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· Juni, 2014

Artikel vom Kurzmeldungen vom Juni, 2014

Student postet Abschiedsbrief auf Facebook: Freunde scheitern, ihn zu retten

Alle Links führen, soweit nicht anders gekennzeichnet, zu englischsprachigen Webseiten. 

Selbstmord ist ein langfristiges und soziales Problem in Bangladesch. 2,06 Prozent der jährlich weltweit gemeldeten, durch Selbstmord verursachten, Todesfälle sind dem Konto der Bengalen zuzuschreiben. 

Mahbub Shaheen, ein Student an der Dhaka University, postete einen Abschiedsbrief am 2. Juni 2014 um 19:08 Uhr auf Facebook. Er schrieb:

I am lying on Rail Line. The Train is coming. And I am going to kick out bloody myself, the useless eater.

Once I've posted a comment “I should leave” then after I posted “I have to leave”. Some of you asked me- “From where & where will you go?”

I don't know where I am going. But I am leaving. Leaving useless myself forever.

Good bye, good bye forever.

Ich liege auf einer Eisenbahnstrecke. Der Zug kommt. Ich schmeiße mein nutzloses Leben blutig hin. 

Ich habe einmal gepostet, ‚Ich sollte gehen’ und danach ‚Ich muss gehen.’ Einige von euch haben mich gefragt: ‚Von wo und wohin wirst du gehen?’

Ich weiß nicht wohin. Aber ich gehe. Ich verabschiede mich für immer von meinem nutzlosen Dasein.

Leb wohl.

Aus den Facebook-Kommentaren zum Beitrag erkennt man, dass Shaheens Freunde versucht haben, ihn zu orten. Er sollte bis zum Abend mit dem Zug in der Hauptstadt Dhaka ankommen. Weil er auf seinem Handy unerreichbar war, versuchten seine Freunde die Polizei und Shaheens Familie zu informieren, aber wussten nicht wie. Ein paar Stunden später bestätigte jemand, dass seine Leiche in der Nähe des Kamalapur Bahnhofs in Dhaka gefunden wurde. 

Dieser Fall zeigt, wie dringend Bangladesch eine effektive Selbstmord-Hotline benötigt, um schnell reagieren und Menschen wie Shaheen retten zu können. 

Die häufigste Ursache für Selbstmord sind unbehandelte Depressionen. Depression ist therapierbar und Selbstmord kann vorgebeugt werden. Von vertraulichen Hotlines kann man sich Hilfe holen. Diese Hotlines richten sich an Menschen, die sich in einer emotionalen Krise befinden oder Selbstmordgedanken haben. Deutschsprachige Selbstmord-Hotlines sind auf der Webseite von Freunde fürs Leben [de] zu finden.

Diese Übersetzung wurde von Danielle Maybee im Rahmen ihres Studiums am FTSK Germersheim für das Projekt „Global Voices“ angefertigt.

Polizei der Westukraine nutzt Facebook um ihre Verantwortlichkeit zu stärken

Laut eines Berichts [uk] des Radios Freies Europa RFE/RL wurden die Leiter der Polizeidienststellen aller Bezirke in der Stadt Lwiw [auf Deutsch Lemberg] in der Westukraine angewiesen, Facebookprofile einzurichten. Seit dem 25. Juni 2014 können sie alle durch die sozialen Netzwerke gefunden und kontaktiert werden. Der Leiter der Regionalvertretung des Innenministeriums geht davon aus, dass dadurch umgehend [uk] Gesetze in Kraft treten, die die Berichterstattung der Beamten verbessern.

Das Vertrauen der Öffentlichkeit hinsichtlich der Institutionen, die für die Durchsetzung von Gesetzen in der Ukraine zuständig sind, hat während der jüngsten Unruhen, die als #Euromaidan [en] bekannt geworden sind, ein Rekordtief erreicht. Nach einem daraus erfolgten Regierungswechsel, hat der neue Innenminister Arsen Avakov die Praxis der Berichterstattung an die Öffentlichkeit mittels Facebookprofile [ru] eingeführt, die von einer großen Mehrheit positiv aufgenommen wurde.

