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· Juni, 2015

Artikel vom Kurzmeldungen vom Juni, 2015

Herve Cornara: Ein großartiger Mensch, nicht das enthauptete Opfer eines Irrsinnigen

hervecornara2

Herve Cornara – via @ldecrion CC-BY-20

Herve Cornara war leitender Angestellter bei ATC-Colicom, einer Spedition in Chassieu, das ist ein Vorort von Lyon in Frankreich. Aber viel wichtiger ist, dass er Vater eines jungen Mannes war, von seinen Angehörigen geliebt, von seinen Kollegen geachtet.

Cornara ist von Yassin Salhi ermordet und enthauptet worden, unmittelbar neben einer Fahne des ISIS, in einer Fabrik in Saint-Quentin-Fallavier, Département Isère in der Region Rhône-Alpes. Salhi ist LKW-Fahrer und selbst Vater von drei Kindern. Er wurde im französischen Pontarlier geboren; seine Mutter lebt jetzt in Marokko, sein verstorbener Vater war Algerier.

Cornaras Angehörige beschreiben Herve als liebevollen Vater und großartigen Kollegen:

Il était investi, c'était quelqu'un qui voulait toujours aider les gens. Je vais continuer ce qu'il a commencé

In seiner Gemeinde war er sehr engagiert und hilfsbereit. Die von ihm begonnene Arbeit werde ich fortführen

Pascal Servino, ein Freund von Cornara, ergänzt:

C'était un homme affectueux, généreux. Il était strict sur le quartier : dès que quelque chose n'allait pas, il se mobilisait pour résoudre les problèmes. Il va nous manquer.

Er war ein liebevoller und großzügiger Mensch. Unablässig hat er sich um das Gemeinwohl gekümmert: Wenn irgendetwas falsch lief, war er stets der erste, der geholfen hat. Wir werden ihn vermissen.

Malaysia: Viral verbreiteter Post eines Anwalts kritisiert den Vorschlag, dass Nicht-Muslime während des Ramadan fasten sollen

Der malaysische Anwalt Azhar Harun kritisiert die Anregung einiger Lokalpolitiker, von Nicht-Muslimen zu verlangen, dass sie nichts essen, wenn Muslime während des Ramadan fasten.

Why the need to close school canteens during Ramadhan? Why must non-Malay pupils be asked to drink behind closed doors and even in the toilet? Just because our kids are learning how to fast? Well, aren't the non-Malay kids as well?

Warum soll es nötig sein, während des Ramadan Schulkantinen zu schließen? Warum müssen nicht-malaysische Schüler gebeten werden, hinter verschlossenen Türen zu trinken oder sogar auf der Toilette? Nur, damit unsere Kinder das Fasten lernen? Also, sind denn die Nicht-Malayen nicht ebenso Kinder?

Sein Beitrag bei Facebook erhielt seit der Veröffentlichung 20.000 Gefällt-mir-Angaben und wurde 50.000-mal geteilt. Von dieser Resonanz ist er völlig überwältigt:

…it is heartwarming to know that there are so many decent and peace-loving people who are like-minded. At last I know I am not alone. That I am not an aberration of sorts.

… es ist herzerwärmend, zu sehen, dass es so viele anständige und friedliebende Menschen gibt, die genauso denken wie ich. Endlich weiß ich, dass ich nicht alleine bin. Dass ich nicht aus der Art geschlagen bin.

Malaysia ist mehrheitlich von Muslimen bewohnt.

Aus gutem Grund: Peruanische Polizei verhaftet ältere Fahrer

Captura de pantalla de video publicado en YouTube.

Bildschirmfoto eines YouTube-Videos über die Verhaftung älterer Fahrer in Peru. Am Ende war alles gut.

In der peruanischen Stadt Huancayo, die in der Mitte des Landes liegt, haben Beamte der lokalen Verkehrspolizei mehrere ältere Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel verhaftet:

A pesar que los conductores se resistían a ir a la dependencia policial, por contar con todos los documentos en regla. Fueron trasladados 12 ancianos los cuales se encontraban disgustados con la policía y aseguraban que todo eso les parecía una injusticia.

Obwohl die Fahrer nur widerwillig dazu bereit waren, zur Polizeistation zu gehen, da ihre Papiere völlig in Ordnung waren, wurden 12 ältere Fahrer von den Beamten auf die Wache gebracht. Alle waren verärgert und sprachen von einem Akt der Ungerechtigkeit.

Was wie eine Routinemaßnahme aussah, war in Wirklichkeit eine besondere Art, diese Fahrer zu ehren. Denn an diesem dritten Sonntag im Juni ist in Peru Vatertag. Als die “verhafteten” Männer die Polizeistation betraten, wurden sie mit Geschenken, einem kleinen Imbiss und Getränken willkommen geheißen.

Diese Neuigkeiten gelangten bis nach Mexiko, wo El Sol de Nayarit die Geschichte veröffentlichte, einschließlich einiger Reaktionen der geehrten Gäste:

“Muchísimas gracias, fue una sorpresa”, aseguró uno de los padres.
“Fue una sorpresa grande para mi, nunca hemos recibido nada” dijo otro.
Uno de los afortunados mencionó que en un primer momento se encontraba muy molesto, pues pensó que recibiría una multa que no merecía.

“Vielen Dank, das war eine Überraschung”, sagte einer von ihnen.
“Das hat mich sehr überrascht, wir haben niemals irgendetwas bekommen”, brachte ein anderer zum Ausdruck.
Einer der glücklichen Männer erwähnte, dass er im ersten Moment ganz schön wütend war, weil er glaubte, irrtümlicherweise eine Geldbuße aufgebrummt zu bekommen.

Bruder, ich hab’ da was mit meinen Augen… :’) POLIZEI VON HUANCAYO TUT SO ALS WÜRDE SIE ÄLTERE FAHRER VERHAFTEN.

In diesem Video ist zu sehen, wie einige der Fahrer verhaftet und anschließend auf das Herzlichste in der Polizeistation empfangen werden:

Mazedonien: Flüchtlingsaktivist beendet Hungerstreik

Am 20. Juni beendete der Menschenrechtsexperte und Aktivist Suad Missini seinen Hungerstreik, den er sechs Tage zuvor begonnen hatte, um gegen die menschenfeindliche Behandlung von Flüchtlingen zu protestieren, die Mazedonien durchqueren. Missini veröffentlichte folgende Stellungnahme [die Links sind vom Autor eingefügt worden]:

While the effects of the changes of the Asylum Law are yet to be seen in practice, the conditions in the migrant center in Gazi Baba has not been improved. The refugees are still kept in the center which gains characteristics of a concentration camp, under impossible, inhuman and degrading conditions, out of the legal framework and international human rights standards which are part of the national legal system.

