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Global: Spekulationsblasen, Staatshilfen und Konjunkturpakete

Dieser Artikel wurde von Dominika Gajdzinski, Christian Goltsche, Sonia Ianakova, Grace Lok-yin Man, Mehmed Emin Sariyildiz, Simon Varga und Amanuel Woldeyohannes, Studierende des FTSK Germersheim, unter der Leitung von Nadine Scherr im Rahmen des Projektes „Global Voices“ übersetzt.

Dieser Bericht ist Teil unseres Dossiers über Europa in der Krise.

Es ist sehr wichtig zu erkennen, dass in den USA große wirtschaftliche Probleme bestehen. Doch es sollte uns auch klar sein, dass andere Länder ebenfalls mit zahlungsunfähigen Unternehmen und schrumpfender Wirtschaft ringen. Viele Länder haben ihre eigenen Konjunkturpakete geschnürt. Welche Beispiele führen Blogger weltweit an, wenn sie über Spekulationsblasen, Staatshilfen für Banken und Konjunkturpakete in ihren Ländern sprechen?

Spekulationsblasen

Das Platzen der Spekulationsblasen in den Industrieländern trat plötzlich ein und hatte für die Weltwirtschaft verheerende Folgen. In der gewinnbringenden Bauxit-Industrie [en] in Jamaika wurden wegen des Produktionsrückgangs in der US-amerikanischen Automobilindustrie bereits hunderte von Stellen gestrichen.

Die Immobilienblase [bd] in Bangladesch ist eng mit der Abhängigkeit des Landes von Heimatüberweisungen im Ausland lebender Arbeiter verknüpft. Nun, da die Arbeitsmigranten aufgrund von Massenentlassungen in Europa und den Vereinigten Staaten wieder nach Hause zurückkehren, hat der Immobilienboom in Bangladesch ein Ende gefunden:

The diaspora Bangladeshis have sent remittance of almost 6.5 billion US dollars in 2007. There is no doubt that remittances are good for a country's economy. But it is the sad truth that most of these remittances are used in investing in unproductive assets like lands and apartments. Because liquidity chases assets, those diaspora workers will certainly want to invest in a secured asset.

A huge sum of money is going after a tiny piece of land among limited land resources. So we have created our own bubble (like dotcom bubble). Everybody knows how the prices of lands and apartments shot up. The remittances are responsible for it.

Die Bangladescher, die im Ausland leben, haben 2007 beinahe 6,5 Millarden US-Dollar in ihre Heimat geschickt. Solche Zahlungen sind zweifellos förderlich für die Wirtschaft eines Landes. Leider ist es aber so, dass ein Großteil dieser Heimatüberweisungen für Investitionen in Vermögenswerte wie Grundstücke und Wohnungen verwendet wird. Diese fördern die Produktion jedoch nicht. Wer Geld hat, möchte es auch anlegen. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die Arbeitsmigranten in sichere Vermögensanlagen investieren wollen.

Unsummen an Geldern werden nach Bangladesch für den Erwerb kleiner Grundstücke überwiesen, obwohl die Landressourcen des Staates begrenzt sind. Wir haben uns unsere eigene Blase geschaffen (ähnlich der Dotcom-Blase). Jedem ist bekannt, weshalb die Grundstücks- und Wohnungspreise in die Höhe geschnellt sind. Schuld hieran sind die Heimatüberweisungen.

Kambodscha sieht sich derweil auch mit einer Immobilienblase [en] konfrontiert. Die Südkoreaner sind die größten Investoren in Kambodscha. Viele der durch die Finanzkrise schwer getroffenen südkoreanischen Unternehmen haben ihre Investitionen in das kambodschanische Immobiliengeschäft eingestellt.

Die Finanzkrise in der Karibik [en] ist teilweise auf den starken Fall [en] der Methanol- und Immobilienpreise zurückzuführen. In Antigua denken viele bei dem Namen Allen Stanford an Finanzbetrug [en]. Der US-Milliardär Stanford, der hohe Investitionen in der Karibik getätigt hatte, wurde wegen Anlagebetrugs angeklagt.