Elfenbeinküste: Geld für die Fußballer, Krankenhäuser gehen leer aus

Präsident Alassane Ouattara hatte den Fußballern der ivorischen Nationalmannschaft im Falle eines Sieges gegen Griechenland bei der aktuellen Fußball-WM eine Verdoppelung ihrer Prämie versprochen. Dies hat kontroverse Reaktionen in der Elfenbeinküste hervorgerufen. Der Journalist Suy Kahofi aus der Stadt Abidjan präsentiert auf dem Blog mondial2014.mondoblog.org einige der Reaktionen und schreibt in der Einleitung [fr]:

Dans le contexte social de la Côte d’Ivoire, la promesse du Président est presque une insulte. Offrir une centaine de millions pour un seul match pendant que les Ivoiriens souffrent au quotidien, voilà ce qui dérange. Dans ce pays, des personnes ont perdu la vie simplement parce que les Centres Hospitaliers Urbains (CHU) n’étaient pas dotés de médicaments. Des mères de familles, bébés en main attendent les pieds dans l’eau l’aide du Gouvernement pour fuir les zones inondée.
Que dire des populations des quartiers précaires à qui l’on propose 150.000 f de prime de logement ? Imaginez-vous ce que pourrait réaliser 50 millions pour ces personnes ? On a de l’argent pour des hommes déjà riches mais rien pour ceux qui vivent dans la misère au quotidien.

Im sozialen Kontext der Elfenbeinküste ist das Versprechen des Präsidenten schon beinahe eine Beleidigung. 100 Millionen [CFA-Franc] für ein einziges Spiel zu bieten, während die ivorische Bevölkerung tagtäglich leidet, das ist es, was die Ivorer stört. In diesem Land sind schon Menschen gestorben, einfach nur weil die städtischen Gesundheitszentren (CHU) nicht mit ausreichend Medikamenten ausgestattet sind. Mütter warten mit ihren Babies auf dem Arm und mit den Füßen im Wasser auf Hilfe von der Regierung, um aus den überschwemmten Gebieten fliehen zu können. Wie soll man das den Menschen erklären, die in prekären Wohnverhältnissen leben und denen man 150.000 Franc Wohngeld anbietet? Man stelle sich nur einmal vor, wie man ihnen mit 50 Millionen helfen könnte? Man hat Geld für die Menschen, die bereits reich sind, aber kein Geld für diejenigen, die in ständiger Armut leben.

Aufzeichnung der 567 Ebola-Fälle in Guinea, Liberia und Sierra Leone

Ebola Hemorrhagic Fever Outbreak in Guinea, Liberia, and Sierra Leone as of June 18 2014 via CDC - Public Domain

Ausbrüche von Ebolafieber in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Stand: 18. Juni 2014 via CDC – Öffentliche Domain

Am 16. Juni meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 49 neue Fälle von Ebola [en], darunter 12 tödliche. Bart Janssens, Einsatzleiter der internationalen Nichtregierungsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Medecins Sans Frontieres oder MSF) sagte in einer Erklärung [en]:

The epidemic is out of control, with the appearance of new sites in Guinea, Sierra Leone and Liberia, there is a real risk of it spreading to other areas. Ebola is no longer a public health issue limited to Guinea: it is affecting the whole of West Africa.  

Die Epidemie ist außer Kontrolle. Mit dem Auftauchen neuer Herde in Guinea, Sierra Leone und Liberia ist das Risiko einer Ausbreitung auf andere Gebiete heute real. Ebola ist nicht länger ein auf Guinea beschränktes Gesundheitsproblem. Es betrifft ganz Westafrika.