Authorities in Republic of Macedonia chose to remain deaf to the demands for solving of this problem by numerous international organizations and institutions. They act blind to the fact that the UN Committee Against Torture characterized the treatment of refugees in this center as torture and breach of the UN Convention Against Torture in its latest report. And all this while our country is a member of the UN Human Rights Council.

On the other hand, I'd like to stress that Macedonia, as member of Council of Europe (CoE), received a visit by the CoE Committee for Prevention of Torture, which included a visit to Gazi Baba center. This summer, the president of this committee Mikola Gnatovskij visited Macedonia and also talked to the authorities about this center, among other things. I emphasize that Macedonian authorities have still not issued approval for the report of this visit to be published.

Finally, two days before the start of the hunger strike, the Ombudsman of Republic of Macedonia presented the catastrophic situation and lawlessness that rule in this center.

Today, we can acknowledge that the public in Republic of Macedonia, as well as the international public and foreign media and organizations, are fully aware and informed about the problem with this center. These days, Gazi Baba center is an international topic. If the government decided that this catastrophic problem should not be a subject of immediate reaction and subsequent solution, then this definitely puts our country among those which openly and unscrupulously conduct torture, while the authorities are legitimized as institutions lead by persons which have no respect for human lives. The lives of hundreds of people detained within this center. And finally, about my life.

Therefore, on this day I end the hunger strike. Because the limits of health risks are already surpassed, and because the potentials of this strike are fulfilled.

My demands, which are demands by an enormous part of the public in Republic of Macedonia, are partially fulfilled.

My civic act was a drop which made waves, which, I sincerely hope, together with all the other efforts, will lead to solving of this problem which turns our country into an uncivilized space.

I am immensely grateful to the thousands who sincerely and unambiguously expressed their support, making this civil act as much theirs, as it was mine.

Während die Auswirkungen der Asylrechtsänderungen bereits in der Praxis zu spüren sind, haben sich die Zustände im Flüchtlingslager Gazi Baba nicht verbessert. Die Flüchtlinge werden immer noch in dem Lager festgehalten, das alle charakteristischen Merkmale eines Konzentrationslagers aufweist. Die Menschen leben dort unter unmöglichen, inhumanen und unwürdigen Bedingungen, jenseits rechtlicher Rahmenbedingungen und internationaler Standards für Menschenrechte, die Teil des mazedonischen Rechtssystems sind.

Die Behörden der Republik Mazedonien ziehen es vor, sich taub zu stellen gegenüber den Forderungen zahlreicher internationaler Organisationen und Institutionen, wonach dieses Problem gelöst werden muss. Sie handeln blind gegenüber der Tatsache, dass das UN-Komitee gegen Folter in seinem letzten Bericht die Behandlung der Flüchtlinge in diesem Lager als Folter und deshalb als Bruch der UN-Konvention gegen Folter charakterisiert. All das geschieht, obwohl unser Land Mitglied im UN-Menschenrechtsrat ist.

Andererseits möchte ich hervorheben, dass Mazedonien als Mitglied des Europarats einem Besuch des Europäischen Komitees zur Verhütung von Folter zustimmte. Bei dieser Gelegenheit ist das Lager Gazi Baba aufgesucht worden. Kürzlich ist der Präsident des Komitees, Mikola Gnatovskij, in Mazedonien zu Besuch gewesen und sprach mit den Verantwortlichen unter anderem auch über das Lager. Ich betone allerdings auch, dass die mazedonischen Behörden ihre Zustimmung zur Veröffentlichung des Berichts noch immer nicht erteilt haben.

Sogar der Ombudsmann der Republik Mazedonien hatte zwei Tage vor dem Beginn meines Hungerstreiks die in diesem Lager herrschenden katastrophalen Zustände und die Gesetzwidrigkeit der Einrichtung angesprochen.

Heute können wir bestätigen, dass die Republik Mazedonien und mit ihr auch die internationale Öffentlichkeit, sowie ausländische Medien und Organisationen das Lager kennen und sich der damit verbundenen Problematik vollkommen bewusst sind. In diesen Tagen steht das Lager Gazi Baba auf der internationalen Tagesordnung. Falls die Regierung meint, dass dieses katastrophale Problem kein Grund für ein sofortiges Handeln mit anschließender Lösung sei, wird unser Land mit Sicherheit zu denen zählen, die offen und skrupellos foltern, wobei die Behörden sich als Institutionen erweisen, die von Personen geleitet werden, denen jeglicher Respekt vor dem menschlichen Leben fehlt. Dem Leben von hunderten von Menschen, die in diesem Lager inhaftiert sind. Schließlich fehlt ihnen auch der Respekt vor meinem Leben.

Deshalb habe ich am heutigen Tage meinen Hungerstreik beendet. Auch weil die Grenzen der Belastbarkeit meiner Gesundheit bereits überschritten und die Möglichkeiten dieses Streiks ausgeschöpft waren.

Meine Forderungen, die von weiten Teilen der Öffentlichkeit der Republik Mazedonien mitgetragen werden, sind teilweise erfüllt worden.

Mein Akt des zivilen Ungehorsams ist ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Ich hoffe inständig, dass dies – gemeinsam mit all den anderen Anstrengungen –  zu einer Lösung des Problems führt, das unser Land zu einem Ort der Barbarei macht.

Den tausenden, die mich aufrichtig und unmissverständlich unterstützt haben, bin ich unbeschreiblich dankbar. Sie haben sich mein Anliegen zu eigen gemacht.

In der Zwischenzeit wurden durchgesickerte Fotos bei Twitter geteilt, auf denen die Haftbedingungen der festgehaltenen Flüchtlinge zu sehen sind.

Infografik zeigt, Thailands Militärregime hat im vergangenen Jahr Hunderte wegen Regierungskritik inhaftiert

junta prosecutionDie auf freie Meinungsäußerung spezialisierten Anwälte von iLaw haben eine Infografik veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass im vergangenen Jahr in Thailand 166 Personen inhaftiert worden sind, weil sie ihre Meinung über die Militärregierung geäußert haben.

Im Mai 2014 hatte das Militär die Macht übernommen und sagte die Wiederherstellung der Zivilgesellschaft zu, außerdem wurden für das darauf folgende Jahr freie Wahlen in Aussicht gestellt. Aber bis heute sind in Thailand Proteste und Menschenansammlungen von mehr als vier Menschen verboten.

