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Weibliche Genitalverstümmelung: Eine Praktik, die noch immer ausgeführt wird, aber einen Rückgang verzeichnet

Die französischsprachige Webseite Au Féminin kommentiert den letzten UNICEF-Bericht zu Genitalverstümmelungen bei Frauen:

Ein neuer Bericht von Unicef über die Genitalverstümmelungen, die Frauen weltweit betreffen, erklärt die Evolution dieses Phänomens, das vor allem auf dem afrikanischen Kontinent verheerende Konsequenzen hat. Die Untersuchungen wurden in 29 Ländern im Mittleren Osten und Afrika durchgeführt. Gleich am Anfang zeigt der Bericht auf, dass die Zahlen der durchgeführten Exstirpationen in den letzten dreißig Jahren rückläufig sind.

Laurent Duvillier, Verantwortlicher für die Kommunikation des UNICEF-Lokalbüros für West- und Zentralafrika, äußert sich dazu auf der Webseite SantéAZ: “In den vergangenen dreißig Jahren wurde beobachtet, dass die Zahlen der Genitalverstümmelungen weltweit zurückgehen. Es gibt Länder, in denen sich diese Praktiken um mehr als die Hälfte reduziert haben, wie in Burkina Faso, Nigeria und Liberia.”

In der Mehrzahl dieser betroffenen Länder liegt die Wahrscheinlichkeit, diese Verstümmelungen erleiden zu müssen, für Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren dreimal niedriger als noch bei ihren Müttern.

Problemlösungen von Unicef

Obwohl es diesen großen Fortschritt gibt sowie Gesetze, die diese Bräuche verbieten, existiert für noch 30 Millionen Mädchen weltweit das Risiko einer Genitalverstümmelung. In Somalia zum Beispiel sind 98 Prozent der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren genitalverstümmelt worden. Um dieser “Geißel” entgegenzuwirken, empfiehlt Unicef, die kulturellen Traditionen zu verstehen und sie zu erkennen, anstatt sich mit dem Grundgedanken, „jeder“ akzeptiere und befürworte diese Praktiken, zu begnügen. In der Tat zeigen die Untersuchungen, dass die Mehrheit der afrikanischen Frauen und Mädchen generell gegen die Genitalverstümmelung ist. Gleichzeitig stellen sich auch immer mehr Männer gegen diese Praktiken.
 
Laurent Duvillier: “Die Gruppenzugehörigkeit spielt eine so wichtige Rolle, dass Mütter ihre Töchter ungeachtet aller Risiken genitalverstümmeln. Für immer mehr Männer und Jungen ist es kein Hindernis mehr, ein Mädchen zu heiraten, das nicht beschnitten [genitalverstümmelt] worden ist; doch die Frauen wissen dies nicht und unterziehen sich weiterhin den Genitalverstümmelung.”
 

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