Seit dem Ausbruch im Februar 2014 wurden 567 Fälle registriert, darunter 398 bestätigte Fälle in Guinea, 97 in Sierra Leone und 33 in Liberia. Für den Virus gibt es keine spezifische Behandlung. Die Erkrankung verläuft in vielen Fällen tödlich.

Fußball-WM aus weiblicher Perspektive

Auf der Website der Frauenzeitschrift OhLaLá! [es] zählt die argentinische Kolumnistin Dalia Gutmann die Spieler auf, die ihr einmal gefallen haben. Angefangen bei der WM 1990 in Italien bis zum heutigen Tag. Nachdem sie ihren Lieblingsspieler aus jeder einzelnen Fußballetappe genannt hat, gesteht sie uns zum Abschluss:

Como notarán, la única razón por la que puedo registrar a un jugador es si está fuerte o si sale con alguna “famosa”. Es que de fútbol no sé NADA. Lo único que sé es que durante este mes las prioridades de los hombres cambian y la mayoría deja de registrarnos. Ninguno nos da pelota, así que no nos queda otra que babosearnos con estos muchachitos que corren detrás de una ídem (aunque a la mayoría -aceptémoslo- ¡¡¡ya le llevemos como una década!!!)

Wie Sie sicher bemerken, werde ich nur auf einen Spieler aufmerksam, wenn er gut gebaut ist oder er mit irgendeiner “Berühmtheit” ausgeht. Denn von Fußball hab ich KEINE Ahnung. Ich weiss nur, dass sich die Prioriäten der Männer während dieses Monats ändern werden und uns die Mehrheit keine Aufmerksamkeit mehr schenken wird.
Da uns also niemand mehr den Ball zuspielt, bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Aufmerksamkeit diesen Jungs zu widmen, die so einem Ding hinterherrennen. (Obwohl die Mehrheit – akzeptieren wir es einfach – mindestens ein Jahrzehnt jünger ist als wir!!!)

Kamerun: Langsame Internetverbindungen behindern Online-Berichterstattung

In einem Interview [en] mit dem Online-Magazin Tiptop Stars, bewertet Adeline Sede-Kamga, Herausgeberin der Zeitschrift FabAfrique [en] und Organisatorin der letzten Videochatkonferenz kamerunischer Blogger, den Stand der Online-Berichterstattung in Kamerun:

I think a lot of people are getting their voices heard online these days. Although there are a few stronger voices out there, some amazing ones have disappeared into thin air. Slow Internet connectivity, is undoubtedly the number one killer of online reporting in Cameroon. We have heard through some unconfirmed source that there would be an introduction of cheaper and faster internet connection in 2015. We hope this project materializes sooner than later. Many companies are looking at shifting or splitting advertising budget to incorporate online platforms as well. That is good news for us. But until this happens, the companies cannot get effective value for money. Also, those in the entertainment world are craving for a better platform to promote themselves. Online reporters are ready to support them but again, Internet connection is the issue. If this is fixed, we can do quite much in promoting not only our country, but the people taking Cameroon to the world stage.

Ich denke, eine Menge Leute können ihrer Stimme heutzutage online Gehör verleihen. Obwohl es ein paar stärkere Stimmen gibt, haben sich einige andere großartige Stimmen in Luft aufgelöst. Langsame Internetverbindungen sind zweifelsohne der Hauptgrund für eine eingeschränkte Online-Berichterstattung in Kamerun. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es ab dem Jahr 2015 eine günstigere und schnellere Internetverbindung geben. Wir hoffen, dass dieses Projekt so schnell wie möglich umgesetzt wird. Viele Unternehmen prüfen derzeit, ob sie ihr Werbebudget verlagern oder aufteilen können, um auch Online-Plattformen einrichten zu können. Das sind gute Neuigkeiten für uns. Doch bis es so weit ist, erhalten die Unternehmen keine angemessene Leistung für ihr Geld. Zudem sehnen sich die Künstler aus der Unterhaltungsbranche nach einer besseren Plattform für Eigenwerbung. Online-Reporter sind bereit, sie zu unterstützen, doch auch hier sind wieder die Internetverbindungen das Problem. Ist das gelöst, können wir einiges tun, um nicht nur für unser Land, sondern auch für die Menschen zu werben, die Kamerun auf die Weltbühne bringen.