Die Infografik zeigt auch, dass es dort 68 politische Gefangene gibt.

Inzwischen ist aus einer weiteren Infografik von iLaw zu ersehen, dass im letzten Jahr der Straftatbestand der Majestätsbeleidigung zugenommen hat. Einige Hochschullehrer haben eine Petition mit dem Ziel eingereicht, das entsprechende Gesetz, das sie als streng und unterdrückerisch beschreiben, zu überprüfen.

lese majeste cases

Tschad: Mahnwache für die 23 Opfer des Selbstmordattentats von Boko Haram

Images in the aftermath of the bombings from Eric Topona with his permission

Nach dem Bombenattentat. Foto: Eric Topona, mit Genehmigung veröffentlicht.

Am Montag, den 15. Juni, sind in N'djamena bei zwei Selbstmordanschlägen mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung des Tschad bestätigte, dass vier zur Terrorgruppe Boko Haram gehörende Angreifer bei dem Anschlag, der einer Polizeibehörde galt, getötet worden seien. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt. In Nigeria ist der Tschad mit seiner Armee gegen Boko Haram engagiert. Der Anführer von Boko Haram, Abubakar Shekau, hatte vor den Bombenanschlägen am Montag dem Tschad mehrfach gedroht. Der tschadische Aktivist Abdelkerim Yacoub Koundougoumi Egrey organisierte für den 16. Juni um 18 Uhr auf dem Pariser Platz der Republik eine Mahnwache, um Solidarität mit den Opfern zu bekunden.

candle

Wird Kenias Tourismusindustrie von barbusigen Frauen gerettet?

Ist oben ohne zu gehen eine wirksame Strategie, um Kenias Tourismusindustrie nach den Terrorangriffen durch die Al-Shabaab-Miliz wieder auf die Beine zu helfen?

Nominated Senator, Mbura allegedly asked women in the coastal region to go topless so that more tourists can visit the region. This has raised questions as to what the value of the coastal woman is. Is that all she is worth- An object of trade?

Der Senatsabgeordnete Mbura soll Frauen in der Küstenregion dazu aufgerufen haben, sich oben ohne zu bewegen, um den lokalen Tourismus zu fördern. Das hat Fragen bezüglich der Wertschätzung von Frauen aus der Küstenregion aufgeworfen. Werden sie darauf reduziert? Auf ein Objekt des Handels?

Diese Fußballfans legten 1.500 Straßenkilometer zurück, um ihre Nationalmannschaften anzufeuern

La Serena, Chile. Imagen en flickr del usuario Ronald Woan (CC BY-NC 2.0).

La Serena, Chile. Foto:  Ronald Woan, via Flickr (CC BY-NC 2.0).

Fünf überaus treue Fans der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft reisten mehr als 1.500 Kilometer über Land, um ihre Lieblingsmannschaft anzufeuern, die an der Copa América teilnimmt. Gastgeber ist Chile. Das Turnier findet vom 11. Juni bis zum 4. Juli 2015 statt.

Die Fans begannen ihre Reise in Mar del Plata, im Südwesten der Provinz Buenos Aires. Ihr Ziel war  La Serena in Chile. Um das schaffen zu können, hatten sie einen alten Bus generalüberholt, den sie auf ihrer abenteuerlichen Reise als Transportmittel und Unterkunft benutzt haben:

Un periplo de más de 1.500 kilómetros en “El Perro Vago”, una máquina de los años 70 que en la actualidad cuenta con cinco camas y baño portátil, un esfuerzo familiar que estos hinchas nos invitaron a conocer.

Die Tour von mehr als 1.500 Kilometern [ist mit]  “El Perro Vago” (der faule Hund) bewältigt worden. Einem Fahrzeug aus den 1970er Jahren, das zu diesem Zweck fünf Betten und ein mobiles Badezimmer aufgenommen hat. Die Fans haben uns dazu eingeladen, die Herausforderungen dieses Familienausflugs mitzuverfolgen.

Der innovative Name des Fahrzeugs kommt von Marcelo Galis Vater, einem der bereits in La Serena angekommenen Fans:

Viajamos ahora yo, papá, mi hermano, un tío y un amigo de papá. Paramos primero en Buenos Aires, después en San Luis y luego en Mendoza. […] Por la albiceleste nos bancamos todo y seguimos donde sea.

Jetzt reise ich mit meinem Vater, meinem Bruder, einem Onkel und mit einem Freund meines Vaters. Unser erster Halt war in Buenos Aires, danach in San Luis und anschließend in Mendoza. […] Für die argentinische Nationalmannschaft (die wegen ihrer Farben als die Weiß-Himmelblauen bekannt ist) ertragen wir alles. Wir werden ihnen immer folgen, wohin sie auch gehen.

Bei Twitter haben einige Nutzer diese Fan-Story geteilt und Bilder hinzugefügt:

El Perro Vago: Die Geschichte über die aufopfernden argentinischen Fans, die in La Serena eingetroffen sind.

El Perro Vago: Die Geschichte über die aufopfernden argentinischen Fans, die in La Serena eingetroffen sind.

Für treue Fans ist alles zu ertragen, das ist wohl wahr.

Die Copa América ist das wichtigste Fußballturnier des südamerikanischen Kontinents. Dort treffen sich zehn qualifizierte Mannschaften und zwei Gästeteams.

Mädchen können Sport: Fußball-WM der Frauen und #GirlsCan-Aktion gleichzeitig gestartet

Credits: Women deliver, posted with permission

Foto: Women Deliver, mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht.

Als am 6. Juni die FIFA-WM der Frauen in Kanada begann, taten sich einige Organisationen zusammen, um die Unterstützungskampagne #GirlsCan ins Leben zu rufen. Women Deliver, UNICEF, Right to Play, GAIN und One Goal nutzen die FIFA als Kulisse, um mehr Aufmerksamkeit für den positiven Einfluss zu erlangen, den der Sport auf das Leben einer heranwachsenden Frau haben kann. Ein weiteres Ziel besteht darin, sowohl Forschungstätigkeiten als auch Finanzierungsanstrengungen für den Mädchensport zu verstärken.

Lauren Himiak, Kommunikationsbeauftragte von Women Deliver erklärte die Aktion gegenüber Global Voices:

The #GirlsCan hashtag and campaign kicked off encouraging the public to share photos of themselves playing sport and talking about why it was important in their development. We have seen everything from female racecar drivers in training to boxers in Africa participate, and we cannot wait keep the buzz growing. The great thing about #GirlsCan is to see the messages coming out of Twitter…”#GirlsCan change the world; #GirlsCan do everything boys can do; #GirlsCan be the next president”!

