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Kenia: Vorwurf der Diffamierung gegen Blogger offenbart Bildungsbedarf

Shitemi Khamadi meint, dass der Fall des kenianischen Bloggers Cyprian Nyakundi, der vom Telekommunikationsanbieter Safaricom wegen des Vorwurfs der Diffamierung verklagt worden ist, ein Schlaglicht auf den Bildungsbedarf wirft, der in Kenia offensichtlich auf den Gebieten Recht und Internet besteht:

Der Kenianische Bloggerverband (BAKE), zu dessen Aufgabe es gehört, die Regionalberichterstattung im Internet zu fördern, führt ein Projekt unter der Bezeichnung ifreedoms. Dieses Projekt ist bestrebt, Kenianer aller Gesellschaftsschichten über Recht und Internet in ihrem Land aufzuklären. Diese Weiterbildungen werden an verschiedenen Standorten in ganz Kenia durchgeführt. Bis jetzt gab es in Nairobi, Kisumu und Nyeri entsprechende Veranstaltungen. Auf lange Sicht möchte man das ganze Land erreichen.

Es liegt im Interesse des Bloggerverbands, dass die Kenianer wissen, wie sie sich im Internet verhalten sollten, damit sie ihre Geschichten in Blogs und bei anderen sozialen Medien verantwortungsbewusst, sachlich richtig und in sich schlüssig erzählen können. Sicher kann BAKE intervenieren, falls ein Blogger in ein Gerichtsverfahren verwickelt wird und der Fall von allgemeinem Interesse ist oder es sich bei dem Beschuldigten um ein Verbandsmitglied handelt. Der Verband steht dann mit juristischem Rat zur Verfügung, macht den Fall über die sozialen Medien in der Öffentlichkeit bekannt und dokumentiert ihn.

Die Klage gegen Nyakundi ist ein Prüfstein für das, was BAKE macht. Bis zum Nachweis seiner Schuld ist Nyakundi als unschuldig zu betrachten. Allerdings wäre er wahrscheinlich nicht in dieser Situation, wenn er seine Rechte kennen würde. Noch wichtiger ist die Erkenntnis, dass wesentlich mehr Kenianer daraus etwas für ihr Verhalten im Internet lernen sollten.

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