Salam, Brasilien: Muslimische Fußballfans und die FIFA-Weltmeisterschaft

futbol muslim

Foto von Willard auf Flickr. CC BY-NC-ND 2.0.

Der in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebende Kolumbianer Marcelino Torrecilla beschreibt [es] die Besonderheiten muslimischer Fußballfans bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014:

se espera para el mundial la llegada de 50 mil musulmanes provenientes de países tan diversos como Irán, Nigeria, Argelia, Estados Unidos, el Reino Unido, Malasia y muchos otros de la región del Golfo Arábigo, que de seguro abarrotarán las más de ochenta mezquitas que existen a lo largo y ancho del extenso país brasilero;

Es ist zu erwarten, dass bei der Weltmeisterschaft 50.000 Muslime aus so unterschiedlichen Ländern wie dem Iran, Nigeria, Algerien, der Vereinigten Staaten, Großbritannien und Malaysia anreisen und viele andere werden aus der Golfregion erwartet. Sicher werden sie die circa 80 Moscheen füllen, die es weit und breit auf dem Gebiet Brasiliens gibt.

Und er fügt hinzu:

En seis de los 32 países en contienda en este mundial, el islam tiene una presencia significativa. Entre dichos países se encuentra a Bosnia-Herzegovina, Camerún, Irán, Costa de Marfil y Nigeria.

In sechs der an dieser Weltmeisterschaft teilnehmenden 32 Ländern spielt der Islam eine wesentliche Rolle. Unter diesen Ländern sind Bosnien und Herzegowina, Kamerun, der Iran, die Elfenbeinküste und Nigeria.

Marcelino ist auch bei Twitter [es].

Dieser Beitrag ist Teil der sechsten [es] Ausgabe der Reihe #LunesDeBlogsGV [Blogmontage] der spanischsprachigen Seite von Global Voices am 9. Juni 2014.

Zentralafrikanische Republik: Das Leid von Ibrahim und Djouma

Ibrahim and Amadou - screen capture of UNHCR video on YouTube

Ibrahim und Amadou – Standbild aus einem Video des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen bei YouTube

Djouma und Amadou Moussa sind Ibrahims Eltern. Djouma und Ibrahim sind die beiden einzigen Überlebenden eines unglaublich brutalen Angriffs, der von Milizionären in der Zentralafrikanischen Republik nahe der kamerunischen Grenzen ausgeführt wurde. Bei dem Angriff kamen fünf von Ibrahims Geschwistern ums Leben. Die Milizionäre kamen während Amadou Moussa nicht da war. Die 30-jährige Djouma erinnert [en] sich an den Angriff: 

They found me with my children in the house; they gathered all the small children and slaughtered them with machetes. They killed six people, including five children in my presence [..] Ibrahim was among the six children they took. When they hit him with the machetes, they thought he was dead.

Sie fanden mich mit meinen Kindern im Haus. Sie trieben alle kleinen Kinder zusammen und töteten sie mit Macheten. Sie ermordeten sechs Menschen, darunter fünf Kinder, in meiner Gegenwart. […] Ibrahim war unter den sechs Kindern, die sie umbringen wollten. Als sie mit den Macheten auf ihn einschlugen, dachten sie, er wäre tot.