#GirlsCan [Mädchen schaffen das]-Hashtag und Kampagne sind gestartet, um die Öffentlichkeit zum Teilen eigener Fotos zu motivieren, die sie beim Sport zeigen. Außerdem soll etwas dazu gesagt werden, warum der Sport für die eigene Persönlichkeitsentwicklung wichtig war. Wir haben so ziemlich alles gesehen: Autorennfahrerrinnen, trainierende Boxerinnen in Afrika und mehr. Jedenfalls sehen wir, wie die Begeisterung immer weiter zunimmt. Das Größte an #Girlscan ist, die bei Twitter eingegangenen Botschaften zu lesen…: “#GirlsCan verändert die Welt, #GirlsCan kann alles, was Jungs können und so weiter.

Die Kampagne möchte weltweit alle Menschen zu Aktionen aufmuntern. Entweder, indem sie den Hashtag #GirlsCan unterstützen und in ihren jeweiligen Kommunen die Teilnahme von Mädchen am Sport fördern, oder indem sie in sozialen Netzwerken dieses Anliegen weiterverbreiten. Wer wissen will, wie es vorangeht, folgt den Hashtags  #GirlsCan, #PowerInPlay or #InvestInGirls.

Sportaktivitäten sind hoch effizient, kosten wenig Geld und sprechen einige der drängendsten Herausforderungen globaler Entwicklung an. Die Teilnahme am Sport verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand von Jugendlichen und jungen Frauen, einschließlich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Zudem verschafft der Sport Kindern und Jugendlichen Erfolgserlebnisse und fördert in den jeweiligen Gemeinden die Gleichstellung der Geschlechter.

Das vom 18. bis 19. Juni im kanadischen Ottawa stattfindende Girl Power in Play-Symposium ist Teil der Kampagne. In diesem Jahr konzentriert sich die Tagesordnung des Symposiums auf die weltweit drängendsten Genderthemen, dazu gehören das Recht von Mädchen am Sport teilzuhaben und verwandte Themen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Ernährung, Lebenskompetenzen und Geschlechterrollen. Für den 11. Oktober 2015 wird der Höhepunkt der Kampagne erwartet. Dann werden die teilnehmenden Organisationen ihre gesammelten Geschichten teilen, und auch Forschungsarbeiten, Blogs, sowie Ideen zur Förderung des Sports junger Frauen innerhalb und außerhalb des Spielfelds präsentieren.

Iran verschärft vor den Parlamentswahlen die Überwachung des Internets

Deputy Interior Minister Hossein Zolfaghari announced that a "Security Committee" to monitor election-related activities would be created earlier than expected. Photo by IRNA, and published with permission to reuse.

Hossein Zolfaghari, stellvertretender Innenminister, gab früher als erwartet die Einrichtung eines “Sicherheitskomitees” zur Überwachung von Aktivitäten bekannt, die mit der bevorstehenden Wahl zusammenhängen. Foto: IRNA, mit freundlicher Genehmigung weiterverwendet.

Dieser Beitrag ist zuerst auf der Webseite der Menschenrechtsorganisation Arseh Sevom [Dritte Sphäre] Dar Sahn erschienen.

Irans stellvertretender Innenminister gab bekannt, dass das Ministerium für Geheimdienst und innere Sicherheit gerne das Internet und vor allem soziale Medien überwachen möchte, um Aktivitäten, die mit den nächsten Wahlen zusammenhängen, im Auge zu behalten.

Im Rahmen einer in Teheran veranstalteten Pressekonferenz in der ersten Juni-Woche 2015 berichtete Irans stellvertretender Innenminister Hossein Zolfaghari über ein früher als erwartet eingerichtetes “Sicherheitskomitee” zur Überwachung von Aktivitäten, die mit den bevorstehenden Parlamentswahlen zu tun haben. “Das Sicherheitskomitee wird aus Vertretern der Polizei, der Revolutionsgarden, der Armee und aus Repräsentanten der staatlichen Medien zusammengesetzt sein”, sagte Zolfaghari. Er fügte hinzu, entsprechende Komitees würde man im ganzen Land aufbauen.

Im Hinblick auf die sensible Lage an Irans Westgrenzen und angesichts der in der Region beobachteten Aktivitäten terroristischer Gruppen, wie dem Islamischen Staat (IS), werden die nächsten Wahlen in einer Atmosphäre der inneren Sicherheit stattfinden.

Der stellvertretende Innenminister informierte die persischsprachigen Medien, dass zu den Parlamentswahlen und für die Wahlen der Mitglieder des Expertenrats 60.000 Wahllokale eingerichtet werden sollen. In den Planungsprozess seien 300.000 Leute einbezogen, die mit der Regierung des Landes zusammenarbeiten.

Die wachsende Zahl von Nutzern sozialer Medien im Iran, verbunden mit einem stark beschleunigten Informationsaustausch, hat die iranischen Behörden ernsthaft beunruhigt. Ergänzend zu der Überwachung von Internetquellen wird das Sicherheits-Komitee für die bevorstehenden Wahlen eine Karte zur Sichtbarmachung kritischer Regionen anlegen.

Hilfe für konkrete Erfolge des UN-Klimagipfels gesucht

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Logo für den “Place To Be”: Anne-Sophie Novel, mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht.

Das Jahr 2015 hat für das Klima unseres Planeten besondere Bedeutung. Einer der Höhepunkte ist die 21. UN-Klimakonferenz für eine neue Rahmenkonvention der Vereinten Nationen. Die Konferenz COP 21 findet vom 30. November bis zum 11. Dezember in Paris statt. Diplomaten aus aller Welt treffen sich, um die globale Klimapolitik zu diskutieren. Frankreich ist fest entschlossen, aus diesem Ereignis einen Erfolg zu machen.

Sowohl Bürgerrechtsgruppierungen als auch Journalisten und Blogger möchten etwas beschleunigen, das sie als letzte Chance oder als einen ersten Schritt für das Überleben unseres Planeten betrachten. So hat es der Franzose Jack Tenin im Blogger-Club der Internetzeitung Mediapart zusammengefasst.

Wer sich danach sehnt, auf Seiten der Zivilgesellschaft ein aktiver Teilnehmer an dieser Diskussion zu sein und während dieses Ereignisses gerne in Paris sein möchte, könnte im Rahmen einer neuartigen Medien-Informationsfabrik mitarbeiten. Dort gibt es Co-Working-Plätze, günstige Übernachtungsgelegenheiten und einen Transfer zum Veranstaltungsort.

