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Protesten zum Trotz: Malaysia plant einen Mega-Staudamm, der zur Umsiedlung von 20.000 Einheimischen führen könnte

View of Baram, Sarawak that will be affected by a dam project. Photo from Jettie Word, republished with permission

Blick auf das Baram-Tal in Sarawak, das durch einen Staudamm beeinträchtigt werden könnte. Foto: Jettie Word, mit freundlicher Genehmigung wiederveröffentlicht.

Die Regierung des Bundesstaates Sarawak baut trotz des erbitterten Widerstands von existenziell betroffenen Einwohnern, die zum Teil indigener Abstammung sind, einen Mega-Staudamm. Sarawak gehört zur Insel Borneo, die für ihren Reichtum an Bodenschätzen bekannt ist.

Der in Baram, im nördlichen Teil von Sarawak, geplante Staudamm, soll 1.200 Megawatt Strom erzeugen. Allerdings befürchten viele Menschen, dass er 412 Quadratkilometer des Regenwaldes überschwemmen wird. Außerdem müssten ungefähr 20.000 Einwohner aus 27 Siedlungen der indigenen Bevölkerung, also die Völker der Kayan, Kenjah und Penan dem Staudamm weichen und zwangsweise umgesiedelt werden. Der Baram Staudamm ist einer von 12 Mega-Staudämmen, die von der Regierung des Bundesstaates in Sarawak geplant werden.

Peter N. J. Kallang, ein lokaler Akteur und Anti-Staudamm-Aktivist warnt, dass der Staudamm den Kern der indigenen Bevölkerung Barams auslöschen wird:

It is built for the benefit of others rather than those who live in Baram and for the long term good of the Baram.

As one of those affected I just can’t understand this injustice and this outrageous and abusive exploit. This seems to be a senseless exploitation which is primarily driven by avarice coupled with immorality. For us who are directly and adversely affected parties, no one can blame us in thinking that this is a calculated, intentional and purposeful maneuver to wipe out our races.

Den Nutzen aus dem Bauprojekt haben andere als diejenigen, die in Baram leben und auf lange Sicht das Gute für Baram wollen.

Als einer der in dieser Weise Betroffenen kann ich weder die Ungerechtigkeit, noch das empörende und schändliche Ausbeuten verstehen. Das Ganze sieht nach einer sinnlosen kommerziellen Erschließung aus, die in erster Linie durch Habsucht und unmoralisches Handeln vorangetrieben wird. Uns, die wir unmittelbar und zu unserem Nachteil davon betroffen sind, kann niemand den Gedanken vorwerfen, dass dieses Vorhaben ein kühl kalkuliertes Manöver zur Vernichtung unserer Völker ist.

Seit dem vergangenen Jahr haben die Einwohner der Region eine Blockade errichtet, um den Bau des Staudamms zu verhindern. Außerdem haben sie an andere Gemeinden in Malaysia, sowie weltweit an Umweltnetzwerke appelliert, ihre Kampagne gegen den Staudamm zu unterstützen.

Protest against the Baram Dam project. Photo from the Facebook page of Save Rivers

Protest gegen das Staudamm-Projekt Baram. Foto: Save Rivers via Facebook.

A blockade was set up by local residents to stop the dam construction. Photo from the Facebook page of Save Rivers

Eine von Einwohnern der Region errichtete Blockade, um den Bau des Staudamms zu blockieren: “Unsere Vorfahren haben für dieses Land gekämpft und sind dafür gestorben. Stoppt den verdammten Damm! Baram gehört für immer uns.” Foto: Save Rivers via Facebook.

Rally against Baram Dam project. Photo from Sarawak Report

Massenkundgeburg gegen das Baram Staudamm-Projekt. Foto: Sarawak Report

Blockade protest continues in Baram. Photo from Jettie Word, republished with permission.

In Baram gehen die Blockaden aus Protest weiter. Foto: Jettie Word, mit freundlicher Genehmigung wiederveröffentlicht.

In der vergangenen Woche, am 555. Tag der von der Gemeinde angeführten Blockade des Staudamms Baram, hat das “Borneo-Projekt” einen Dokumentarfilm vorgestellt, in dem erklärt wird, aus welchen Gründen das Staudamm-Projekt Sarawak nicht nötig ist und warum es für die einheimische Bevölkerung ohne jeden Nutzen ist.  Der Film untersuchte auch, ob bei der Einführung des Staudamm-Projekts Korruption einer der entscheidenden Faktoren war.

Es ist zu erwarten, dass die Proteste intensiviert werden, nachdem die Regierung vor wenigen Tagen den Baubeginn für das Baram Staudamm-Projekt anordnete.

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