Wie in dem Video [en] zu sehen ist, trägt Ibrahim auf dem Kopf eine Narbe von dem Macheten-Angriff. Doch Ibrahim überlebte allen Widrigkeiten zum Trotz. Seine Geschichte ist beispielhaft für die anhaltenden Not von Flüchtlingen aus der Zentralafrikanischen Republik in Kamerun. 20.000 Menschen haben seit Kriegsbeginn die Grenzen überquert. In einer Petition wurde US-Außenminister John Kerry dazu aufgefordert [en]  “die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass für den Friedenssicherungseinsatz im Jahr 2015 ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.”

  

 

10 Blogs über afrikanische Literatur, die man kennen sollte

In seinem Literaturblog stellt der Kenianer James Murua 10 interessante Blogs über afrikanische Literatur [en] vor:

So you want to keep abreast of what’s happening in the African literature space. Want to get news and reviews from the books written by and about African experience? Try these ones listed in alphabetical order;

1. Authors in Africa

This blog focuses on bloggers in the African continent without a focus on mainly writers from all over Sub Saharan Africa. The site gives reviews of books as well as interviews with authors, a section dedicated to poets and essayists, as well as book synopsis and short stories. The site is regularly updated.

2. Bookshy: An Africa book lover

This blog is managed by a London based book lover. The book contains news from the African literature scene as well as reviewed by the blogger. With over seventy reviews of some of the best books from the continent this is an important space to keep up with our scene. I especially like the “meet” section where the blogger interviews some really cool writers. The blog is updated every week or so.

3. Books Live

This is probably the most well managed blog out there for Afro lit. With reviews coming regularly as well as the keeping track of what your favourite authors are up to or what is being written about them this might be THE site to keep visiting. Based in South Africa, the blog is rich in content from the writers from Africa’s most southern most country but it also keeps you abreast of many from other parts. There is new content on this site daily. #Win

Du willst auf dem Laufenden bleiben was in der afrikanischen Literaturwelt passiert? Du suchst Nachrichten und Kritiken über Bücher über Afrika und von afrikanischen Autoren? Dann schau dir die folgenden alphabetisch geordneten Seiten an:

1. Authors in Africa (Autoren in Afrika)

Dieser Blog dreht sich um Blogger aus Afrika mit besonderem Schwerpunkt auf Schriftstellern aus Ländern südlich der Sahara. Auf der Seite findet man neben Buchkritiken und Interviews mit Autoren auch einen Bereich für Dichter und Essayisten sowie Inhaltszusammenfassungen und Kurzgeschichten. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert.

2. Bookshy: An Africa book lover (Bookshy: Ein Liebhaber afrikanischer Bücher)

Dieser Blog wird von einem Bücherliebhaber aus London verwaltet. Dort findet man Nachrichten aus der afrikanischen Literaturszene und Bewertungen des Bloggers. Mit mehr als siebzig Kritiken einiger der besten Bücher des Kontinents ist dies eine der wichtigsten Seiten für alle, die sich über unsere Szene auf dem Laufenden halten wollen. Am besten gefällt mir die Rubrik “Treffpunkt”, in der der Blogger einige echt coole Schriftsteller interviewt. Der Blog wird etwa einmal pro Woche aktualisiert.

3. Books Live

Dies ist der wohl am besten gestaltete Blog für afrikanische Literatur. Dort erscheinen regelmäßig Kritiken und Neuigkeiten, über die Aktivitäten deiner Lieblingsautoren oder Hinweise auf Artikel über sie. Das macht die Seite zu DER Seite schlechthin für Literatufans. Der Blog wird von Südafrika aus verwaltet und bietet viele Informationen über Schriftsteller aus diesem Land an, hält dich aber auch über viele Schriftsteller aus anderen Ländern auf dem Laufenden. Die Seite wird täglich aktualisiert. #Win

Für äthiopische Blogger spielt Gerechtigkeit eine Rolle

Der Blog Justice matters [en] berichtet über den Gerichtsprozess der inhaftierten Journalisten und Mitglieder des Bloggerkollektivs Zone9 in Äthiopien, die für ihre freie Meinungsäußerung belangt werden:

This blog contains the most current information about advocacy efforts, press coverage, and the legal status of the Zone9 bloggers in Ethiopia. It is dedicated to report on the trial of innocent bloggers and journalists. We believe in the power of accurate and factual reporting of the bloggers situation from the ground.

