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· März, 2015

Artikel vom Kurzmeldungen vom März, 2015

Dringender Aufruf zu aktivem Klimaschutz nach Verwüstung der Inselgruppe Vanuatu durch Zyklon Pam

Hier angegebene externe Links führen zu englischsprachigen Seiten.

Nach den verheerenden Schäden, die Pam, ein Wirbelsturm der Kategorie 5, auf dem pazifischen Inselstaat Vanuatu zurückgelassen hat, sieht John Englart (aka @Takvera) Zusammenhänge mit dem Klimawandel:

Vanuatu has suffered its worst disaster on record with the impact of Category 5 Tropical Cyclone Pam, with the President of Vanuatu blaming climate change for extreme weather (Guardian 16Mar2015).

…Cyclone Pam and the devastation of Vanuatu and other Pacific nations is one more step on the road to a climate agreement in Paris in December 2015.

Mit den Zerstörungen, die der Wirbelsturm Pam angerichtet hat, ein Zyklon der Kategorie 5, hat Vanuatu die schlimmste Katastrophe erlebt, die jemals registriert wurde. Der Präsident von Vanuatu sieht die Ursache für dieses extreme Unwetter im Klimawandel (Guardian, 16. März 2015).

…der Zyklon Pam und seine Verwüstung von Vanuatu und anderen pazifischen Staaten ist eine weitere Etappe auf dem Weg zu Klimavereinbarungen in Paris, die im Dezember 2015 stattfinden werden.

John spekuliert auch über Australiens Beitrag an Hilfeleistungen und dessen Rolle beim UN Klimagipfel COP21, der später in diesem Jahr in Paris stattfinden wird.

Sein Post enthält Links zu diversen Organisationen, an die zur Unterstützung der Katastrophenhilfe für Vanuatu gespendet werden kann .

Deutschland: Gleichberechtigung im Jahr 2015

In sozialen Netzwerken empören sich Frauen über Erklärvideos einer Versicherung, in denen die Rolle der Frau wohl eher den 1950er-Jahren entspricht, als dem Jahr 2015. Birte Vogel schreibt in ihrem Blog Thea – Frauen in Sprache, Medien und Gesellschaft:

Die Rolle der Frau in den Augen der Alten Leipziger ist die der passiven Mutter und Tochter, des Mädchens, das selbst nicht Skateboard fährt, sondern den Jungen anhimmelt und ihn fotografiert, der gut situierten Ehefrau, die keinen Job hat und deshalb den lieben langen Tag am Gartenzaun stehen und tratschen kann, die keine Ahnung hat von Versicherungen, die sich gerne vom altväterlichen Gatten aufklären und belehren lässt und aus Sorge vor einer Scheidung gleich zurück an den Herd rennt, um dem Herrn etwas zu kochen. Eine Frau, die vollkommen abhängig ist vom Mann – wenn der sich scheiden lässt, bleibt ihr gar nichts mehr. Ganz klar: 50er Jahre.

Sigi Lieb twittert unter dem Hashtag #aufgewacht:

#aufgewacht im Jahr 2015. Selten dummes Werbevideo stellt Frauen als dümmlich dienend und passiv dar: http://t.co/9xAjhi6P8t

— Sigi Lieb (@gespraechswert) March 15, 2015

Google Art Project zeigt ab jetzt Streetart aus der Ukraine

Street-art des ukrainischen Kollektivs Dobrye Ludi. Foto von respublicafest.com.

Streetart des ukrainischen Kollektivs Dobrye Ludi. Foto von respublicafest.com.

Ukrainische Graffitis und Streetart, bis dato allein Einheimischen und in den Straßen ukrainischer Städte flanierenden Touristen vorbehalten, ist jetzt auch für Internetnutzer aus der ganzen Welt zugänglich. Google Art Project, eine umfangreiche Online-Sammlung von Kunstwerken unterschiedlichster Genres und Epochen, kuratiert vom Google Cultural Institute, zeigt ab jetzt eine Sammlung ukrainischer Streetart.

Art by M-97.

Art by M-97.

Streetart war zum ersten Mal im Juni 2014 bei Google Art Project zu sehen, heute zeigt die Webseite mehr als 10.000 hochauflösende Streetart-Werke von 86 Künstlerkollektiven aus 34 Ländern. Die neu hinzugefügten Ukrainischen Werke stammen von Teilnehmern des “Respublica“, einem internationalen Streetart-Festival, und steuern zu einer umfangreichen Sammlung von Bildern bei, die bei dem Versuch, Graffiti und Wandmalereien vor ihrem Verschwinden zu archivieren, festgehalten wurden.

Стріт-арт перетворює вулиці міст у відкриті галереї. На жаль, ця форма мистецтва є дуже ефемерною – вона може існувати сьогодні, а вже завтра зникне назавжди. За допомогою Google Art Project ми намагаємось зберегти вуличні шедеври та зробити їх доступними для всіх.

Streetart verwandelt Straßen in offene Galerien. Leider ist diese Art von Kunst eher kurzlebig – was heute noch ist, kann schon morgen für immer verschwunden sein. Mit dem Google Art Project versuchen wir, die Meisterwerke von der Straße zu erhalten und sie allen zugänglich zu machen.

Art by Kislow.

Kunst von Kislow.

Mehr als 200 Akademiker unterzeichnen Erklärung zur Unterstützung eines Anti-Junta Professors in Thailand

Somsak Jeamteerasakul. Photo from Prachatai website.

Somsak Jeamteerasakul. Das Foto stammt von der Prachatai Website.

Mehr als 200 Akademiker aus aller Welt unterzeichneten eine Erklärung, in dem sie dem Historiker und Professor-Kollegen Dr. Somsak Jeamteerasakul ihre Unterstützung zusichern. Dieser wurde vor kurzem von der Thammasat Universität entlassen. Der thailändische Wissenschaftler, der seit über zwei Jahrzehnten unterrichtet hatte, ist ein Kritiker des Junta Regimes, das im Mai 2014 die Macht ergriffen hat.

Das Dokument rief die Thammasat Universität und weitere Institutionen höherer Bildung eindringlich auf, die akademische Freiheit und die der Meinungsäußerung aufrecht zu erhalten:

To think differently is not a crime. If one cannot do so within the walls of the university, spaces of learning and the pursuit of truth, then the space to do so outside those walls will dwindle as well.

Anders zu denken ist kein Verbrechen. Wenn dies in den Räumen einer Universität oder anderen Instituten der Bildung und Wahrheitsfindung nicht mehr möglich ist, dann wird auch der Freiraum außerhalb dieser Räume schwinden.