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· November, 2014

Artikel vom Kurzmeldungen vom November, 2014

Der Kampf gegen Mangelernährung in Ruanda mithilfe von Musik

Ruandas bekannteste Musiker King James, Miss Jojo, Riderman, Tom Close und Urban Boyz haben sich mit einem auf Youtube veröffentlichten Musikvideo dem Kampf gegen die Mangelernährung in Ruanda angeschlossen. Das Video ist auch mit Swahili Untertiteln verfügbar.

Extreme Kälte in Perus Amazonasgebiet: Folgen des Klimawandels

Imagen en flickr del usuario @Christianhold (CC BY 2.0).

Bild bei Flickr von Nutzer @Christianhold (CC BY 2.0).

Der peruanische Journalist und Schriftstelller Paco Bardales, äußert sich mit einigen seiner Kollegen über die Kältewellen, auch Friajes genannt, die in letzter Zeit das sonst heiße Iquitos heimsuchen. Diese Wetterphänomene, die in der Kindheit der Gruppenmitglieder nur sporadisch auftraten, treten heutzutage immer häufiger auf und dauern dazu auch länger an, sodass beim Nationalinstitut für Meteorologie und Hydrologie (auf Spanisch Senahmi genannt) beschlossen wurde, für Städte in den peruanischen Amazonasgebieten Unwetterwarnungen bei Kältewellen auszugeben. Während einer Diskussion kommt man in der Gruppe zu dem Schluss, dass dieses frostige Wetter durch den Klimawandel hervorgerufen wird. Doch ist das wirklich so? In der Tat gibt es keinen Zweifel mehr daran. Die Menschheit hat zum Klimawandel beigetragen, und auch wenn die Bewohner der Anden und des Amazonasgebiets nicht dafür verantwortlich sind, leiden sie unter dessen Folgen, wie beispielweise Überschwemmungen, Krankheiten und andere Veränderungen, die sich negativ auf Gesundheit und Umwelt auswirken.

El impacto de la contaminación y los daños al ambiente sin duda han ido afectando las temperaturas. El Perú es considerado como uno de los países más vulnerables ante los impactos del cambio climático. Según estimaciones del MEF, los posibles daños económicos causados por este aspecto podrían llegar hasta los diez mil millones de dólares de aquí al año 2025.

Zweifellos haben sich Kontaminierungen und Umweltzerstörungen auf die Temperaturen ausgewirkt. Peru wird als eines der Länder angesehen, die durch den Klimawandel am stärksten gefährdet sind. Gemäß den Schätzungen des Wirtschaftsministeriums könnte der Klimawandel im Zeitraum von heute bis zum Jahr 2025 einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar anrichten.

Nationale und internationale Organisationen bemühen sich darum, über das Thema zu informieren und Bewusstsein dafür zu schaffen. Eine der wichtigsten Maßnahmen hierfür sind Workshops über die Vertragsstaatenkonferenz (COP 20) der Klimarahmenkonvention. Und wie Paco sagt:

La preocupación resulta importante, pues, al fin y al cabo, la Amazonía será fundamental en la mitigación del cambio climático. Ojalá no sea tarde para nosotros mismos.

Die Sorge ist wichtig, denn im Endeffekt trägt das Amazonasgebiet wesentlich zur Bremsung des Klimawandels bei. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät für uns.

Deine Stimme zählt, schweig nicht!

Die spanischsprachige Bloggergemeinschaft Mujeres Construyendo (Aufbauende Frauen) versucht uns mit einer Botschaft zu sensibilisieren, die vor allem an Frauen gerichtet ist. Die Ungleichheit zwischen Frau und Mann ist eine Tatsache, die auch das Zentrum für Wirtschaftsforschung von Mexiko bestätigt und aus dessen Bericht wir erfahren, dass Frauen im Hinblick auf ihr Gehalt um 22 Prozent dem Gehalt von Männern gegenüber unterlegen sind. Doch dies ist nur eines der Probleme, mit denen sie sich in ihren Leben konfrontiert sehen.