Die französische Ökonomin, Umweltschützerin, Journalistin und Bloggerin Anne-Sophie Novel schafft genau so einen Platz, den ihr Team “Place to Be” [Ort zum Verweilen] nennt. In dem folgenden Video geht sie näher auf dieses Projekt ein:

Das Projekt zielt auf ein anders geartetes Storytelling zum Thema Klimaveränderungen ab, nämlich durch

  • QUESTIONNING the misconceptions of our times on the climate and sustainability topic with artists, journalists, scientists, bloggers, hackers, poets…
  • COMMENTING the news and debates happening simultaneously at COP21.
  • CO-CREATING new methods and tools to change positively the storytelling around «climate».
  • CO-HABITING with 600 storytellers from all over the blue planet and create new connexions.
    A youth hostel, St Christopher Inn, located near the Gare du Nord, with its ground floor Belushi’s bar, will exclusively host Place to B throughout the COP21.
  • INFRAGESTELLUNG der Missverständnisse unserer Zeit bezüglich des Klimas und der Nachhaltigkeit; gemeinsam mit Künstlern, Journalisten, Wissenschaftlern, Bloggern, Hackern und Dichtern …
  • KOMMENTIERUNG der Nachrichten und Diskussionen, die bei der COP21 simultan verfolgt werden können.
  • GEMEINSAMES ERARBEITEN neuer Methoden und Instrumentarien, um das Storytelling rund um den Themenbereich Klima positiv zu verändern.
  • ZUSAMMENSEIN MIT 600 Erzählern aus allen Teilen unseres blauen Planten und Knüpfen neuer Kontakte.
    Die nicht weit von der Gare du Nord entfernte Jugendherberge St Christopher Inn mit ihrer im Erdgeschoss liegenden Belushi's Bar wird während der COP 21 exklusiv Gastgeberin des “Place to B” sein.

Hier kann man sich für den Place to B registrieren. Wahrscheinlich trifft man bei diesem fieberhaften und gewaltigen Ereignis auch einige Leute von Global Voices.

Iran: Neue Studie beleuchtet zivilgesellschaftlichen Rückhalt für Nuklearabkommen

 

Image from ICHRI's new report " High Hopes, Tempered Expectations: Views from Iran on the Nuclear Negotiations."

Quelle: ICHRI-Studie “Große Hoffnungen, mäßige Erwartungen: Irans Blick auf das Nuklearabkommen”.

Unter Mitwirkung von Global Voices hat die Internationale Kampagne für Menschenrechte im Iran (ICHRI) eine neue Studie mit dem Titel “Große Hoffnungen, mäßige Erwartungen: Irans Blick auf das Nuklearabkommen” veröffentlicht.

Die Studie befasst sich mit 28 Personen aus der iranischen Zivilgesellschaft: Frühere Parlamentsabgeordnete, Journalisten, Akademiker, Anwälte, Ökonomen, Filmemacher, Autoren, Herausgeber, Schauspielerinnen, Dramatiker, Aktivisten und Familienangehörige politischer Gefangener. Das wichtigste Resultat der Studie ist die Einhelligkeit, mit der Irans Zivilgesellschaft sowohl die Nuklearverhandlungen als auch die Bemühungen zur Aufhebung der internationalen Sanktionen unterstützt. Es folgen einige der Erkenntnisse, die aus der Bezugsgruppe gewonnen werden konnten.

 

• Seventy-one percent of respondents expect economic benefits from an accord, typically citing increased investment and oil revenues, and gains to employment, manufacturing, and growth. However, one-fifth of those expecting economic gains believe these benefits could be lost to ordinary Iranians due to governmental mismanagement.

• Twenty-five percent of all respondents expect any economic benefits would reach only the upper levels of society and those connected to power, due to entrenched and rampant corruption and the administration’s lack of authority to confront rival centers of power.

• Sixty-one percent of the respondents believe a deal would improve the chances of achieving political and cultural reforms, as the administration could now turn its attention to such issues and it would be significantly strengthened politically in its ability to enact change.

• Thirty-six percent expected no improvement in political or cultural freedoms. Some cited the Rouhani administration’s lack of power and authority, especially vis-à-vis the legislative and judicial branches and Iran’s Supreme Leader, Ali Khamenei. Others questioned Rouhani’s willingness to push forward with reforms, noting his few efforts even in the spheres that are under the president’s direct control.

• 71 Prozent der Befragten erwarten einen volkswirtschaftlichen Nutzen von der Übereinkunft. Typischerweise sind steigende Investitionen und Öleinnahmen genannt worden, auch positive Beschäftigungseffekte, Impulse für die produzierende Wirtschaft und allgemeines Wirtschaftswachstum. Allerdings glauben ein Fünftel derer, die einen wirtschaftlichen Nutzen erwarten, dass dieser Nutzen infolge des Missmanagements der Regierung nicht bei den Normalbürgern ankommt.

• 25 Prozent aller Befragten erwarten, dass jeder ökonomische Fortschritt ausschließlich den oberen sozialen Schichten der Gesellschaft und den Mächtigen zugute kommt. Als Gründe wurden die fest verwurzelte und ungezügelte Korruption, sowie das Unvermögen der staatlichen Verwaltung genannt, den rivalisierenden Machtzentren entgegen zu treten.

• 61 Prozent der Befragten sind der Meinung, ein Abkommen würde die Chancen auf politische und kulturelle Reformen verbessern, da dann die staatliche Verwaltung diesen Themen ihre ganze Aufmerksamkeit widmen könnte. Dadurch würde die Politik in ihrer Fähigkeit zur Durchsetzung des Wandels erheblich gestärkt werden.

• 36 Prozent rechnen mit keinerlei Verbesserungen der politischen und kulturellen Bürgerrechte. Einige Teilnehmer an der Studie bemängelten das Durchsetzungsvermögen und  die Autorität der von Rohani geführten Regierung; insbesondere gegenüber der gesetzgebenden und rechtsprechenden Gewalt, sowie im Vergleich zum Obersten Rechtsgelehrten Ali Chamene'i. Andere stellten Rohanis Willen in Frage, Reformen voranzutreiben. Sie verwiesen darauf, dass der Präsident es sogar in den ihm direkt unterstellten Bereichen an den nötigen Anstrengungen fehlen lasse.

