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Indiens Reaktionen auf die Wiederwahl Barack Obamas

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Die vor Kurzem beendete US-Präsidentenwahl hat viel Interesse in Indien hervorgerufen. Auf Regierungsebene beglückwünschten sowohl der indische Premierminister Manmohan Singh als auch die Präsidentin des indischen Nationalkongresses Sonia Gandhi den US-Präsidenten Barack Obama. Aber wie erging es den Bürgern Indiens – was war ihre Reaktion?

Shibayan Raha sagte in einem offenen Brief an Präsident Obama auf Youth Ki Awaaz, dem größten indischen Onlineportal für junge Leute:

Während Sie sich dafür bereit machen, Ihren Sitz im Weißen Haus einzunehmen, habe ich folgende Ratschläge, von denen ich denke, dass sie, wenn sie angenommen werden, den Status der USA in Entwicklungsländern erhöhen könnten.

Indians in Mumbai celebrate

Inder in Mumbai feiern den Sieg Obamas. Foto von Gayatri Agnew. Benutzt mit Genehmigung.

Raha schlug fünf Dinge vor:

1. Setzen Sie Tibet an die Spitze ihrer außenpolitischen Tagesordnung

2. Stellen Sie die Drohnenangriffe ein

3. Lassen Sie Bradley Manning frei

4. Lassen Sie nicht zu, dass Israel den Iran bombardiert

5. Schließen Sie die Haftanstalt Guantanamo Bay

India Ink betonte die Antwort der Regierung auf die Wiederwahl Obamas, aber zitierte auch die Reaktion des Dalai Lama, der Obama an die Wichtigkeit erinnerte, sich “der Armut, Ungerechtigkeit und dem Verlust, worunter Millionen von Menschen leiden” anzunehmen, gemäß eines Glückwunschbriefes, den er an den Präsidenten schickte. Der Dalai Lama bedankte sich zudem bei ihm für seine “stetige Ermutigung” und Unterstützung gegenüber einer “friedlichen Lösung der Probleme in Tibet”.

In einem weniger ernsten Ton, fragte sich die “Delhi Walla“:

“Was wäre, wenn Barack Obama eine Wohngegend oder ein Wahrzeichen in Delhi wäre? Was wäre er dann?”

Die Antworten erstreckten sich von Gurgaon und dem Connought-Platz bis zum Khan-Markt und Nizamuddin. Der TV-Produzent Siddharta Basu sagte zum oben erwähnten Beitrag:

Barack Obama würde wohl das indische Heimatzentrum sein. Er, wie der IHC, der “Neue”, im Gegensatz zu dem konservativen internationalen Zentrum in Indien.

Inder in Mumbai feiern den Sieg Obamas. Foto von Gayatri Agnew. Benutzt mit Genehmigung.

Die Seite “Infoqueenbee” sagt: Die Erwartung ist, dass die USA ihre momentanen Beziehungen zu Indien beibehalten wird. “Den Handel erweitern, die militärische Zusammenarbeit steigern, sich aus den indisch-pakistanischen Streitigkeiten über Kaschmir heraushalten und das Outsourcing im IT-Bereich bekämpfen, das indische IT-Unternehmen dazu zwingt, US-amerikanische Arbeiter einzustellen.”

Die indische Diaspora begrüßte ebenfalls Obamas Wiederwahl und sagte, dass seine Verwaltung lieferte und ein Sieg sowohl für die Gemeinschaft als auch für Indien gut ist.

Auf Twitter gab es einige erwähnenswerte Kommentare:

@vdehejia (Vivek Dehejia): “Die meisten outsourcenden Industriechefs sagten, dass…viel von…Obamas Kritik an Outsourcing eine Kampagnenmethode war…”. Ich hoffe doch!

@dhume01 (Sadanand Dhume): FT- In Indien ein kollektives Gähnen. [Man konnte Obamas und Romneys Politik bezüglich Neu-Delhi nur wenig unterscheiden.]

‏@ShivAroor (Shiv Aroor): Mitt Romney ist in Indien im Trend, aber Obama nicht. Das beweist, wie sehr wir indischen Twitter-Follower Verlierer mögen.

‏@jonathanshainin (Jonathan Shainin): Die brennende Frage heute Abend im indischen Fernsehen: Ist Obama oder Romney für Indien besser? Spoiler-Alarm: die Antwort ist nein.

Wir werden die nächsten vier Jahre sehen, wo Indien und der US-Präsident Barack Obama wirklich stehen.

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