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Die Fotografie hilft diesen jungen Frauen, im besten Sinn die Regeln zu brechen

Deborah Klochko workshop

Die Teilnehmerinnen des Workshops “¡Rompe las reglas de la foto!” (Brich die Regeln der Fotografie!). Foto von Angie Keller, Verwendung mit Erlaubnis.

In Oaxaca im Südosten Mexikos leben sieben von zehn Frauen in Armut. Der Zugang zu Bildung ist besonders für indigene Frauen sehr begrenzt. Während sie dort schon früh eine wichtige Rolle im Haushalt übernehmen, erhalten sie gleichzeitig aufgrund regionaler Traditionen oft keine Schulbildung, so die Bundesbehörden.

Vor diesem Hintergrund haben sich das kalifornische Museum of Photographic Arts (MOPA) und die mexikanische NGO Fondo Guadalupe Musalem zusammengetan und an einem Wochenende im November 2018 einen Workshop über Fototechniken veranstaltet, an dem 25 junge Frauen teilnahmen.

Seit seiner Gründung 1995 organisiert der Fondo Guadalupe pädagogische Workshops für junge Frauen aus indigenen und ländlichen Gemeinschaften, die dafür Stipendien erhalten.

Global Voices sprach per E-Mail mit Deborah Klochko, Leiterin des MOPA, die uns Näheres über die Initiative berichtet hat.

Global Voices (GV): Wie kam es zu der Zusammenarbeit zwischen MOPA und dem Fondo Guadalupe Musalem?

Deborah Klochko (DK): Supe del Fondo Guadalupe Musalem a través de su instructora de fotografía Marcela Taboada, a quien conocí en un taller que di en Ciudad de México. Me contó sobre su programa e inmediatamente supe que MOPA tenía que formar parte de él. Supimos que éramos una colaboración destinada, al poder usar la fotografía como parte de su travesía.

Deborah Klochko (DK): Bei einem Workshop in Mexiko-Stadt, den ich geleitet habe, lernte ich Marcela Taboada kennen, die Fotografielehrerin des Fondo Guadalupe Musalem. Sie erzählte mir von ihrem Programm und mir war sofort klar, dass das MOPA ein Teil davon werden musste. Wir wussten, dass wir zusammenarbeiten und die Fotografie für diese Reise nutzen würden.

GV: Können Sie uns mehr über den Workshop erzählen, an dem die jungen Frauen im Rahmen dieser Initiative teilgenommen haben?

DK: El taller se llama ¡Rompe las reglas de la foto! Haciendo uso de un modelo interactivo, la instructora de MOPA Maria Rios-Mathioudakis y las alumnas del Fondo trabajaron en equipo para identificar las reglas fotográficas para después adrede romperlas. Las alumnas identificaron más de 15 reglas, como por ejemplo, el cuidado que se le da a una foto impresa para no deteriorarla, enmarcar y colgar fotos en una pared para ser mostradas, etcétera.

En equipo o en pares, las alumnas se propusieron a romper las reglas que identificamos, tomando fotos, imprimiéndolas e interviniendo en el proceso. Estas intervenciones se dieron cuando crearon su propio collage (recortando sus imágenes y reconstruyendo una sola imagen con los recortes), creando siluetas, escribiendo sobre las imágenes con plumones (varias hicieron esto es su idioma natal), y creando perfiles de sus compañeras (al estilo de David Hockney [pintor británico] y Joyce Neimanas [fotógrafa estadounidense]). Este estilo juega con su percepción de su espacio ya que presenta una representación compleja del sujeto.

DK: Der Workshop stand unter dem Motto „Brich die Regeln der Fotografie!“. Maria Rios-Mathioudakis, die den Workshop für das MOPA leitete, wandte ein interaktives Modell an, bei dem sie gemeinsam mit den Teilnehmerinnen des Fondo daran arbeitete, die Regeln der Fotografie zu identifizieren, um sie dann gezielt zu brechen. Die Teilnehmerinnen erkannten mehr als 15 Regeln, zum Beispiel, wie mit dem Abzug eines Fotos umgegangen werden sollte, damit es nicht beschädigt wird, oder wie Fotos gerahmt und aufgehängt werden.