Der Blog beinhaltet aktuellste Informationen zu den Bemühungen, die Interessen der Blogger von Zone9 zu vertreten, Pressebeiträge und den derzeitigen rechtlichen Stand. Er widmet sich der Berichterstattung über den Prozesss, der den unschuldigen Bloggern und Journalisten gemacht wird. Wir glauben an die Kraft einer korrekter und faktenbasierten Berichterstattung der Situation der Blogger vor Ort.

Global Voices Online hat Anfang Mai 2014 eine Erklärung zu dem Fall der inhaftierten Journalisten und Blogger veröffentlicht.

Folgende Global Voices-Beiträge liegen zudem auf Deutsch vor:

Äthiopien: Zone 9-Blogger seit 54 Tagen in Haft und es werden immer mehr, 16. Juni 2014

GV Face: Die Zone 9-Blogger in Äthiopien befreien, 16. Mai 2014

Äthiopien: Polizei beantragt mehr Zeit für Ermittlungen zu den Zone 9-Bloggern, 14. Mai 2014

Macht am 14. Mai beim #FreeZone9Bloggers Tweetathon mit, 12. Mai 2014

Warum Bloggen die Regierung Äthiopiens bedroht, 10. Mai 2014

4 Wege, sich an der Kampagne #FreeZone9Bloggers zu beteiligen, 3. Mai 2014

Sechs Mitglieder eines Bloggerkollektivs in Äthiopien verhaftet, 26. April 2014

Die Geschichte der Hungerflüchtlinge aus Niger in Ostalgerien

In den vergangenen Wochen strömten hunderte subsaharische Immigranten aus Mali oder Niger in grenznahe Städte in Ostalgerien. Liberté Algérie [fr] erzählt die Geschichte und die Gründe derer, die sich entschlossen haben auszuwandern:

Les conditions de vie au hangar de la cité Bourroh sont inhumaines. A l’intérieur du hangar, les Subsahariens ont dressé des tentes, une soixantaine environ. A l’intérieur de chaque tente, trop exiguë, vivent, serrés les uns contre les autres, tous les membres d’une même famille. [..] Meriem et Aïcha sont deux sœurs âgées respectivement de 10 et 12 ans. Avec leur mère, elles ont fui leur pays d’origine, le Niger, à cause de la pauvreté. “Nous avons quitté notre pays, parce que nous n’avions plus quoi manger. Meriem et Aïcha sont deux sœurs âgées respectivement de 10 et 12 ans. Egalement originaires du Niger, Sakina, sa fille Asma et ses deux petits-enfants s’étaient réfugiés à Aïn Guezzam, dans la wilaya de Tamanrasset, à l’extrême sud du Sahara. Dans un arabe approximatif, notre interlocutrice nous apprendra qu’ils font partie d’un groupe qui a fui la faim au Niger.

Die Lebensbedingungen in der Lagerhalle in der Stadt Bourroh sind unmenschlich. Im Inneren der Halle haben die Immigranten aus Subsahara-Afrika rund 60 Zelte aufgestellt. In jedem der sehr kleinen Zelte leben alle Mitglieder einer Familie dicht aneinander gedrängt zusammen. […] Die 10-jährige Meriem und die 12-jährige Aïcha sind Schwestern, die zusammen mit ihrer Mutter auf Grund der Armut aus ihrem Heimatland Niger geflohen sind. “Wir haben unser Land verlassen, weil wir nichts mehr zu essen hatten”, so Meriem. Sakina, die ebenfalls aus Niger stammt, ihre Tochter Asma und ihre zwei Enkelkinder sind Flüchtlinge in Ain Guezzam in dem Verwaltungsbezirk Tamanrasset im äußersten Süden der Wüste Sahara. In gebrochenem Arabisch erzählt uns Sakira, dass sie Teil einer Gruppe sind, die vor dem Hunger in Niger geflohen sind.

