestmarsch 400 Kilometer zu Fuß zurück, um Nouakchott zu erreichen.

Diese Bürger fordern, dass ihnen ihre mauretanische Staatsbürgerschaft schriftlich anerkannt wird, einige von ihnen in einer Behörde beschäftigt werden, die sich mit ihren Angelegenheiten befasst und ihre Jugend in das wirtschaftliche Leben integriert wird. Der mauretanische Journalist Hanevy Dahah kritisierte die Auflösung der Demonstration und hält diesen Polizeieinsatz für durch und durch rassistisch:

Eine friedliche Demonstration wird verhindert, die Mauretanier organisiert haben, um ihre Rechte einzufordern. Denn keiner macht mehr darauf aufmerksam… Mit Herzen aus Stahl schlagen die Einsatzkräfte der Polizei auf die Alten ein. Sie bewerfen die von dem zehntägigen Fußmarsch und der tagelangen Belagerungen vor der Stadt geschwächten Körper mit Tränengas. Diese Tat kann als rassistisch beschrieben werden und der, der sie ausführt als “General Dummkopf”. Ich bekunde Solidarität mit dem Protestmarsch von Bogué!

Togo: Nachtrag zu den Machern des 3D-Druckers aus Elektroschrott

2013 wurde das Projekt für den “3D-Drucker aus Elektroschrott” der Entwickler des Woe Lab in Togo vorgestellt. Der Blog “My Africa” zeichnet die Entwicklung des Projects von Woe Lab nach und berichtet darüber, was sich die Erfinder des Druckers für die Zukunft erhoffen [en]: 

Das Woe Lab-Team hat Konferenzen organisiert, an dem Individuen aus dem Bereich der Medizin in Afrika teilnahmen. Dadurch sollte ein besseres Verständnis geschaffen werden von dem, was ein Gerät wie der 3D-Drucker für den lokalen Gesundheitssektor und darüber hinaus bedeuten kann. Die Vision des Teams von Woe Lab ist es, Internetcafés, die in Lomé viel genutzt werden, mit 3D-Druckern auszustatten.

Ägypten, Palästina, China, Indien, Bangladesch und die Ukraine siegen bei den Bobs 2014

Die Gewinner der Bobs 2014 der Deutschen Welle sind jetzt bekannt gemacht worden. Eine internationale Jury wählte Online-Projekte aus Ägypten, Palästina, China, Indien, Bangladesch und der Ukraine zu den Gewinnern.

Projekte in 14 Sprachen haben um die Titel Best Blog, Best Social Activism, Most Creative & Original und Best Innovation konkurriert sowie die zusätzlichen Auszeichnungen in den Kategorien People's Choice, Global Media Forum Award und dem Preis der Reporter ohne Grenzen.

Die Bobs feiern dieses Jahr ihren zehnten Geburtstag. 2005 wurde Global Voices von der Jury zum besten Webblog auf Englisch ausgezeichnet.