Wir übersetzen die Beiträge von Global Voices in viele Sprachen, damit die Bürgermedien aus aller Welt für alle zugänglich werden.

Erfahre mehr zu Lingua-Übersetzungen  »

· Januar, 2014

Artikel vom Kurzmeldungen vom Januar, 2014

Was passiert im Südsudan?

Rachel Hamada stellt in einem Artikel bei This is Africa die Frage: “Was passiert im Südsudan?” [en]:

In den letzten Wochen wurde im Südsudan viel Blut vergossen. Was hingegen noch nicht vergossen wurde, ist Tinte in Addis Abeba. Es finden immer noch Gespräche statt zwischen den indirekten Strippenziehern und offiziellen Vertretern des Südsudan, die sich in der Stadt von einem Ort zum nächsten bewegt haben, während sich die Verhandlungen, bis auf eine angebliche Übereinkunft ohne Unterschriften, ohne konkrete Lösung hingezogen haben.

Sie geht auch darauf ein, warum die Stimmen südsudanesischer Journalisten nicht gehört werden:

Währenddessen ist es wichtig zu fragen, WARUM südsudanesische Journalisten ihrer Stimme kein Gehör verschaffen können.

Stellen Sie sich vor, Sie sind südsudanesischer Journalist. Auf Grund historischer Ereignisse und bedingt durch Kapazitätsprobleme ist eine formale journalistische Ausbildung nach wie vor selten. Also muss man zunächst in diesem Bereich aufholen. Hinzu kommen Schwierigkeiten im Hinblick auf Ressourcen. Ausländischen Journalisten stehen Aufwandsentschädigungen, Transportmittel und gute Ausrüstung zur Verfügung. Journalisten aus dem Südsudan haben oft keinen Zugang zu all diesen Mitteln.

Junger Rumäne baut erstes Auto komplett aus LEGO

Der 20-jährige Raul Oaida aus Rumänien hat gebaut, wovon viele als Kinder geträumt haben – das weltweit erste lebensgroße LEGO Auto. Das Auto, einschließlich des Motors, welcher wirklich läuft, wurde aus 500.000 LEGO Teilen gebaut. Das Fahrzeug erreicht nur Geschwindigkeiten von 20 bis 30 Studenkilometern, aber – es läuft mit Luft!

Der junge Rumäne, ein selbst erlerntes Technik-Genie, tat sich online mit dem australischen Unternehmer Steve Sammartino zusammen, welcher die Gelder für dieses Projekt über Twitter beschaffte und in wenigen Tagen doppelt so viele Investoren fand, wie er eigentlich brauchte. Das Auto wurde in Rumänien gebaut und dann nach Australien gebracht, wo die beiden ungleichen Partner sich für einen Testlauf trafen.

Der Motor des Autos ist auch komplett aus LEGO gebaut. Es hat “vier Orbitalmotoren und insgesamt 256 Kolben.” Laut der Projekt-Website ist die Höchstgeschwindigkeit nicht besonders beeindruckend, um die 20 bis 30 km/h. “Wir hatten Angst vor einer Legoexplosion, also fuhren wir langsam,” so der Gründer. Steve und Oaida sagen, dass das Projekt nur aufgrund des Internets möglich war. Die Zwei trafen sich sogar online, als Steve Oaidas Skype-Kontaktanfrage annahm. “Ich lehre ihn das Geschäftliche und er bringt mir ein bisschen Physik bei,” sagte Steve gegenüber der Presse.

Bermuda: Spiel mit Demokratie?

‘Catch a Fire’ erklärt warum er in eine Petition für eine Volksabstimmung über Casino-Glücksspiel in Bermuda beteiligt wurde und veröffentlicht dann einen Folgeartikel und fragt:

Was sagt uns das für unsere Demokratie, wenn Leute Angst haben, eine Petition, welche sie unterstützen, zu unterzeichenen, weil sie Konsquenzen von der Regierung oder ihren Unterstützern fürchten?

‘Abita’, Zeichentrick-Kurzfilm über die Kinder in Fukushima


 “Abita”, ein Zeichentrick-Kurzfilm über die Kinder in Fukushima, die wegen des Strahlungsrisikos nicht draußen spielen können, illustriert zärtlich ihre Träume und Realität. Der Film, produziert von Shoko Hara und Paul Brenner, gewann den Preis als Bester Zeichentrickfilm bei dem internationalen Uranium Filmfestival 2013.

Shoko Hara, geboren in Okayama im Westen Japans, studiert in Deutschland. Über die Metapher, die sie in ihren Film benutzt, schreibt sie:

Wir benutzten japanische Symbolik in unserem Film. Die Libelle repräsentiert wegen ihrer Form die japanische Insel. In Japan ist sie ebenfalls Symbol für Hoffnung, Perspektive, Träume, Energie und vereint all die natürlichen Elemente wie Wasser, Erde und Luft. Diese wurden durch die Katastrophe in Fukushima zerstört. Sie haben keine Perspektiven für ihre Zukunft. Außerdem sind Libellen in Japan Fruchtbarkeitsträger. Die Libelle repräsentiert die Innenwelt des Kindes, das in der Natur frei sein möchte, aber es nicht kann. Libellen sind ein populäres Symbol in Japan und wir benutzen es häufig in Kunst, Gedichten und Literatur.