In der kurzen Videoanimation, die sie auf Twitter teilen, sehen wir zwei Mädchen, die sich unterhalten. Ein Mädchen redet dem anderen ins Bewusstsein, wie wichtig ihre Worte seien und dass sie genauso soviel zählten, wie die der anderen. Am Ende des Videos werden uns eine Reihe von Botschaften von bedeutender Wichtigkeit eingeblendet:

Tu voz te da poder, te hace visible y presente. Tienes derecho a expresarte y a decir lo que piensas y sientes. El silencio es tu decisión, nadie te lo puede imponer.

Deine Stimme verleiht dir Macht, sie macht dich sichtbar und präsent. Du hast das Recht dazu, deine Meinung zu äußern und auszusprechen, was du denkst und fühlst. Das Schweigen ist deine Entscheidung, niemand kann es dir auferlegen.

Mit dieser deutlichen Botschaft fordert das Team von Mujeres Construyendo etwas, was im 21. Jahrhundert offensichtlich erscheint: Die Gleichstellung der Geschlechter.

Folge Mujeres Construyendo auf Twitter.

 Der Post gehört zum 26. Montagsblog auf Spanisch #LunesDeBlogsGV vom 27. Oktober 2014.

Guinea: Viele Krankenhäuser schließen aufgrund des Ebola-Virus

Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders ersichtlich, zu französischsprachigen Webseiten.

Conakry General Hospital via Koaci used with permission.

Das Krankenhaus in Conakry (CC BY-SA 3.0)

Das medizinische Personal in Guinea ist seit dem 17.September zunehmend verängstigt, nachdem 28 Mitarbeiter an Ebola gestorben und 50 weitere sich mit dem Virus angesteckt haben. Die Situation wird zudem durch die fehlende Schutzkleidung verschärft. Medizinische Handschuhe werden in Guinea schon auf dem Schwarzmarkt gehandelt. 

Amadou Tham Camara beschreibt auf Guinea News  die Atmosphäre unter den medizinischen Mitarbeitern wie folgt:

Déjà traumatisé par la mort de six collègues au mois d’avril dernier, le  personnel soignant de l’hôpital sino guinéen de Kipé est dorénavant dans une sinécure paranoïaque : les médecins refusent de soigner. Et tous les jours, ils maudissent le17 mars, ce jour où ils ont reçu ce patient venu de Dabola qui a contaminé neuf de leurs collègues. 

Dans les autres grands hôpitaux nationaux de Conakry, des services entiers ne sont plus ouverts à cause des nouveaux cas d’Ebola détectés. Ainsi, depuis deux semaines, le service de réanimation de l’hôpital Ignace Deen est fermé. Le service gynécologique du même hôpital est barricadé  pour les mêmes raisons. De même la maternité de l’hôpital Donka, la plus grande du pays, ne fonctionne plus. 

Dans ce pandémonium, le paludisme qui reste le premier problème de santé publique en Guinée, avec plus de 30% des consultations, et la première cause de décès en milieu hospitalier(14%), selon l’OMS, a encore de beaux jours pour améliorer ses chiffres macabres. Tout ceci, à cause du silence feutré provoqué par le tintamarre assourdissant  autour d’Ebola.

Bereits traumatisiert durch den Tod von sechs Kollegen im April wird das Pflegepersonal des Chinesisch-Guineischen Friendship Hospitals in Kipé nun von einem tiefen Misstrauen gegen die Ärzte geplagt, da diese sich weigern Patienten zu behandeln. Sie verfluchen den 17. März, jenen Tag, an dem sie einen Patienten aus Dabola behandelten, der neun ihrer Kollegen infizierte.
Ganze Abteilungen in anderen Krankenhäusern in Conakry wurden geschlossen, nachdem neue Fälle von Ebola bekannt wurden. Auch die Intensivstation des Ignac Deen Hospitals ist seit zwei Wochen geschlossen und die gynäkologische Station des Krankenhauses ist zur Zeit barrikadiert. Die Donka Entbindungsklinik, die größte des Landes, ist schon seit einiger Zeit nicht mehr in Betrieb. 
Dennoch bleibt Malaria Guineas größtes Gesundheitsproblem, das laut Weltgesundheitsorganisation über 30 Prozent aller Arztbesuche ausmacht, und der Hauptgrund für Sterbefälle in Krankenhäusern ist. Aufgrund der Lahmlegung des Gesundheitssystems durch Ebola lässt sich prognostizieren, dass diese Statistiken sich noch weiter verschlechtern. Eine Totenstille – ausgelöst durch die Panik vor Ebola. 