Über mehrere Monate hinweg wurde seitens der brasilianischen Regierung versichert, dass die Wirtschaftskrise nur geringe Auswirkungen auf die Region habe. Doch kürzlich erschienene Berichte belegen, dass Brasilien an zweiter Stelle [en] der am stärksten von der Krise betroffenen Länder steht. Der Blogger Luiz erklärt, weshalb Brasiliens Wirtschaft [en] so anfällig ist:

Sim, o Brasil tem um mercado interno, mas não vive só dele. Vive, também, da exportação de seus produtos. A crise atingiu não apenas os Estados Unidos, mas também a União Européia. Dois grandes mercados brasileiros. Reduziu o crescimento na China, outro mercado importante.

Der Binnenmarkt ist für die brasilianische Wirtschaft zwar von großer Bedeutung, doch nicht so überlebenswichtig wie der Export von Produkten. Von der Wirtschaftskrise sind nicht nur die Vereinigten Staaten betroffen, sondern auch die Europäische Union. Bei beiden handelt es sich um wichtige Exportmärkte Brasiliens. Auf dem chinesischen Markt, einem ebenso wichtigen Exportmarkt, ist Brasiliens Wachstum gesunken.

Die rumänische Kreditblase [en] dürfte vielen bekannt sein, da sie der Blase ähnelt, die in anderen wohlhabenden Ländern geplatzt ist.

Political Cartoon by Sacrava from Cambodia class=”wp-caption-text”>Politische Karikatur von Sacrava aus Kambodscha

Staatshilfen

Viele der Unternehmen, die Staatshilfen beantragten, waren Finanzinstitute. Manche Regierungen reagierten mit der Verstaatlichung der angeschlagenen Unternehmen. So kam es beispielsweise in Island [en] und Kasachstan [en] zur Verstaatlichung zahlreicher Banken. In Trinidad und Tobago wiederum kamen die Hilfen [en] für die heimischen Banken nicht nur von der eigenen Regierung, sondern auch von den Regierungen mehrerer Nachbarländer.

Doch ist Verstaatlichung eine wirtschaftlich kluge Entscheidung? Sollten bankrotte Unternehmen staatliche Hilfen bekommen? Die Meinungen der Blogger sind gespalten:

Barbados Free Press kritisiert [en] die mangelnde Transparenz der Entscheidung zur Rettung von Banken in der Region:

How much will Barbadian taxpayers eventually be on the hook for? Good luck finding out the truth because the amount of taxpayer money and concessions being given by Trinidad, Barbados and other countries is being kept secret from the taxpayers.

Wie viel werden die Staatshilfen die barbadischen Steuerzahler kosten? Das herauszufinden, dürfte nicht leicht sein, denn sowohl die Höhe der Steuermittel, die Trinidad, Barbados und andere Länder den in Not geratenen Banken zur Verfügung stellen, als auch die Zugeständnisse, die sie ihnen machen, werden vor den Steuerzahlern geheim gehalten.

Barbados Underground bemerkt als Reaktion auf das erneute Eingreifen der Regierung im Finanzsektor, dass diese unorthodoxe Denkweise [en] wohl eine gesunde Debatte in Gang bringen dürfte:

If in fact, “national financial institutions,” enhance the capacity of a national government to respond to crises in the financial services sector, the question may well be, not whether a country can afford a “national financial institution,” but whether it can afford not to have one. Such a perspective goes against my many years of training, but economic orthodoxy has been found so sorely lacking in this crisis that I am open to new ideas. New answers often require new questions and a willingness to engage in fresh open minded debate.

Wenn “staatliche Finanzinstitutionen” tatsächlich die Fähigkeit einer Regierung verbessern auf Krisen im Finanzdienstleistungssektor zu reagieren, dann stellt sich weniger die Frage, ob ein Land sich eine solche “staatliche Finanzinstitution” leisten kann, sondern vielmehr die Frage, ob es sich leisten kann, keine zu haben. Eine solche Sichtweise widerspricht allem, was ich über viele Jahre gelernt habe, jedoch waren funktionierende traditionelle Wirtschaftsansätze in dieser Krise bis jetzt leider Mangelware, weswegen ich neuen Ideen gegenüber offen bin. Um neue Antworten zu finden, müssen häufig neue Fragen gestellt werden und die Bereitschaft zu einem unvoreingenommenen Dialog vorhanden sein.