Der Film wurde, trotz seines knappen Medienechos in Japan, in den sozialen Medien weit verbreitet.

Strahlung bleibt ein ernstes Problem [en] für die Einwohner [en] der Region um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi seit dem Kernschmelzunfall nach dem Erdbeben und Tsunami in Tohoku im Jahr 2011.

Innovation: Ein mit Solarenergie betriebener Computer aus Mali

Limmorgal, a low power PC made in Mali via Tech of Africa with permission

Limmorgal, ein mit Solarenergie betriebener Computer aus Mali (mit freundlicher Genehmigung von Tech of Africa)

Als Teil unserer Serie über Innovationen aus Afrika haben wir kürzlich den aus Elektroschrott hergestellten 3D-Drucker aus Togo [en] und eine Rechtschreibkorrektur für die westafrikanische Sprache Bambara [en] präsentiert. Heute stellen wir den ersten energiesparenden Computer aus Mali vor. Der Computer mit dem Namen Limmorgal (Rechner auf Fulfulde) ist die Idee zweier malischer Gruppen, der Internet society Mali (ISOC Mali) und Intelec 3. Der Präsident von ISOC Mali, Mamadou Iam Diallo, erläutert im Bamako Blog die Bedürfnisse, denen der Computer nachkommen soll [fr]:

Nous avons conçu cette machine pour contribuer à la réduction du fossé numérique, mais également à la vulgarisation de l’outil informatique surtout en milieu scolaire. Limmorgal est aussi un ordinateur adapté à l’alimentation par l’énergie solaire grâce à sa faible consommation d’énergie.

Wir haben diesen Computer entworfen um zur Verringerung der digitalen Kluft, aber auch zur Verbreitung von IT-Mitteln, vor allem in Schulen, beizutragen. Limmorgal ist auch ein Computer, der dank seines geringen Stromverbrauchs an die Stromzufuhr durch Sonnenenergie angepasst ist (24 Watt).

Die technischen Eckdaten des Computers sind:

  • Betriebssystem: Ubuntu (Open-Source-Software) 
  • 1,4 GHz Mikroprozessor
  • 1 GB RAM
  • Stückpreis : 171.000 Fcfa (260 Euro)

FOTOS: Exhumierte sterbliche Überreste von Kriegsopfern in Guatemala den Angehörigen übergeben

Isabela Ja (forefront) and her husband Celso Chiquin, smile after receiving the skeletal remains of their son Baldomero Chiquin Ja. Photo by James Rodriguez, used with permission.

Isabela Ja (vorn) und ihr Ehemann Celso Chiquin lächeln, als sie die sterblichen Überreste ihres Sohnes Baldomero Chiquin Ja in Empfang nehmen. Foto von James Rodriguez, Verwendung mit Genehmigung.

Ein neuer Fotoessay [en] des Fotojournalisten James Rodríguez auf MiMundo.org [en] begleitet die Bewohner von Pambach, Guatemala, als sie die sterblichen Überreste von sechs Kriegsopfern in Empfang nehmen, die “bei einer Militärinvasion im Dorf am 3. Juni 1982 während des De-facto-Regimes von Efraín Ríos Montt [en] verschleppt und daraufhin nie wieder gesehen wurden”.

Die Opfer wurden im Mai 2012 aus einem Massengrab exhumiert [en] und den Angehörigen am 22. November 2013 übergeben.

Europäische Bürger fordern Schutz des Medienpluralismus

For updates follow @MediaECI on Twitter and 'like' the Facebook page European Initiative for Media Pluralism.

Webseite: MediaInitiative.eu. Für Aktualisierungen folge @MediaECI auf Twitter und über ‘Gefällt mir’ auf der Facebookseite Europäische Bürgerinitiative für Medienpluralismus.

“Europäische Institutionen sollten das Recht auf ein freien, unabhängigen und pluralistischen Informationsaustausch schützen”. Das Zitat von der Website Medieninitiative fasst die Grundidee hinter einer gesamteuropäischen Kampagne zusammen, die darauf zielt, die Europäische Kommission zum Entwurf einer Direktive zum Schutz des Medienpluralismus und der Pressefreiheit zu bewegen.

Die Medieninitiative [en] leitet eine europäische Bürgerinitiative – ein Instrument der partizipatorischen Demokratie, “die der Zivilgesellschaft erlaubt, online wie offline eine Million Unterschriften aus mindestens 7 EU-Mitgliedsstaaten zu sammeln, um direkt vor der Europäischen Kommission einen Vorschlag zu präsentieren, der einen legislativen Prozess initiieren und als Basis für eine EU-Direktive dienen soll”. Die Petition ist in 15 Sprachen vorhanden und kann online unterzeichnet werden:

Medienpluralismus schützen durch eine Teilharmonisierung der nationalen Vorschriften über Medieneigentum und Transparenz, über Interessenkonflikte mit der Politik und Unabhängigkeit der Medienaufsicht.