Präkolumbianische Steinkugeln von Costa Rica neues UNESCO-Welterbe

Esferas

Präkolumbianische Steinsphären, Foto aus Flickr von der Userin Anita363. CC BY-NC 2.0.

Vier archäologische Fundstätten mit präkolumbianischen Steinkugeln im Kanton Osa, Puntanrenas, von Costa Rica
wurden in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen.

Die Entscheidung wurde am Montag, dem 23. Juni 2014, im Rahmen der 38. Tagung des Welterbe-Komitees in Doha, Katar, getroffen.

Die ehemalige Präsidentin von Cosa Rica, Laura Chinchilla, bedankte sich für die Ernennung über Twitter:

Danke @UNESCO_es, dass ihr an unseren Vorschlag geglaubt habt und den archäologischen Park der präkolumbianischen Steinkugeln aufgenommen habt. #patrimoniomundial

Benin: Klimawandel und die Verwundbarkeit der ländlichen Bevölkerung

Alain Tossounon aus Benin, Mitglied des westafrikanischen Journalistennetzwerkes für Wasser und Sanitärversorgung (WASH) analysiert in einem Beitrag [fr], der auf washjournalists.wordpress.com veröffentlicht wurde, den Bericht der beninischen Regierung und der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2011, in dem eine Bedarfsbewertung nach den verheerenden Überschwemmungen in Benin im Jahr 2010 vorgenommen wurde. Damals kamen mehrere Menschen ums Leben und es entstanden Schäden von schätzungsweise 78,3 Milliarden CFA-Franc (fast 160 Millionen US-Dollar):

Aujourd’hui, “dès la tombée de la pluie, j’ai peur et je suis inquiète”, confie Élisabeth Kpossou, une habitante du village. C’est le même sentiment chez sa voisine et amie, Alice Codjo.

Pourtant, il y a encore quelques années, les inondations cycliques faisaient partie de la vie de ces paisibles communautés. Et loin d’être une fatalité, elles en avaient fait une opportunité en profitant de la fertilité du sol après le retrait des eaux pour obtenir de bons rendements des cultures. Depuis peu, cette époque est révolue et actuellement, “tout a changé”, raconte le chef de village, Samuel Boton qui, nous apprend que “maintenant, les inondations sont plus ravageuses”…..

En effet, à l’instar de ces deux villages de la commune d’Adjohoun comptant 56 455 habitants, c’est le pays tout entier qui a été durement frappé par cette catastrophe. Sur l’ensemble du pays, le bilan était lourd et les dégâts importants. On a dénombré 46 morts avec plus de la moitié des communes sinistrées (55 communes sinistrées sur les 77 que compte le Bénin). Au total, 21 communes étaient sévèrement affectées, 680.000 personnes touchées et de vastes superficies de champs englouties par les eaux. Sans oublier les maladies hydriques telles que les diarrhées et vomissements, les affections cutanées, les affections gastro-intestinales et respiratoires et les maladies endémiques comme le paludisme qui ont durement affecté les populations.

“Wenn es heute anfängt zu regnen, habe ich Angst und mache mir Sorgen”, so Dorfbewohnerin Élisabeth Kpossou. Ihre Nachbarin und Freundin Alice Codjo fühlt genauso.