Atena Faraghdanis Anwalt wurde verhaftet, weil er der Karikaturistin die Hand geschüttelt hat

Mohammad Moghimi, der Anwalt der iranischen Aktivistin und Karikaturistin Atena Faraghdani ist am 10. Juni nach einem Gefängnisbesuch bei seiner Mandantin verhaftet worden. Die Anklagen gegen ihn basieren auf der Tatsache, dass er Faraghdanis Hand geschüttelt hat. Faraghdani war vor kurzem wegen der Veröffentlichung von Zeichnungen und regierungskritischen Inhalten auf ihrer Facebookseite zu 12,5 Jahren Haft verurteilt worden.

Wie die Nachrichtenagentur Human Rights Activist News Agency berichtet, war Moghimi in Abteilung 10 des Rajai Shahr-Gefängnisses in Karadsch verlegt worden. Die Kaution wurde auf 20 Millionen Toman – ca. 7.000 US-Dollar, festgesetzt. Wahrscheinlich drohen Faraghdani ähnliche Strafen.

PT #Iran Anwalt Mohammad Moghimi wegen des schweren Vergehens, seiner Mandantin #AtenaFarghadani die Hand geschüttelt zu haben, verhaftet.pic.twitter.com/uM8kRwXdyF

— Mansoureh Mills (@Mansourehmi) 14.Juni 2015

 

Cartoon von @ManaNeyestani: #FreeAtena und ihr Anwalt, beide im Gefängnis… #Draw4Atena pic.twitter.com/k3JL4Op9oY

— Katniss/Lisbeth (@shokufeyesib) 16. Juni 2015

Die Kampagne für Faraghdanis Freilassung kann unter dem Hashtag #freeAtena in den sozialen Netzwerken verfolgt werden.

Vorgestellt: Swasilands beliebteste Dichtergemeinde

Sabelo Mkhabela bloggt über Swasilands wachsende Dichtergemeinde:

Swazi poet and visionary Themba Mavuso speaks with a humble, unrehearsed tone. He looks nothing like a poet – his hair is neatly combed and he spots a corporate office-ready white shirt and black chinos. Adding street to his attire is a pair of black Chucks.

Themba, along with Lusolotja Ginindza and Sicelo Shabalala, is a founding member of Swaziland’s prominent poetry movement, Rooted Soulz. The collective has helped unearth prominent poets such as Qibho Intalektual and The Last Man, among others. They’ve also showcased their roaster at one of Swaziland’s biggest arts festivals, Bushfire.

According to Mavuso, perhaps with the exception of typically elder praise poets (timbongi), “The poetry genre in Swaziland was previously non-existent prior to the birth of Rooted Soulz.” The group’s poetry sessions started out in a venue in the Swazi capital, Mbabane, where they were held until their audience became too big for the space and relocated to the Swazi Theatre.

Der swasiländische Dichter und Visionär Themba Mavuso spricht in einem bescheidenen, unverfälschten Ton. Er sieht nicht wie ein Dichter aus. Sein Haar ist ordentlich gekämmt, er hat sich ein bürotaugliches weißes Hemd und eine schwarze Chinohose spendiert. Ein Paar schwarze Chucks vervollständigen seine Straßenkleidung.

Ebenso wie Lusolotja Ginindza und Sicelo Shabalala ist Themba Gründungsmitglied von Swasilands beliebtester Dichtergemeinde, nämlich Rooted Soulz. Dieses Kollektiv hat dabei geholfen, herausragende Poeten aufzustöbern, wie Qibho Intalektual und The Last Man und andere. Ihr Repertoire haben sie auch auf dem größten Kunstfestival in Swasiland gezeigt, Bushfire.

Laut Mavuso “gab es in Swasiland keine Dichtkunst, bevor Rooted Soulz geboren wurde”, vielleicht mit Ausnahme einiger typischer älterer Lobredner (timbongi). Die poetischen Lesungen der Gruppe begannen in einem Lokal in Mbabane, der Hauptstadt Swasilands. Dort fanden diese Veranstaltungen statt, bis das Publikum für den Raum zu groß wurde und man in das swasiländische Theater umziehen musste.

Das folgende YouTube-Video zeigt Qibho Intalektual, Poet und Moderater, mit seinem Musikpartner Sands:

Peruanisches Bildungsministerium erkennt die Alphabete von 24 indigenen Sprachen offiziell an

Alumnos nivel inicial. Comunidad asháninka de Pamaquiari. Foto en Flicker del usuario  Global Humanitaria (CC BY-NC-ND 2.0).

Eine Kindergartengruppe in der Gemeinde Ashaninka in Pamaquiari. Foto veröffentlicht auf Flickr von Global Humanitaria (CC BY-NC-ND 2.0).

Das peruanische Bildungsministerium erkennt ab jetzt offiziell die Alphabete von 24 indigenen Sprachen an. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit des Bildungsministeriums mit zahlreichen indigenen Gemeinden. Die Entscheidung wurde einstimmig getroffen und wird dazu beitragen, diese Sprachen sowohl in ihrer mündlichen als auch in ihrer schriftlichen Form zu erhalten und weiter zu verbreiten.

De ese modo, los 24 alfabetos deberán ser usados por las entidades públicas cuando tengan que emitir información escrita dirigida a esos grupos étnicos, en concordancia con lo dispuesto también por la Ley 29735 que regula el uso, preservación, desarrollo, recuperación, fomento y difusión de las lenguas originarias del Perú.
[…] De esa manera, se respeta el derecho de los niños y adolescentes a recibir educación en su lengua materna. Está comprobado que así aprenden mejor porque se sienten más motivados y porque se respeta su identidad cultural, fortaleciéndose su autoestima.

Das Gesetz Nr. 29735 regelt die Verwendung, Erhaltung, Entwicklung, Belebung, Pflege und Verbreitung der indigenen Sprachen Perus. Somit sollten Ämter und Behörden diese 24 Alphabete verwenden, wenn sie schriftliche Informationen herausgeben, die diese ethnischen Gruppen betreffen.
[…] Auf diese Weise wird auch das Recht von Kindern und Teenagern auf eine Schulbildung in ihrer Muttersprache anerkannt. Studien belegen, dass sie auf diese Weise besser lernen, da sie motivierter sind, ihre kulturelle Identität respektiert wird und ihr Selbstwertgefühl gestärkt wird.

Wie so oft wurde auch diese Nachricht auch auf Twitter kommentiert:

Bildungsministerium erkennt die Alphabete von 24 indigenen Sprachen offiziell an, die nun von allen öffentlichen Stellen verwendet werden müssen.

Peru erkennt 24 indigene Alphabete an.