In kleinen Gruppen arbeiteten die Teilnehmerinnen dann daran, die ermittelten Regeln zu brechen: Sie machten Aufnahmen und Abzüge und griffen in diesen Prozess ein. So erstellten sie ihre eigenen Collagen (indem sie ihre Fotos zerschnitten und zu einem neuen Bild wieder zusammensetzen), beschrifteten dabei die Fotos (teilweise in ihrer Muttersprache) und fertigten Umrisse anderer Teilnehmerinnen an (im Stil von David Hockney [britischer Maler] und Joyce Neimanas [US-amerikanische Fotografin]). Dieser Stil spielt mit ihrer Wahrnehmung von Raum, weil er eine komplexe Darstellung des Subjekts zeigt.

GV: Gibt es eine spezielle Begebenheit bezüglich der Teilnehmerinnen, von der Sie uns gerne berichten möchten?

DK: Recibimos a un grupo increíble de jóvenes talentosas. El taller comenzó a las 10 a.m. y termino a la 6:30 p.m. A esta hora las alumnas nos pidieron más tiempo para trabajar en sus proyectos. En todos mis años dando clases, me he encontrado con un joven o dos con el mismo tipo de motivación que vi en cada una de nuestras 25 alumnas. Fue un grupo que escarbó profundo y creó muy buen trabajo. Estuvieron presentes, fueron críticas, trabajaron en equipo y rompieron las reglas (de la mejor manera posible).

DK: Es war eine großartige Gruppe talentierter junger Frauen. Der Workshop fand von 10 bis 18.30 Uhr statt. Zu diesem Zeitpunkt fragten uns die Teilnehmerinnen, ob sie mehr Zeit haben können, um an ihren Projekten zu arbeiten. Während all der Jahre, in denen ich als Lehrerin gearbeitet habe, habe ich nur ein oder zwei junge Menschen erlebt, die so motiviert waren wie jede einzelne dieser 25 jungen Frauen. Sie haben sich wirklich intensiv mit dem Thema beschäftigt und sehr gute Arbeiten erstellt. Sie waren konzentriert, haben kritisch über ihre Arbeiten nachgedacht, als Team gearbeitet und die Regeln gebrochen (im bestmöglichen Sinn).

Guadalupe Musalem - Klochko - Oaxaca

Deborah Klochko (links im Bild) leitet die Schulungsworkshops im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Fondo Guadalupe Musalem. Foto von Angie Keller, mit Erlaubnis verwendet.

GV: Wie war diese Erfahrung für Sie als Lehrerin im Vergleich zu früheren Projekten?

DK: El grupo también fue de varias maneras parecido a los que nos encontramos en los Estados Unidos. Son mujeres jóvenes que están muy bien conectadas a las culturas globales que encuentran a través del internet: YouTube, Anime e Instagram en sus smartphones. También están muy abiertas a aprender a utilizar nuevas herramientas, aplicaciones y filtros

DK: In vielerlei Hinsicht war diese Gruppe denen in den USA ähnlich. Sie sind junge Frauen, die sehr gut mit der globalen Kultur des Internets verbunden sind: Sie verwenden YouTube, Anime und Instagram auf ihren Smartphones. Sie sind auch sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Tools, Apps und Filtern.

GV: Wie ist Oaxaca?

DK: Oaxaca es una región que valora la cultura y el arte. No hay por qué tratar de convencer a alguien de que este aspecto en su cultura les es importante. El arte es asombroso, y constantemente están organizando eventos de arte en parques públicos, en la esquina de la calle, en galerías y en museos. Fue encantador poder ser parte de todo.

DK: Oaxaca ist eine Region, in der Kunst und Kultur sehr geschätzt werden. Es ist nicht nötig, jemanden zu überzeugen, dass dieser Aspekt der Kultur wichtig ist. Die Kunstszene ist unglaublich. Ständig werden Kunstveranstaltungen in öffentlichen Parks, an Straßenecken, in Galerien und Museen organisiert. Es war toll, ein Teil davon zu sein.

GV: Möchten Sie noch etwas hinzufügen?

DK: La fotografía es un medio universal y es por esto que nuestros programas llevan un impacto global. Estas iniciativas sólo son posibles gracias a la generosidad de nuestros contribuyentes y patrocinadores.

DK: Die Fotografie ist ein universelles Medium. Deshalb haben unsere Programme, die nur durch die Großzügigkeit unserer Kooperationspartner und Förderer möglich sind, eine globale Wirkung.

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