Im russischen Blog Streetwise Professor wird nicht die Meinung [en] vertreten, dass zusammengebrochene Banken durch die Regierung wiederbelebt werden sollten:

These are companies that should have been euthanized. No, let me correct that. They should have been terminated with extreme prejudice. Instead they are being revived, and pushed into doing the kinds of things that created the financial crisis in the first place.

This politicization of these large financial institutions makes their continued reliance on the government inevitable. Soft budget constraints are addictive. More bad loans will pile up, making these firms even less able to survive in the marketplace without government assistance.

Diesen Unternehmen hätte man schon längst Sterbehilfe leisten müssen. Nein, lassen Sie es mich richtig ausdrücken. Man hätte sie schon längst ohne Vorbehalte schließen müssen. Stattdessen werden sie wiederbelebt und angetrieben, die gleichen Fehler zu begehen, die damals die eigentliche Ursache der Wirtschaftskrise waren.

Diese Verstaatlichung der großen Finanzinstitute hat zur Folge, dass in Zukunft ihre Abhängigkeit von der Regierung unvermeidlich wird. Weiche Budgetbeschränkungen werden schnell zur Gewohnheit. Die Zahl der faulen Kredite wird weiterhin ansteigen und dazu führen, dass diese Unternehmen immer weniger im Stande sind, ohne staatliche Hilfe auf dem Markt zu überleben.

Der Dichter dergachew [ru] aus Kasachstan befürchtet, dass die Verstaatlichung von Unternehmen eher kontraproduktiv sein wird:

I am not a politician, but nothing positive will eventually happen in result of nationalization of big business that takes place in our country now. Sure, the government remains the only capable market player because it accumulates income from extraction of minerals, but a priori it is well-known fact that business people run a business better, than the government.

Ich bin zwar kein Politiker, aber ich kann sagen, dass aus der Verstaatlichung von großen Unternehmen, die derzeit in unserem Land stattfindet, nichts Positives entstehen wird. Natürlich gilt die Regierung weiterhin als der einzige fähige Marktteilnehmer, weil sie Einnahmen aus dem Abbau von Mineralien anhäuft. Allerdings ist es a priori eine wohlbekannte Tatsache, dass Geschäftsleute Geschäfte besser führen als eine Regierung.

In Jamaika schlägt der Blogger Jamaica Salt eine Rettung der nationalen Rum-Industrie [en] vor, da der Tourismus im Land stark abgenommen hat:

It is indeed a sorry state of affairs. Usually in times of downturn, alcohol sales increase as people look to drown their sorrows! But I imagine that the dent in tourism to Jamaica is largely to blame for the decreasing sales figures of rum.

Es ist in der Tat eine sehr bedauernswerte Situation. Normalerweise nimmt in Zeiten des Abschwungs der Alkoholkonsum zu, da die Menschen versuchen, ihren Kummer in Alkohol zu ertränken! Allerdings denke ich, dass der Rückgang der Verkaufszahlen für Rum größtenteils durch den schwindenden Tourismus in Jamaika verursacht wurde.
 Politische Karikatur von Sacrava. A Big Fat Cat, AIG

Politische Karikatur von Sacrava. A Big Fat Cat, AIG

Konjunkturpakete

Weltweit entwerfen Regierungen verschiedene Konjunkturprogramme, um die Öffentlichkeit
davon zu überzeugen, dass etwas geplant oder getan wird, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Ungarn [en] wird eine Steuerreform einführen. Taiwan [en] hat mit China und einigen südostasiatischen Ländern ein umstrittenes Handelsabkommen unterzeichnet. Das Konjunkturprogramm der Philippinen [en] sieht unter anderem
vor, dass Straßenfeger eingestellt werden. Die Mongolei [en] hat ein 1,5 Billionen Tugrik (980 Mio. USD) schweres Konjunkturpaket vorgestellt. Kritiker behaupten jedoch, dass mit diesem Programm nur beabsichtigt wird, das Haushaltsloch zu stopfen. Malaysia [en] hat kürzlich das zweite Konjunkturpaket geschnürt. Das als Mini-Budget [en] bezeichnete Konjunkturprogramm löste heftige Diskussionen und auch Kritik [en] innerhalb des Landes aus.

