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· Februar, 2014

Artikel vom Kurzmeldungen vom Februar, 2014

Sauberes Trinkwasser ist in vielen Ländern Afrikas noch keine Selbstverständlichkeit

Point d'eau du village de Mwamanongu, en Tanzanie. CC-BY-2.0

Fast ausgetrocknete Wasserquelle im Dorf Mwamanongu in Tansania. CC-BY-2.0

Virgil HOUESSOU, ein Journalist der afrikanischen Vereinigung für sauberes Wasser, glaubt nicht, dass man das Milleniumsentwicklungsziel, den Zugang zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser dauerhaft zu sichern, in Afrika erreichen wird. In dem Blog Wash Journalists schreibt er [fr]:

A quelques mois de l’échéance de la réalisation des OMD [Objectifs du millénaire pour le développement],  beaucoup de défis restent à relever dans le secteur de l’eau et de l’assainissement. De nombreux pays africains trainent encore le pas et ne sont pas sûrs de les atteindre

Wenige Monate bevor dieses Teilziel der Milleniumsentwicklungsziele [Englisch: Millennium Development Goals, MDGs] erreicht werden sollte, muss bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung noch viel getan werden. In vielen afrikanischen Ländern geht diese Entwicklung nur schleppend voran und es ist fraglich, ob sie dieses Ziel erreichen können.

Aufruf “Sichtwechsel”: Die andere Seite Afrikas

Addis Ababa, Ethiopia

Junge Freiwillige aus Süddeutschland, von denen viele zuvor in Afrika gelebt haben, rufen die Einwohner von fünf afrikanischen Großstädten (Lagos, Addis Ababa, Gaborone, Kigali und Kinshasa) dazu auf, Fotos, Essays, Videos, Blogs oder Gedichte einzusenden.

Mit der geplanten Ausstellung “Sichtwechsel” will die Gruppe eine andere Seite Afrikas zeigen als die üblicherweise in deutschen Medien dargestellte: Das moderne und urbane Afrika mit seiner rasanten kulturellen Entwicklung.

Die Webseite steht in Englisch, Französisch und Deutsch zur Verfügung. Einsendeschluss für teilnehmende Beiträge ist der 31. März 2014.

Weibliche Genitalverstümmelung – Persönliche Einblicke einer somalischen Aktivistin

Activist Asha Ismail via "Save a Girl Save a Generation" Facebook page.

Aktivistin Asha Ismail über die Facebook-Seite “Save a Girl, Save a Generation”.

Am 6. Februar 2014, dem Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung [en] teilte die somalische Aktivistin Asha Ismail bei Radio Onda Vasca [es] persönliche Erfahrungen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung und berichtete von ihrem Kampf gegen dieselbe (hier das ganze Interview auf Spanisch).

Asha Ismail wurde in einem somalischen Dorf geboren und im Alter von 5 Jahren beschnitten. Sie schwor [es] sich, Ihre Tochter vor dieser Folter zu bewahren. Momentan ist sie Leiterin der Organisation Save a Girl, Save a Generation [es], die gegen weibliche Genitalverstümmelung und andere Bräuche, wie beispielsweise Zwangsheirat, kämpft, welche die Rechte von Frauen verletzen.

In Bezug auf die kulturellen und religiösen Wurzeln des Brauchs, die seine Bekämpfung erschweren könnte, sagte Asha Ismail, dass weibliche Genitalverstümmelung die Rechte und Würde von Frauen verletze und Frauen in vielen Fällen in einem Umfeld blieben, in dem ihr Wille nicht zähle.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon betonte [en] in seiner Mitteilung anlässlich des Tages, dass die lange Tradition eines gesundheitsgefährdenden Brauches keine Rechtfertigung für seine Beibehaltung sei. “Alle ‘Bräuche’, die erniedrigen, entmenschlichen und verletzen, sind eine Verletzung der Menschenrechte, denen man sich aktiv widersetzen muss, bis ihnen ein Ende gesetzt ist.”

Die vier größten Irrtümer über die #Euromaidan-Proteste in der Ukraine

Ucrainica Marginalis hat einen Artikel über die vier größten Irrtümer im Zusammenhang mit den #Euromaidan-Protesten veröffentlicht. Der von den Studenten Sofia Grachowa und Stephen A. Walsh verfasste Artikel weist darauf hin, dass zwischen der Sichtweise der internationalen Medien sowie der außenstehenden Beobachter und der eigentlichen Botschaft, welche die Protestierenden ihrer Regierung und der ganzen Welt vermitteln wollen, ein großer Unterschied besteht.

Die beschriebenen Irrtümer sind:

Irrtum Nr. 1: Die Ukraine ist gespalten in Ost und West.
Irrtum Nr. 2: Bei den Protesten in der Ukraine geht es um den EU-Beitritt.
Irrtum Nr. 3: Bei den Protestierenden in der Ukraine handelt es sich vorrangig um Rechtsextremisten.
Irrtum Nr. 4: Die Proteste sollten sofort beendet werden, um Gespräche zwischen der Regierung und den Parteiführern der Opposition zu ermöglichen.