Mazedonien: Vor dem Parlament tritt Menschenrechtsaktivist für Flüchtlinge in den Hungerstreik

Die sich verschärfende Flüchtlingskrise hat jetzt auch die Länder im Südosten Europas erreicht. Nahezu täglich werden neue Fragen aufgeworfen. Als Reaktion auf die menschenfeindliche Behandlung von Flüchtlingen, die die Republik von Mazedonien durchqueren, ist der angesehene Menschenrechtsaktivist Suad Missini vor dem Parlamentsgebäude in Skopje in den Hungerstreik getreten. Er begann seine Aktion nachdem er am Sonntag, den 14. Juni,  bei Facebook seine Forderungen veröffentlichte. Noch am selben Tag erhielt sein Beitrag, der mehr als 90 mal geteilt worden ist, fast 300 Gefällt-mir-Angaben.

I am just starting a hunger strike.
In front of the Parliament.

I demand urgently and immediately:

  1. Urgent adoption of the changes of the Asylum law, that would enable safe transit or temporary stay of refugees passing through the Macedonian territory, as well as free use of all publicly available means of transport.
  2. Concrete and publicly announced measures by the Ministry of Interior in view to safeguard the life, security and possessions of refugees passing through Macedonia.
  3. Immediate liberation of all refugees and migrants detained in the Gazi Baba center and its immediate closure.

The strike will not end unless these demands are fulfilled.

Suad Missini

Ich trete jetzt in den Hungerstreik.
Unmittelbar vor dem Parlamentsgebäude.

Ich fordere eindringlich die sofortige Umsetzung folgender Maßnahmen:

  1. Unverzügliche Annahme der Asylrechtsänderungen, die eine sichere Durchreise oder einen vorübergehenden Aufenthalt von Flüchtlingen auf mazedonischem Staatsgebiet ermöglichen würden. Außerdem: Freie Nutzung aller verfügbaren öffentlichen Verkehrsmittel.
  2. Konkrete und öffentlich verkündete Maßnahmen durch das Innenministerium zum Schutz des Lebens, der Sicherheit und des persönlichen Eigentums durchreisender Flüchtlinge.
  3. Sofortige Freilassung aller Flüchtlinge und Einwanderer, die im Gazi Baba-Lager interniert sind. Dieses Haftlager ist unverzüglich zu schließen.

Der Hungerstreik wird erst beendet, wenn diese Forderungen erfüllt sind.

Suad Missini

 

Tausende von Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Somalia, Nigeria und aus anderen Kriegsgebieten durchqueren Mazedonien, wenn sie aus Griechenland Richtung Serbien strömen und auf diesem Weg nach Deutschland oder in andere wohlhabende EU-Länder gelangen wollen. Die Einwanderer folgen normalerweise zu Fuß den Eisenbahngleisen, wobei sie abscheuliche “Unfälle” erleiden. Kürzlich haben sich die Flüchtlinge in den Städten Südmazedoniens Fahrräder gekauft; zu horrenden Preisen, wie berichtet wird. Mit diesen Rädern benutzen sie vielbefahrene Schnellstraßen. Viele von ihnen fallen Menschenhändlern und Verbrecherbanden zum Opfer. Einige der Flüchtlinge werden in Skopje im sogenannten “Aufnahmelager für Flüchtlinge” Gazi Baba als Zeugen festgehalten. Mazedoniens Ombudsmann Idzhet Memeti hat die dortigen Bedingungen “unmenschlich, ungesund und unwürdig” genannt.

Die Regierung sollte die Asylrechtsänderungen am 16. Juni debattieren.

Können Computerspiele zu Ghanas Entwicklung beitragen?

Nimm teil am Accra Technology Salon am 26. Mai 2015. Thema der Veranstaltung sind Computerspiele für Ghanas Entwicklung:

Computerspiele stellen eine 3 Billionen Dollar schwere globale Industrie dar. Die Entwicklung von Spielen in Ghana verzeichnet ein starkes Wachstum, das von der steigenden Beliebtheit von Mobilfunkgeräten und des Internets angetrieben wird. Afrikanische Spieleentwickler versuchen ihren Anteil an dieser Entwicklung zu erhöhen, indem sie kulturell relevante Spiele entwickeln, die direkt den lokalen Markt ansprechen.

Wie hoch ist das Potenzial der Spieleindustrie, um Ghanas Entwicklung voranzutreiben?

Während Computerspiele häufig als belanglose Unterhaltung erachtet werden, gibt es Beweise, dass sie die Wahrnehmung und räumliches Denkvermögen schulen. Des Weiteren können sie helfen, Strategien zur Problemlösung zu entwickeln. Damit leisten Computerspiele einen positiven Beitrag speziell zu Wissenschaft, Technik und mathematischer Bildung. “Ernste” Spiele können zudem Gemeinschaften helfen, verschiedene Entwicklungsszenarien zu ergründen und kritische soziale Probleme zu lösen.

Wenn Sie am nächsten Technology Salon Accra teilnehmen und beim Erörtern der folgenden Fragen helfen wollen, beachten Sie bitte die Website des Accra Technology Salon.

Welche Art von Spielen würden Ghanaer begeistern und zudem die Gesellschaft verbessern?
Wer würde diese Spiele spielen? Was würden Sie dabei lernen?
Wie können wir Anreize für “gute” Spiele schaffen und andere Spiele verbessern?
Wo sollten wir suchen, um die Zukunft von Computerspielen in Ghana zu finden?

Vulkan in Chile nach jahrzehntelanger Inaktivität mit gewaltiger, spektakulärer Eruption wieder erwacht

Die chilenische Regierung hat nach der gewaltigen Eruption des Calbucco-Vulkans am letzten Mittwoch den Ausnahmezustand erklärt. Grund dafür waren die durch den Ausbruch ausgelösten katastrophalen Zustände in den naheliegenden Städten. Der im südlichen Chile an der Grenze zu Argentinien gelegene, 2.015 Meter hohe Vulkan war seid 43 Jahren inaktiv.

Die Bevölkerungen der angrenzenden Städte Puerto Montt, Puerto Varas, Frutillar in Chile und Villa La Angostura, San Martin de los Andes und Bariloche in Argentinien wurden von der vom Vulkan ausgestoßenen Aschesäule überrascht.

Nach einer zweiten Eruption am Donnerstagmorgen um ein Uhr hat die chilenische Regierung eine Sperrzone im Umkreis von 20 Kilometern um den Vulkan errichtet.

Chiles Ministerium für Innere und Öffentliche Sicherheit (Oficina Nacional de Emergencia del Ministerio del Interior) berichtete am Donnerstagmorgen, dass aufgrund des Ausbruchs 4.150 Menschen evakuiert werden mussten, bisher aber keine Todesopfer zu verzeichnen seien.