In Sean’s Russia Blog [en] stellt der Autor fest, dass Russland sich für seine Version eines Konjunkturpakets auf die „Waffenwirtschaft“ [en] (engl. Originaltitel: „Gunpowder Economics“) verlässt:

Feeling the pains of economic crisis? Can’t find a suitable place for expanding
market share? Don’t fret. There is one sure fire way to keep those exports up. Sell more weapons.

Leiden Sie unter der Wirtschaftskrise? Finden Sie keinen geeigneten Ort zur Ausweitung Ihres Marktanteils? Kein Problem! Es gibt ein todsicheres Mittel, um hohe Exportzahlen aufrechtzuerhalten: Verkaufen Sie mehr Waffen!

Chinas Zentralregierung hat ein vier Billionen Yuan schweres Konjunkturpaket [en] (570 Mrd. USD) angekündigt. Dieser Betrag soll folgendermaßen verwendet werden:

The four trillion yuan is going to be spent on 10 categories, among them welfare
investment such as housing for low-income, health-care system and education, also infrastructure-building such as new railways, roads and airports. Specially, aid to post-earthquake reconstruction in Si-chuan is mentioned in the agenda. Equally notable is the subsidy for farmers and an explicit announcement to increase the price of state food purchase from farmers.

Die vier Billionen Yuan werden in insgesamt zehn Bereiche investiert. Darunter fallen das Sozialwesen, wie z.B. Wohnungsbau für Geringverdiener, Gesundheitssystem und Bildungswesen sowie der Ausbau der Infrastruktur, wie z.B. neue Schienen, Straßen und Flughäfen. In dem Programm werden insbesondere Finanzhilfen für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben in der Provinz Sichuan genannt. Ebenso beachtlich sind die Subventionen für Bauern und die ausdrückliche Ankündigung, den Preis für den staatlichen Ankauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse anzuheben.

Einige Blogger befürchten jedoch, dass Korruption und unzureichende Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur den Konjunkturplan zum Scheitern bringen werden.

In Kambodscha [en] legt die Opposition ein Konjunkturpaket vor. Wie zu erwarten war, wies die Regierung dieses aber zurück. Mit dem Paket erhofft man sich die Durchsetzung folgender Vorhaben:

- Setting up mechanisms to support and stabilize agricultural prices in order to protect farmers’ revenue and living conditions
– Investing in human resources by increasing spending on education, training and health
– Building infrastructure that Cambodia lacks most (roads, railways, water-control and irrigation systems, housing for the poor)
– Works to protect the environment and to restore the ecological system that has been disrupted nationwide, including replanting trees (reforestation) and dredging lakes and rivers
– tax cuts and reduction in fees for the use of public services including road tolls and the electricity price
– Special social allowances for the poorest segment of the population
– Loans with reduced (lowest possible) interest rates for small domestic entrepreneurs and the needy.

- Die Errichtung von Mechanismen, die die Agrarpreise stützen und stabilisieren, um so das Einkommen und die Lebensbedingungen der Landwirte zu sichern
– Investitionen in das Personal durch die Erhöhung der Ausgaben für das Bildungs-, Ausbildungs- und Gesundheitswesen
– Ausbau der dringend benötigten Infrastruktur (Straßen- und Schienennetz, Wasserreinhaltungs- und Bewässerungsanlagen, Unterkünfte für Bedürftige)
– Arbeiten zum Umweltschutz und zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts, das landesweit zum Erliegen gekommen ist. Dazu gehören das Pflanzen von Bäumen (Aufforstung) und das Ausbaggern von Seen und Flüssen.
– Steuer- und Gebührensenkungen für die Nutzung öffentlicher Versorgungsbetriebe, einschließlich Straßenbenutzungsgebühren oder Strompreise
– Besondere soziale Unterstützung für die ärmsten Bevölkerungsschichten
– Kredite mit geringstmöglichen Zinssätzen für kleine inländische Unternehmen und Bedürftige

Adolfo aus Brasilien [pt] erklärt seinen Konjunkturplan:

O Brasil tambem tem anunciado seu pacote, eu vou fazer a minha parte e sugerir um pacote tambem: que tal o governo brasileiro diminuir o imposto de renda? Operacionalmente o procedimento eh bem simples, basta devolver R$ 1.000 para cada contribuinte. Que tal esse pacote? Ele pelo menos tem o merito de devolver o dinheiro para quem ja pagou muito mais, e em nada distorce os incentives futuros em relacao ao risco.

