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Jemen: Während die Luftangriffe Saudi-Arabiens anhalten, steigt auch die Anzahl toter Zivilisten

Photograph shared by Yemeni journalist Nasser Arrabyee on Twitter  @narrabyee on Twitter

Foto, geteilt vom jemenitischen Blogger Nasser Arrabyee
@narrabyee über Twitter

Nach Aussagen des jemenitischen Gesundheitsministers wurden heute morgen durch die Luftangriffe Saudi-Arabiens und seiner Verbündeten gegen die Huthi-Rebellen 18 Menschen getötet und 24 Menschen verletzt.

Eine Koalition aus zehn Statten, darunter Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, der Sudan, Marokko, Pakistan, Ägypten und Jordanien, begannen mit den Luftangriffen im Jemen, um gegen die Huthi-Rebellen anzukämpfen. Diese brachten den Jemen in Januar unter ihre Kontrolle. Die Unternehmung, “Operation Decisive Storm” genannt, hat die volle Unterstützung der USA, einer der wichtigsten Verbündeten der Saudis.

Auf Twitter wurde das Ausmaß des menschlichen Tributs der Attacken klar. Das Blutbad in der Hauptstadt Sanaa bescherte den Jemeniten ein unsanftes Erwachen. Die ersten Luftangriffe begannen kurz nach zwei Uhr nachts.

Im Jemen wird heftig getwittert:

Gesundheitsministerium: 18 Zivilisten wurden getötet und 24 verletzt während der Angriffe der #Saudis in #Sanaa, gelesen auf SabaNews. #Jemen

Der politische Aktivist Ammar al-Aulaqi twittert, dass ganze Familien aus Sanaa flüchten, nachdem die Luftangriffe um 6:09 Uhr weitergeführt wurden:

Starker Verkehr auf den Straßen aus Sanaa raus, ganze Familien flüchten heute.

Neben Ammar el Aulaqui teilen weitere zahlreiche jemenitische Twitter-Nutzer Fotos der durch die Luftangriffe verursachten Zerstörung, von der mehrere Wohngebiete und Nachbarschaften im Norden Sanaas betroffen waren.

Mehr Totesopfer im Krieg der Saudis/USA im Jemen. Es gibt Berichte über eine große Anzahl von Toten in einer Nachbarschaft im Norden von Sanaa.

Die zerstörten Häuser in Sanaa, die im von den Saudis/USA geführten Krieg gegen den Jemen ins Visier genommen worden waren.

In dieser Nachbarschaft nördlich von Sanaa wurden viele Frauen und Kinder ermordet.

Der jemenitische Journalist Nasser Arrabyee twitterte ebenfalls über die durch die Attacken zerstörten Wohnhäuser:

Durch die Bombardierungen der Saudis wurden Wohnhäuser und Autos nahe dem Flughafen von Sanaa zerstört.

Die Bloggerin und Aktivistin Afrah Nasser berichtet von der Situation in Aden, die einem blutigen Straßengefecht mit mehreren Toten gleicht:

In #Aden herrscht zur Zeit ein Straßengefecht. Auf den Straßen liegen die Leichen. #Jemen

Sie macht auch auf die humanitäre Krise aufmerksam, die nach den Angriffen nur schlimmer werden kann, denn im Jemen sind mehr als 15,9 Millionen Menschen auf irgendeine Form der humanitären Hilfe angewiesen.

15,9 Mio. Menschen – um 8 Prozent mehr als letztes Jahr – brauchen zur Zeit im Jemen die ein oder andere Form von humanitärer Unterstützung.

Die wirkliche Tragödie wäre die katastrophale humanitäre Situation. Hunger und Mangel an Grundversorgung würde zu noch mehr Gewalt führen. #Jemen

Hisham Al-Omeisi reflektiert in seinen Nachrichten über die Todes- und Verletzungsrate unter Zivilisten, die auch weiterhin steigen wird, da die Infrastruktur zum Schutz der zivilen Bevölkerung, insbesondere vor Luftangriffen, fehlt.

Keine Luftschutzbunker, keinerlei Zufluchtsstätten in Sanaa… Wir haben nie mit Luftangriffen/Bombardements gerechnet und sind auch nicht darauf vorbereitet… #Jemen

Bleibt dran für mehr Berichterstattung aus dem Jemen!

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