Die Kampagne wird durch ein kurzes Video präsentiert:

einbruch der dunkelheit – Konferenz in Berlin

As Darkness Falls - Berlin conference

An diesem Wochenende (25. bis 26. Januar) trifft sich die digitale Intelligenz in Berlin zu einer Konferenz über “Selbstermächtigung in Zeiten digitaler Kontrolle”. Zu den Vortragenden bei der unter dem Titel einbruch der dunkelheit laufenden Veranstaltung gehören Jacob Appelbaum, Bruce Sterling, Micah Sifry, Evgeny Morozov und Asteris Masouras von Global Voices (@asteris).

Das Programm ist in Englisch und Deutsch verfügbar. Die Konferenz wird von der Kulturstiftung des Bundes in Zusammenarbeit mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin ausgerichtet.

Geschlechtsspezifische Gewaltreihe trifft Prostituierte in Honduras

Obwohl Prostitution in Honduras legal ist, sehen viele Gruppen und Einzelpersonen es als unmoralisch an. Diejenigen, die Prostituierte umbringen, denken, dass sie diese Menschen wortwörtlich wie Müll behandeln können, welcher entsorgt werden müsse. Solche Gewalt ist Teil eines breiten Hintergrundes von weit verbreiteter geschlechts- und sexuell-basierter Gewalt und bedroht Frauen und ‘LGBT’ (Lesben, ‘gay’ (Schwule), Bisexuelle, und Transgender) in ganz Honduras.

Mindestens 9 Prostituierte wurden in San Pedro Sula in weniger als einem Monat getötet, so ein Bericht von Amnesty International. Die Organisation veröffentlichte Dringende Aktionen [en] welche “umfassende Untersuchungen dieser Angriffe” fordern.

Warum Vergewaltigung und sexuelle Gewalt weitergehen

“I will not forget what happened today, one year ago”

“Ich werde nicht vergessen, was heute vor einem Jahr geschah”

Dieses Video [en] wurde von Video Volunteers [en] am 16. Dezember 2013 in Erinnerung an Nirbhaya veröffentlicht, die nach der Massenvergewaltigung 2012 in Delhi starb. Es war der einzige von 706 gemeldeten Vergewaltigungsfällen in Delhi in jenem Jahr, der zu einer Verurteilung führte. Den Statistiken zufolge wird in Indien alle 22 Minuten eine Frau vergewaltigt. Die Anzahl der Verurteilungen beträgt miserable 25 %.

Diese Video regt zu interessanten Diskussionen über die Gründe an, warum Vergewaltigung und sexuelle Gewalt weitergehen.

Proteste gegen die Wiederinbetriebnahme von Atomkraftwerk auf der Insel Kyushu

Dies ist die größte Demonstration, die es jemals in Satsuma Sendia gegeben hat. Die Einwohner der Stadt möchten nicht über Atomenergie sprechen. Regionen, in denen es Atomkraftwerke gibt, erhielten von der Regierung finanzielle Unterstützung. Foto aufgenommen am 15. Dezember 2013 von rieko uekama. Copyright (c) Demotix

Junge Mütter demonstrieren und singen am 15. Dezember 2013 in Satsumasendai. Dabei schwingen sie eine Fahne mit dem deutschen Schriftzug “Atomkraft? Nein Danke”. Auf Demonstrationen gegen Atomkraft wird seit langem über die Umstellung auf alternative Energien diskutiert. Foto von rieko uekama. Copyright Demotix

Ungefähr 1800 Menschen demonstrierten nach Angaben der Veranstalter am 15. Dezember 2013 gegen die Wiederaufnahme des Betriebs im Atomkraftwerk Sendai [ja]. Nachdem das Atomkraftwerk zwei Jahre lang stillgelegt war, hat die Betreiberfirma Kyushu Electric Power Company im Juli bei der japanischen Atomaufsichtsbehörde die Überprüfung der Anlage beantragt, um den Betrieb wieder aufzunehmen. Die Bevölkerung steht dem ablehnend gegenüber und sorgt sich um die Sicherheit.

Die Zahl der Demonstranten mag klein scheinen. Für die kleine, nahezu unbekannte Stadt Satsumasendai im äußersten Südwesten der Insel Kyushu, einer Region, in der die Wirtschaft in hohem Maße von Atomenergie abhängt, ist es nach fast 40 Jahren des Schweigens eine der größten Demonstrationen gegen das 30 Jahre alte Atomkraftwerk.

Greenpeace Japan bat den Gouverneur der Präfektur Kagoshima am 29. November in einem Brief [ja], die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks nicht zu genehmigen. Citizen Media Miyazaki berichtete auf YouTube [ja] über die Proteste.