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Spanien: Generalstreik bereits 100 Tage nach Regierungswechsel

Dieser Artikel wurde von Heidi Winters, Christine Tschoppe, Manuela Rottmann, Melanie Adamietz, Anna Nichayuk und Jana Michels, Studierende des FTSK Germersheim, unter der Leitung von Nadine Scherr im Rahmen des Projektes „Global Voices“ übersetzt.

Dieser Bericht ist Teil unseres Dossiers über Europa in der Krise.

Mit dem Ziel das Land lahmzulegen und die Regierung dazu zu zwingen, die Implementierung der Arbeitsmarktreform [es], zu stoppen, rufen die größten Gewerkschaftsverbände Spaniens heute, am 29. März 2012, (29M) zum Generalstreik auf.
Der Aufruf erfolgte als Reaktion auf Kürzungen in den Bereichen Sozialleistungen, Bildung, Forschung und Entwicklung, Gesundheit, erneuerbare Energien und vor allem auf die Arbeiter anvisierende Arbeitsmarktreform, welche die Entlassung von Mitarbeitern erleichtert und deren Arbeiterrechte schwächt, während die Arbeitgeber davon profitieren.

Auf Grund hoher Arbeitslosigkeit (zurzeit sind mehr als 5 Millionen Spanier arbeitslos), führt die Regierung deregulierende Maßnahmen ein, was, wie man bereits in Irland sehen konnte, nicht die versprochenen Ergebnisse erzielt.

Gruppen, die sich der #15M, der aktuell bekanntesten gesellschaftlichen Bewegung [es] Spaniens, angeschlossen haben, unterstützen ebenfalls den Generalstreik, geben ihm eingeschlosseneres [es] Erscheinungsbild, und werten somit das”schlechte Image” [es] der Gewerkschaften aus den letzten Jahren auf. Diese Gruppen fordern die99% zum Streik [es] und die Bürger zur Selbstorganisation auf.

All diese Aufrufe zum Handeln können auf derinteraktiven Landkarte [es] angeschaut werden:

Mit Hilfe der Angaben über denStromverbrauch im Land [es] lassen sich Aussagen über den Streik machen: Bei sinkendem Verbrauch wird angenommen, dass sich eine größere Anzahl von Menschen an dem Streik beteiligt haben. Zudem wurde zum Konsumstreik aufgerufen, bei dem die Bürger am Tag des Streiks jeglichen Konsum einstellen sollen. Wie groß der Erfolg des Streiks und die Teilnahme daran sein werden, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen. In diesem Video wird der Aufruf zum Konsumstreik gezeigt[es]:

Bereits in den ersten Stunden des Streiks am 29. März kam es zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen den piquetes (eine Gruppe von Menschen, die sicherstellt, dass niemand die Arbeitsstätte betritt), den Arbeitern und der Bereitschaftspolizei, die, wie üblich, keine sichtbaren Identifikationszeichen trug. In diesem Video kann man sehen wie, José Antonio Castro, der Vertreter des andalusischen Parlaments, diese Vorgehensweise verurteilt [es]:

Für heute Nachmittag und heute Abend wurde überall im Land zu massiven Demonstrationen aufgerufen. Wir werden weiterhin über die Geschehnisse des Tages berichten. Sie können den Generalstreik auch auf Twitter verfolgen, indem Sie folgenden Hashtag benutzen: #enhuelga [es].

Dieser Bericht ist Teil unseres Dossiers über Europa in der Krise.

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