Brasilien hat einen Konjunkturplan angekündigt und ich trage meinen Teil dazu bei und stelle ebenfalls einen Plan vor: Wie wäre es, wenn die brasilianische Regierung die Einkommensteuer senken würde? Die Durchführung wäre sehr einfach. Es müssten nur 1.000 R$ an jeden Steuerzahler zurückgezahlt werden. Wie wäre es mit diesem Plan? Er hat in jedem Fall den Vorteil, dass das Geld an diejenigen zurückgeht, die sowieso schon viel zu viel gezahlt haben, und es verzerrt in keiner Weise künftige Anreize in Bezug auf das Risiko.

Es gibt Blogger, die die Ideen der “Stimulucrats” [en] ablehnen. [Anm.d. Übers.: “Stimulucrats” ist eine Wortschöpfung; es lehnt sich an das englische Wort für Konjunkturprogramme, „stimulus plans“, an. Es steht für Befürworter dieser Programme.] John Quiggin aus Australien [en] gehört zu denjenigen, die demgegenüber eine negative Stellung einnehmen:

If you believe that the economy is like a swimming pool, and that no matter how big a splash some shock (such as the collapse of the financial system) might make, the water in it will rapidly find its own level, then you will agree that there is no need for, or possible benefit from, the stimulus package.

Wenn man davon ausgeht, dass die Wirtschaft sich wie ein Schwimmbecken verhält und dass unabhängig von der Stärke eines Einschlags und seiner Auswirkungen (wie z.B. dem Kollaps des Finanzsystems) die Wasseroberfläche sich schnell wieder ebnet, dann wird man sicherlich zustimmen, dass kein Konjunkturpaket benötigt wird und dieses auch keinerlei möglichen Mehrwert mit sich bringt.

Adolfo aus Brasilien glaubt, dass die Einmischung der Regierung in die Wirtschaft weitaus
gefährlicher [pt] ist, als man denkt:

Para a economia brasileira mais perigoso que a crise internacional são as recentes medidas anunciadas pelo governo. Os recentes anúncios de aumento do gasto público podem perfeitamente fazer estragos na economia. Ou seja, se o governo brasileiro ficasse calado e nada fizesse estaríamos a salvo. O problema é que o governo insiste em querer intervir na economia.

Die kürzlich von der Regierung angekündigten Maßnahmen sind für die brasilianische Wirtschaft gefährlicher als die Weltwirtschaftskrise selbst. Der Anstieg der Staatsausgaben, der kürzlich bekanntgegeben wurde, kann der Wirtschaft durchaus schaden. Mit anderen Worten: Wenn die brasilianische Regierung nicht intervenieren würde, dann wären wir gerettet. Das Problem besteht jedoch darin, dass die Regierung darauf besteht, in die Wirtschaft einzugreifen.

Er erklärt, warum noch weitere Staatsausgaben [pt] dem Steuerzahler schaden:

Da próxima vez que você ouvir alguém pedindo por um aumento do gasto público lembre-se que isso implica em menos dinheiro no seu bolso, isso implica em menos dinheiro para as empresas investirem, implica que cada vez mais você dependerá dos favores do governo, e cada vez menos de seu próprio esforço e habilidade.

Das nächste Mal, wenn die Erhöhung der Staatsausgaben gefordert wird, sollte man bedenken, dass dies bedeutet, weniger Geld in der Tasche zu haben, was wiederum heißt, dass weniger Geld in Unternehmen investiert werden kann. Dies führt dazu, dass man zunehmend auf das Wohlwollen der Regierung und weniger auf die eigenen Bemühungen und das eigene Können angewiesen ist.

Das Zitat aus Bangladesch war eine englische Übersetzung von GV Editor Rezwan. Die portugiesische Übersetzung wurde von GV Editor Paula angefertigt.

Dieser Bericht ist Teil unseres Dossiers über Europa in der Krise.

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