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Macau: Bindeglied zwischen China und portugiesischsprachigen Ländern

Ruinen S. Paulo, Kirche erbaut von den Portugiesen 1565 in Macau. Foto: Jakub Hałun /Wikimedia mit der Lizenz von GNU.

Ruinen der Kirche S. Paulo, erbaut von den Portugiesen in Macau im Jahr 1565. Foto: Jakub Hałub/Wikimedia. GNU Lizenz.

Der Chef der Exekutiven der Sonderverwaltungsregion Macau, Fernando Chui Sai On, verkündete bei einem Besuch in Lissabon den Aufbau eines Zentrums, das zur Förderung zahlreicher Initiativen zwischen China und den Ländern der CPLP dienen soll, berichtet Macauhub, ein Nachrichtenportal Macaus. Weiter heißt es:

O centro ficará instalado num único edifício e juntará interesses em áreas económicas-comerciais, oferta de serviços para empresas, organização de feiras, reuniões e exposições culturais e formação de profissionais.

Das Zentrum wird in einem einzigartigen Gebäude aufgebaut und wird Interessensgebiete wie Service-Angebote für Firmen, Messeorganisationen, Tagungen und kulturelle Ausstellungen, Schulungen von Fachleuten sowie aus wirtschaftlich-geschäftlichen Bereichen vereinen.

Portugiesischunterricht in Macau

Ensino-da-Língua-PortuguesaPortugiesisch ist eine der offiziellen Sprachen der Sonderverwaltungsregion Macau (RAEM) und die dortige chinesische Regierung möchte den Unterricht der Sprache noch weiter ausbauen. Während seines Besuchs in Lissabon traf sich Chui Sai On mit einigen macauischen Studenten, die in Portugal studieren. Laut dem Nachrichtenportal Ponto Final beschwerten sich die Studenten beim Chef der Exekutiven über das Fehlen von Jura-Lehrern in Macau. Dies sei der Tatsache zuzuschreiben, dass sie die portugiesische Sprache nicht beherrschen, welche ein wichtiges Werkzeug für die juristische Lehre in Macau ist, da diese “hauptsächlich Portugiesisch geprägt” sei. Der Chef der Exekutiven daraufhin:

Durante a visita a Portugal, Chui Sai On comprometeu-se a reforçar o ensino do português em Macau e reafirmou a sua vontade de tornar a cidade um centro de difusão da língua portuguesa na China.

Während des Besuchs in Portugal verpflichtete sich Chui Sai On, die Lehre des Portugiesischen in Macau zu verstärken und bekräftigte seinen Willen, die Stadt zu einem Zentrum der Verbreitung der portugiesischen Sprache in China werden zu lassen.

Portugiesisch-Handbuch in China angekündigt

Die Gemeinschaft der Portugiesischsprachen Laendern. Foto: CPLP

Die Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Ländern. Foto: CPLP

Das Polytechnische Institut von Macau (IPM) editierte das Handbuch zur Lehre “Portugiesisch Global”, das in China “dank einer beispiellosen Vereinbarung mit einem Verlag aus Peking” verteilt wird, avanciert die Nachrichtenagentur Lusa.

Das Handbuch wird an das chinesische Zielpublikum angepasst und das pädagogische und wissenschaftliche Zentrum der Portugiesischen Sprache des IPM:

Prepara-se para lançar, até ao final do ano, pelo menos quatro livros, na área da escrita ou fonética, e o quarto volume do “Português Global.

Bereitet sich vor auf die Herausgabe von mindestens vier Büchern im Bereich des Schreibens und der Fonetik sowie des vierten Bands “Portugiesisch Global”, bis zum Ende des Jahres.

Die Lehre des Portugiesischen in China ist “im Wachstum”. Der Koordinator des pädagogischen und wissenschaftlichen Zentrums des IPM, Carlos André, sagt, dass  “33 chinesische Universitäten die portugiesische Sprache unterrichten, 23 davon als Hochschulstudium. Es gibt jedoch ein Problem: die dürftige Ausbildung der Dozenten und das Fehlen von Materialien”:

Eles falam muito bem português porque se formaram em boas escolas, quase todas na China, muitas vezes com um ano passado em Portugal — às vezes mais — muitos deles até têm mestrado, (…) mas aprenderam português, não a ensinar português”, explicou Carlos André.

Sie sprechen sehr gut Portugiesisch, da sie in guten Schulen ausgebildet wurden, fast alle in China. Sehr oft haben sie ein Jahr – manchmal länger – in Portugal verbracht, viele von ihnen haben sogar den Master, (…) aber sie haben Portugiesisch gelernt, nicht Portugiesisch zu unterrichten”, erklärte Carlos André.

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