Murmelspiel, um Tod von obdachlosen Menschen zu verhindern

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Foto vom Facebookprofil von El Caracol

In Mexiko naht der Tag der Toten und es gibt, wie jedes Jahr, den Anstoß für das Spiel #ChirasPelasCalacasFlacas. Dabei handelt es sich um ein Spiel, bei dem man mit Murmeln spielt und es ist eine Initiative der Organisation El Caracol (die Schnecke), die die Risiken reduzieren will, welche zum Tod von Menschen ohne Obdach führt.

Die obdachlose Bevölkerung Mexikos ist von Diskriminierung betroffen, die vor allem von der Verweigerung der medizinischen Versorgung herrührt, wie im Fall von Susana, die aufgrund von Komplikationen während der Wehen starb. Luis Enrique Hernández berichtet, dass “ihr medizinische Hilfe am Women's Hospital und  dem Krankenhaus Gregorio Salas verwehrt wurde. Sie starb um vier Uhr morgens, draußen vor dem Krankenhaus-“

Aktivisten der Kampagne Chiras Pelas Calacas Flacas besuchen eine Gruppe Obdachloser in Mexico Stadt, um über die tödlichen Risiken und wie man sie verhindern kann zu sprechen. Sie berichten auch über den Tod von Menschen, an die sie sich vielleicht erinnern und schreiben Nachrufe für sie, um sie auf Kirchenaltäre zu legen. Im Jahre 2009 wurde die Kampagne bei den UNICEF Awards 2009 geehrt für Innovation und Kreativität zur Förderung des Rechtes auf Leben in Verbindung mit mexikanischen Traditionen.

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Murmelspiel, Datenregistrierung und Reflektion über Todesrisiken. Foto vom Facebookprofil von El Caracol.

Die Organisation lädt jeden dazu ein, bei der Kampagne mitzumachen. Man kann den Nachruf auf downloaden. Drucke ihn mit einigen der Namen aus und bringe ihn zur nächstgelegensten Gedenkstätte. Sende uns ein Foto mit dem Hashtag #GritaMuerteCero (Ruf Tod Null).

VIDEO: Internationaler Tag zur Beendung der Straffreiheit für Verbrechen gegen Journalisten

Die Aljazeera-Abteilung für öffentliche Freiheiten und Menschenrechte produzierte in Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Organisationen ein Video über die Kampagne zur Beendigung der Straffreiheit für Verbrechen gegen Journalisten:


Das Video unterstützt die UN-Resolution über die “Sicherheit von Journalisten und die Frage der Straffreiheit”:

The United Nations General Assembly adopted Resolution A/RES/68/163 at its 68th session in 2013 which proclaimed 2 November as the ‘International Day to End Impunity for Crimes against Journalists’. The Resolution urged Member States to implement definite measures countering the present culture of impunity. The date was chosen in commemoration of the assassination of two French journalists in Mali on 2 November 2013.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete Resolution A/RES/68/163 in ihrer 68. Sitzung im Jahr 2013, welche den 2. November als den “Internationalen Tag zur Beendigung der Straffreiheit für Verbrechen gegen Journalisten” ausrief. Die Resolution forderte Mitgliedstaaten auf, konkrete Maßnahmen gegen die gegenwärtige Kultur der Straflosigkeit umzusetzen. Der Termin war im Gedenken an die Ermordung von zwei französischen Journalisten in Mali am 2. November 2013 gewählt worden.