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Echos der Ureinwohner: Rundfunk der Stimmen mexikanischer ethnischer Vielfalt im Web

XETAR "La voz de la Sierra Tarahumara" (emisora del Sistema de Radiodifusoras Culturales Indigenistas). Imagen de CDI utilizada con autorización.

XETAR, “Die Stimme der Sierra Tarahumara” (Kultureller Rundfunk der Ureinwohner). CDI Photo mit Erlaubnis verwendet.

Ein Projekt, das sich “Echos der Ureinwohner” nennt, vereint einige regionale Radiostationen in Mexiko mit dem Ziel, deren Sendungen online zur Verfügung zu stellen, um damit Grenzen zu überwinden, sowie die Erhaltung von Sprachen, die in Gefahr sind nicht mehr verwendet zu werden oder auszusterben, zu fördern.

Nach offiziellen Statistiken sprechen ca. 6,7% der über 5-jährigen mexikanischen Bevölkerung eine indigene Sprache, und dieser Prozentsatz wurde seit Beginn der Aufzeichnungen darüber jedes Jahrzehnt geringer.

Vor Jahrzehnten wurde der Kulturelle Rundfunk der Ureinwohner gegründet um Radiostationen der einheimischen Gemeinden zu fördern. Jetzt erweitert das Netzwerk der Stationen seine Reichweite mit Echos der Ureinwohner. Die für das Projekt verantwortliche Bundesbehörde ist die Nationale Kommission für die Entwicklung der indigenen Völker (abgekürzt: CDI); sie beschreibt die Initiative so:

Gracias a los enlaces en vivo con las transmisiones locales de cada una de las emisoras del Sistema, se amplían los horizontes de difusión de los pueblos indígenas de México para llevar mensajes a lugares remotos. Gracias a Ecos Indígenas es posible escuchar una gama infinita de voces y manifestaciones musicales de todas las regiones del país, las palabras y las lenguas de muchos mexicanos, y llevar a todos los puntos del planeta un mensaje de la diversidad y pluriculturalidad mexicana.

Dank Links zu lokalen Live-Sendungen jeder der Stationen im System wird der Übertragungshorizont der indigenen Völker Mexikos erweitert, damit Botschaften in abgelegene Gebiete getragen werden können. Dank Echos der Ureinwohner ist es möglich eine unbegrenzte Auswahl an Stimmen und musikalischen Darbietungen aus allen Teilen des Landes und die Worte und Sprachen vieler Mexikaner zu hören, sowie allen Teilen der Welt eine Botschaft der mexikanischen Vielfalt und Multikulturalität zu vermitteln.

Die Kommission beschreibt auch, welche Sprachen dieser Raum umfasst:

La emisora transmite cada jornada en las lenguas: maya, náhuatl, p'urepecha, pames, tanek, mayo, yaqui, guarijio, mazateco, cuicateco, chinanteca, zapoteca, mixe, mixteco, triqui y muchas más. Actualmente el número de lenguas y las variantes regionales integra más de 36 lenguas indígenas vivas distintas.

Die Station sendet täglich in den folgenden Sprachen: Maya, Náhuatl, P'urepecha, Pame, Tanek, Mayo, Yaqui, Guarijio, Mazatec, Cuicatec, Chinantec, Zapotec, Mixe, Mixtec, Triqui und viele mehr. Die Anzahl der Sprachen und regionalen Varianten zählt derzeit mehr als 36 verschiedene lebende indigenen Sprachen.

Sie können Echos der Ureinwohner anhören, indem Sie diesen Link anklicken.

CDI verwendet regelmäßig soziale Medien, unter anderem Twitter, um für Echos der Ureinwohner zu werben, wie zum Beispiel in diesem Tweet über XECARH, eine Radiostation, die im Mezquital-Tal in Hidalgo (im östlichen Zentrum des Landes) beheimatet ist:

Hören Sie “La Voz Del Pueblo Hñahñu” (“Die Stimme der Hñahñu”), die auf Hñähñu, Náhuatl und Spanisch sendet.

XECARH ist eine Radiostation, die 1999 eröffnet wurde und versucht hat, durch ihre Arbeit die Identität des in der Region lebenden Otomí Volkes zu stärken.

In Mexiko wird seit vielen Jahren über indigenes Radio geforscht. 2010 hat Dr. Inés Cornejo in einem Artikel für die Revista Mexicana de Ciencias Políticas y Sociales (mexikanische Zeitschrift für Politische und Sozialwissenschaften) erzählt:

Las radios culturales indigenistas se han dedicado generalmente a la producción y a diversas tareas más que a la investigación propiamente dicha, pues existía una idea proclive a “hacer” la radio más que a investigarla. Cabe mencionar que en cada emisora se ha realizado la investigación de campo que mejor ha funcionado en la producción radiofónica, y cada una de éstas lo ha hecho con diferentes grados de sistematización.

Indigene kulturelle Radiostationen haben sich im allgemeinen der Produktion und verschiedenen anderen Aufgaben statt wirklicher Forschung gewidmet, weil es die Idee war, Radio zu “machen”, statt es zu untersuchen. Es ist bemerkenswert, dass, wenn eine Radiostation Primärforschung betrieben hat, diese am besten in der Radioproduktion geklappt hat, und jede einzelne Station hat das mehr oder weniger systematisch gemacht.

Bereits früher hat Global Voices über die mexikanischen Bemühungen, die indigenen Sprachen zu erhalten, berichtet. So zum Beispiel auch über einen Beschluss der mexikanischen Justiz, der das Recht der indigenen Völker des Landes auf die Übertragung ihrer “unschätzbaren kulturellen Identität” anerkannte, die “aber ohne ihre Sprache schwer erreicht werden kann”, sowie über eine nationale Tageszeitung, die eine Ausgabe in der Sprache der Maya (die zweitgrößte autochthone Sprache des Landes, nach Náhuatl) einführte.

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