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Kirgistan: Umfragen und Spioninnen im Parlament

Aktiv diskutierte die kirgistanische Blogosphäre die Ergebnisse einer nationalen Umfrage, die vom International Republican Institute (IRI) im Mai 2007 durchgeführt wurde. Ca. 1.500 Einwohner Kirgistans über 18 Jahre wurden befragt.

Den Ergebnissed zufolge sind wirtschaftliche Entwicklung, Korruption und politische Krisen die Hauptprobleme Kirgistans. Die Einwohner sind am meisten über drohende Kriege, Unruhen und wirtschaftliche und ökonomische Instabilität besorgt, wie die Ergebnisse der Umfrage zeigen.

Einige pessimistische Notizen über die eigentlich positiven Indikatoren zu Kirgistans Situation wurden auf Foren gepostet.

So denkt zum Beispiel IoLa, dass es merklich schlechter geworden ist, obwohl die Umfrage eigentlich insgesamt auf wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt hinweist. Zoltan stimmt auch einigen der Ergebnisse nicht zu (beide Links auf Russisch):

Интересно кто это написа что им лучше живется, наверное жогорку кенеш опрашивали!?!?!?

Ich frage mich, wer geschrieben hat, dass das Leben besser sei; ich tippe, dass auch Parlamentarier befragt worden sind?!?!

Eine andere interessante Umfrage wurde von der russischen Online Zeitung “Novyi Region” mit dem Ziel durchgeführt, den “sexiest president” der früheren Sowjetunion zu identifizieren.

Unter den 15 Staatsoberhäupten stellt es sich heraus, dass Kirgistans Präsident Kurmanbek Bakiyev der fünft-“sexiest” Präsident sei. Eine interessante Diskussion dieses Themas kann auf Svobodnoe Pokolenie (Freie Generation) gelesen werden, und die vorläufigen Ergebnisse der Umfrage wurden von Mirsulzhan auf neweurasia gepostet (beide Links auf Russisch).

Честно говоря, меня тревожит факт, что нашему Салиевичу кроме сексуальности нечем хвалиться. Обыдна. Если Салиевич сексуальный – то Бабанов кто?

Um ehrlich zu sein, bin ich etwas besorgt, dass unser geehrter Salievich (Bakiyev's Mittelname) auf nichts außer seiner Sexualität stolz sein kann. Wenn er sexy ist – was ist dann Babanov (Abgeordneter)?

Die Diskussionen in der Blogosphäre waren nicht nur auf Umfragenergebnisse beschränkt; der Failed States Index, der jedes Jahr vom Fund for Peace und dem Foreign Policy Magazin herausgegeben wird, hat auch die Aufmerksamkeit der Blogger erregt. Asel auf neweurasia und Shannon auf nonpon haben beide Posts über die Rangliste geschrieben, auf der Kirgistan dreizehn Plätze auf Nr. 41 fällt. Shannon hat folgendes zu sagen:

Angeblich stieg Kirgistan am weitesten in der Rangfolge ab, ganze 13 Plätze auf Nr. 41 fallend. Ermunter daran ist, dass dieser Abstieg durch fallende Indikatoren in nahezu allen Bereichen resultierte, die wiederum ziemlich gering ausfielen. Die Fähigkeit der Kirgisen ihr Land zu verlassen scheint der Hauptfaktor zu sein, der das Land über Turkmenistan in der Rangliste stehen lässt.

Die kirgisische Blogosphäre diskutiert andauernd politische Fragen und die letzten beiden Wochen waren keine Ausnahme. Eine erhitzte Debatte trug sich über eine festgenommene Spionin zu, eine Angestellte des Pressereferats des kirgischen Parlaments. Angeblich übermittelte sie geheime Information an China.

Baisalov sagt, dass es sich hierbei nur eine PR-Aktion Sutalinovs (Staatssekretär für Nationale Sicherheits) gehandelt habe, da dieser sich einfach oft so geriert. Naryn Aiyp kommentiert Djekshenkulovs (früherer Außenminister) Stellungnahme, dass es nicht richtig gewesen sei, einen Spion kurz vor dem im August geplanten SCO Gipgel in Bischkek zu enttarnen. (Links auf russisch).

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