Ecuador auf Liste der Länder mit abnehmender Pressefreiheit

Ecuador wird als einziges lateinamerikanisches Land auf der jährlichen Risikoliste [en] des Committee to Project Journalism (CPJ) geführt. CPJ erklärt warum:

Die Liste basiert auf den Erfahrungen der Angestellten von CPJ, beachtet aber auch Indikatoren für Pressefreiheit wie z.B. gefangene und getötete Journalisten, restriktive Legislation, gesetzliche Zensur, ungestrafte Angriffe auf die Presse sowie Journalisten, die ins Exil getrieben wurden. Die Risikoliste zeigt Länder, in denen sich die Pressefreiheit im Jahr 2013 negativ entwickelt hat, nicht jene, in denen die Verhältnisse generell am schlechtesten sind.

Samantha Bagden vom Journalism in the Americas Blog [en] führt weiter aus:

Die ecuadorianische Nationalversammlung hat im Juni ein neues Gesetz [es] zur Regelung redaktioneller Inhalte erlassen. Die zu Präsident Rafael Correa loyalen Behörden haben damit das Recht, willkürlich Sanktionen zu verhängen und die Presse zu zensieren.

[…]

In ihrem Bericht zitiert CPJ Monica Almeida, Redakteurin der ecuadorianischen Zeitung El Universo. Ihrer Ansicht nach hat sich die Atmosphäre im Land durch das neue Gesetz erheblich verschlechtert.

“Schon vor der neuen Gesetzgebung gab es eine gewisse Kontrolle durch die Regierung. Jetzt haben die Behörden allerdings die rechtliche Grundlage ihre eigenen Interessen durchzusetzen.”

In Gedenken an Dr. Alison Jolly, Expertin für Lemuren auf Madagaskar

Dr. Alison Jolly, Primatologist  1937-2014- Public Domain

Dr. Alison Jolly, Primatologin 1937-2014- Public Domain

Nach einer bemerkenswerte Karriere im Berenty Reserve [en] auf Madagaskar verstarb Dr. Alison Jolly [en] im Alter von 76 Jahren zuhause in Lewes, East Sussex. Dr. Jolly, die in Yale promovierte, machte sich mit ihren eingehenden Studien über das Verhalten von Kattas L. catta,einen Namen. 1962 hatte sie mit ihren Feldstudien begonnen. David Attenborough schrieb kürzlich : “sowohl sie [die Lemuren], als auch Madagaskar und seine Menschen hatten einen festen Platz in ihrem Herzen”.

Legalisierung und Regulation der Prostitution in Sri Lanka

Shilpa Samaratunge, eine Entwicklungshelferin, diskutiert in Grundzügen die Probleme, welche Prostitution in Sri Lanka umgeben. Anstatt sie abzuschaffen und zu kriminalisieren, wie Sri Lanka derzeitig normalerweise vorgeht, schlug sie vor, den Beruf zu legalisieren und Vorschriften aufzuerlegen sowie Gesundheitsdienste für die Prostituierten anzubieten.

Cartoon über NSA-Überwachung einsenden und $1000 gewinnen

Commander Keith Alexander on bridge

“Kapitän Keith Alexander auf der Brücke” Cartoon freigegeben von DonkeyHotey (CC BY-SA 2.0)

The Web We Want lädt Karikaturisten, Künstler und Kreative ein, sich The Day We Fight Back [dem Tag an dem wir zurückschlagen] am 11. Februar 2014 anzuschliessen, indem sie einen originellen Cartoon über Onlineüberwachung und das Persönlichkeitsrecht kreieren. Die Cartoons sollen die Bewusstseinförderung über die NSA unterstützen und Verantwortlichkeit bei digitaler Massenüberwachung in solcher Weise fordern, welche die Leute zum klicken und teilen anregt.

Einsendeschluss ist 8. Februar.

Preise:

1. Platz: $1000
2. Platz: $500
3. Platz: $250

Regeln:

1. Jeder darf mitmachen.
2. Mit Einsendung der Arbeit erklärt der Autor sich damit einverstanden, dass sie unter Creative Commons 4.0 Attribution Share Alike lizenziert ist. Zugelassen ist eine unbegrenzte Anzahl von Einsendungen pro Autor.  
3. Der Autor gibt einen Namen oder Pseudonym mit der Einsendung an. Weitere persönliche Daten werden von den Gewinnern gefordert – der bürgerliche Name jedoch wird auf Nachfrage des Autors nicht veröffentlicht. 
4. Die Gewinner werden am 11. Februar 2014 bekannt gegeben. Der Gewinner wird von Vorstandsmitgliedern von “the Web We Want” gewählt.
5. Der Preis wird innerhalb von 30 Tagen nach der Bekanntgebung an die Gewinner überwiesen.

Einsendungen:

1. Per Email: Mail deinen Cartoon – mit hoher Auflösung, .jpg, .pdf, .svg oder .png – bis zum 8. Februar an grants@webfoundation.org BETREFF: Cartoon.
2. Twitter: Twittere dein Bild mit dem Hashtag #webwewant an @webwewant. 
3. Staatsangehörigkeit und Herkunftsland sind freiwillige Zusätze, zu denen wir jedoch ermutigen.