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Costa Rica: Freihandelsabkommen beschlossen

Am 7. Oktober waren die Bürger von Costa Rica für einen Tag die Gesetzgeber, als sie über die Zukunft des Freihandelsabkommens abstimmten. Weder die Befürworter noch die Gegner des Abkommens konnten sich des Sieges sicher sein, und so erlebte man auf den Straßen ein ausgeglichenes Bild der beiden Lager, die respektvoll miteinander umgingen.

Um 18.00 Uhr schlossen die Wahllokale und die Spannung stieg in den Zentralen der politischen Lager. In beiden Lagern gab man der Presse Interviews und sagte den eigenen Sieg voraus. Um 20.30 Uhr wurden dann die Ergebnisse bekannt gegeben. Mit mehr als 60% der gültigen Stimmen hatte sich die “Ja”-Seite durchgesetzt. Es warein eindeutiger Sieg: Die “Ja”-Seite hatte gewonnen. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse gab es Feierlaune auf der einen, und Frustration auf der anderen Seite. Es gibt Berichte über Kämpfe, Streitereien, Einschüchterungsversuchen und öffentliche Auseinandersetzungen zwischen den beiden Seiten. Die Situation erreichte aber kein problematisches Niveau.

Viele Blogger fragen, wie es nun weitergehen wird und manche sagen, dass noch vieles offen ist, weil noch viele Gesetze vom Parlament bestätigt werden müssen, bevor das Freihandelsabkommen in Kraft tritt.

Fusil de Chispas [ES], der gegen das Abkommen war, schreibt:

Die Mehrheit der Costa-Ricaner ging zur Wahl, die Mehrheit stimmte für “Ja”. Das Abkommen ist beschlossen. “Costa Rica wird bekommen, was es verdient, das Gute wie das Schlechte.”

Im Blog Crisálida de la Mariposa [ES] schreibt Alejandra:

 Ein gebildetes Land hat nicht nur eine hohe Alphabetisierungsrat, sondern auch viele Bürger, die die Verantwortung übernehmen kritisch zu denken. Dies könnte sich in den vielen Mails, Blogs, Websites und FTA-Videos widerspiegeln. Darum war es für mich nicht nur eine Abstimmung über “Ja” oder “Nein”, die Abstimmung war für mich historisch, sie hat unsere demokratische Reife bewiesen, unser Bildungsniveau und die geistige Gesundheit unserer Gesellschaft.

Geschrieben von Roy Rojas.

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