Noch vor einigen Jahren waren zyklische Überschwemmungen Teil des Lebens dieser ruhigen Gemeinschaften. Damals hatten die Wassermassen jedoch noch keine fatalen Folgen für die Bevölkerung. Die Bewohner hatten Mittel und Wege gefunden, die fruchtbare Erde nach Rückgang des Wassers zu bewirtschaften und hohe Ernteerträge zu erzielen. Diese Zeiten sind nun vorbei. Jetzt “ist alles anders”, erzählt der Dorfvorsteher Samuel Boton und erklärt uns, dass “die Überschwemmungen nun wesentlich verheerender sind”. […]

So wie in den zwei Dörfern der Kommune Adjohoun mit 56.455 Einwohnern wurde in der Tat das gesamte Land schwer von der Katastrophe getroffen. In ganz Benin waren die Folgen dramatisch und die Schäden enorm groß. 46 Menschen starben und und mehr als die Hälfte der Gemeinden war von den Überschwemmungen betroffen (55 der 77 Kommunen in Benin erlitten Schäden). Insgesamt waren besonders 21 Kommunen stark betroffen, 680.000 Menschen litten unter den Folgen der Überschwemmungen und weite Teile der Felder versanken in den Wassermassen. Hinzu kamen durch Wasser übertragene Krankheiten wie Durchfall und Erbrechen, Erkrankungen der Haut, des Magen-Darm-Traktes oder der Atemwege sowie endemische Krankheiten wie beispielsweise Malaria, die die Bevölkerung stark belasteten.

Militäroperation in Nordwaziristan könnte neue Flüchtlingswelle zur Folge haben

Am 15. Juni 2014 hat die pakistanische Armee mit der Operation Zarb-e-Azb [en] begonnen. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame militärische Offensive Pakistans gegen bewaffnete aufständische Gruppen wie beispielsweise die Taliban (TTP), al-Qaida, die Islamische Bewegung Ostturkestan (ETIM) und die Islamische Bewegung Usbekistan (IMU). Die Operation begann genau eine Woche nach dem Terrorangriff [en] auf den Flughafen von Karatschi. Kashif Aziz von Chowrangi befürchtet, dass unschuldige Menschen darunter leiden und anderenorts Zuflucht suchen werden, um den militärischen Angriffen sowie den Gegenschlägen der militanten Gegner zu entkommen.

This offensive in Waziristan will bring a fresh wave of IDPs [internally displaced people] to other parts of Pakistan. They need to be accommodated with care.

Hope the operation will end swiftly and without much collateral damage.

Diese Offensive in Waziristan wird eine neue Welle von Binnenflüchtlingen in andere Teile Pakistans treiben. Diese Menschen müssen mit Umsicht integriert werden.

Hoffentlich wird die Operation rasch und ohne größere Kollateralschäden enden.

Ein Handbuch für Demonstranten während der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien

Mit dem Start der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien finden zugleich auch landesweite Demonstrationen, vor allem in den Austragungsstädten, gegen die Einmischung der FIFA sowie gegen die Ausgaben der brasilianischen Regierung statt.

Urucum [pt], eine Beratungsorganisation für Bürger mit Sitz in der Stadt Fortaleza [de], die auf den Themengebieten Menschenrechte, Kommunikation und Recht tätig ist und sich besorgt zeigt über das unverhältnismäßige Verhalten der Polizei während Demonstrationen, hat ein “Handbuch für Demonstranten” [pt] (“Manual de Pessoas Manifestantes”) in portugiesischer Sprache veröffentlicht.

Das E-Book bietet Empfehlungen, was Demonstranten in ihren Rucksäcken mit sich tragen und wie sie sich während einer Demonstration verhalten und benehmen sollten. Zudem findet man eine Übersicht über staatsbürgerliche Rechte sowie Ratschläge was zu tun ist, sollte ein Demonstrant von der Polizei angehalten und durchsucht oder festgenommen werden.

Die Broschüre ist ein Produkt der Internetplattform Na Rua [pt] (Auf der Straße), die Menschenrechtsverletzungen beobachtet, die von der Regierung in Fortaleza während der Demonstrationen, die in Verbindung mit der Fußballweltmeisterschaft stehen, begangen werden.