Wie das folgende Video von der Facebookseite Todo Puerto Montt und die Hashtags #Calbuco und #VolcánCalbuco zeigen, erweckte der spektakuläre Ausbruch jedoch die Aufmerksamkeit der sozialen Medien.

Wie vom BBC berichtet wird, zählt der Calbuco zu den drei gefährlichsten der rund 90 aktiven Vulkane Chiles.

“Wo steckt der Lizard?” Warum Karibier von ihnen fasziniert sind

These little creatures have different meanings in other cultures. Ancient Romans believed that the lizard symbolized death and resurrection, because it sleeps during winter and reawakens in Spring.

For the Greeks and Egyptians, the lizard represented divine wisdom and good fortune.

Diese putzigen kleinen Geschöpfe haben in fremden Kulturen eine völlig andere Bedeutung als bei uns. Die alten Römer glaubten, dass der Lizard Tod und Auferstehung symbolisiert, weil er während des Winters in einen tiefen Schlaf fällt und im Frühling wieder auflebt.

Für Griechen und Ägypter ist der Lizard ein Sinnbild der göttlichen Weisheit und des Glücks.

In der Karibik hat es mit den Lizarden eine ganz eigene Bewandtnis. Die jamaikanische Bloggerin Nadine Tomlinson untersucht, welche besonderen und vielfältigen Rollen die Lizarden im regionalen Volkstum und in den Erzählungen alter Frauen spielen:

In Jamaica, old-time people say, ‘If a lizard jump on a woman, it mean she pregnant, or soon pregnant. […]

Old-time people say, ‘If you dream ’bout lizard, it mean you have an enemy.’

In Jamaika sagen die alten Leute: “Wenn ein Lizard eine Frau anspringt, ist sie guter Hoffnung oder wird es sehr bald sein” […]

Sie vergleicht die Faszination der Lizarde mit dem afrikanischen Erbe und dem Kulturgut unserer Region und bemerkt, dass “auf dem ganzen afrikanischen Kontinent der Lizard immer und immer wieder als ein Motiv der Volkskultur zurückkehrt”. Sie zitiert den westafrikanischen Brauch, Holztüren mit kunstvoll geschnitzten Abbildern von Lizarden zu schmücken. In manchen Volksstämmen sollen diese Symbole für häuslichen Frieden sorgen, in Kamerun bedeuten sie Fruchtbarkeit.

Interessanterweise hat der Calypso King of the World aus Trinidad und Tobago, nämlich Mighty Sparrow, den Song “De Lizard” sehr populär gemacht. Das Stück spielt humorvoll auf Aspekte der Erotik an:

Playing in class with a lizard in a glass
The lizard get away from Ruth and run by the teacher foot!
Oh Lord, the children frightened hmmm…wonder what gon’ happen,
But the teacher laughing out ‘kee kee kee’, only watching everybody.

The lizard run up she foot and it disappear…
Everybody still searching everywhere.
Where mih lizard, teacher Mildred?
Under she dress, taking a rest.
The way she jolly and happy, I swear the lizard must be tickling she!

Spielt in der Schule mit dem Lizard, die Coole
Der Lizard entgleitet oh schade, hin zur Lehrerin, zu ihrer Wade!
Oh Gott, das Kind erschaudert hmmm … neugierig was geschieht,
Aber das Fräulein fängt nur an zu kichern, belustigt in die Klasse blitzend.

Der Lizard schnellte ihre Schenkel hoch und war entrückt…
Jeder suchte ihn wie verrückt
Wo steckt de Lizard, Fräulein Mildred?
Unter ihrem Kleid, macht sich lang.
So dass sie froh und glücklich ist, aber kitzeln muss es doch!

 

 

Während Tomlinson, wie die meisten Bewohner der Karibik, das Dasein der Lizarden als ganz natürlich empfindet und sich irgendwie zu ihnen hingezogen fühlt, gibt es für sie durchaus Ausnahmen von dieser Regel: Die jamaikanischen Quak-Lizarden und Boden-Lizarden, denn diese Artgenossen schleichen sich gerne [an sie] heran.

Normally, the former tends to be pale, although I’ve seen some in darker hues, and one with spots a couple of times. Yes, they croak, yes, they’ve kept me up at night, and yes, they can be brazen. […] Once, one fell off the ceiling, and almost dropped on my head. Never mind that it didn’t. Just the thought of it stuck in my hair, and the sound of its sticky plop! on the floor was enough for me to start hollering.

As for the latter, as its name suggests, you would be hard-pressed to find it in a tree. This kind is large and long, with an even longer tail, and slithers. They’re fast, too. One chased me when I was a little girl, so I’m convinced they bite. […]

I wonder what old-time people have to say about those two.

Normalerweise tendiert der erstgenannte zu einer gewissen Blässe. Obwohl ich auch schon einige Exemplare in dunkleren Farbtönen gesehen habe, ab und zu auch welche mit Punkten. Na ja, sie quaken, stimmt schon, sie wecken mich nachts auf und, klar, sie können ziemlich frech werden. […] Einmal ist so einer von der Decke herunter und beinahe auf meinen Kopf gefallen. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass er nicht auf mir gelandet war. Allein der Gedanke daran, dass er in meinen Haaren steckt und dieses feuchte Klatschen beim Aufplumpsen reicht schon, um mich zum Schreien zu bringen.

Bei dem letztgenannten, sein Name suggeriert das schon, würde es einen in die Bredouille bringen, wenn er in einem Baum säße. Dieses Exemplar ist stark und lang, mit einem noch längeren Schwanz, und es ist glitschig. Außerdem sehr schnell. Als ich noch ein kleines Mädchen war, hat mich mal einer verfolgt. Seitdem bin ich felsenfest davon überzeugt, dass sie beißen. […]

Was die Menschen wohl früher über diese beiden erzählt haben?

Fotoblog dokumentiert Zwangsräumung eines ungenehmigten Flüchtlingslagers in Paris

“Menschlich…”  Das ist die sarkastische Schlagzeile eines Fotoblogs, das eine Aktion der französischen Polizei am 2. Juni in Paris schildert, die ein großes behelfsmäßiges Flüchtlingslager abgebaut und zwangsweise geräumt hat. Die Flüchtlinge hatten den freien Platz direkt unter einer niedrigen Eisenbahnbrücke in der Nähe der Metrostation Porte de la Chapelle besetzt, die im 18. Arrondissement von Paris liegt. Am 6. Juni waren mehrere Dutzend Flüchtlinge immer noch ohne Obdach.