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Junge Peruaner tauschen Waffen gegen Scheren und Rasiermesser

Foto von Fadi El Benni, von Al Jazeera English auf Flickr geteilt. Nutzung unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 2.0.

Selten waren äußere Erscheinung und Körperpflege so wichtig wie in dieser Geschichte, denn sie helfen dabei, die peruanische Jugend von der Kriminalität fernzuhalten und einen legitimen Beruf wie den des Friseurs zu fördern.

El Callao, Perus wichtigster Hafen, befindet sich an der Küste des Pazifischen Ozeans, in der Nähe des historischen Zentrums der Hauptstadt Lima – einer Region mit einer sehr hohen Kriminalitätsrate, wo Straßenraub und illegaler Drogenhandel alltäglich sind. Eine im April 2017 veröffentlichte Umfrage zeigte, dass sich 51,5 Prozent der Bevölkerung dieser Region nicht sicher fühlen.

Zur gleichen Zeit erlebt Peru – wie viele andere mittel- und südamerikanische Länder – eine steigende Nachfrage nach ästhetischen Dienstleistungen für Männer. Der Trend, das Erscheinungsbild und somit auch die ausgefallenen Frisuren von berühmten Sportlern wie Paolo Guerrero (Peru), Arturo Vidal (Chile), Pedro Gallese (Peru), oder Neymar (Brasilien) zu kopieren, hat dazu geführt, dass sich immer mehr Normalbürger in die erfahrenen Hände von Friseuren begeben, die diese aufwendigen Frisuren nachbilden können.

Die beispiellose Nachfrage nach Frisuren, die an die äußersten Grenzen der Fantasie und Kreativität gehen, hat sogar eine jährliche Veranstaltung inspiriert, den Wettkampf der Friseure „Batalla de Barberos”, der seit 2014 stattfindet. Dort treten Experten gegeneinander an, um zu zeigen, wer von ihnen die exzentrischsten Looks kreieren kann, wie man in dem folgenden Video sehen kann (weitere Videos zu aktuellen Wettbewerben gibt es auf dem öffentlichen Facebook-Profil Batalla de Barberos).

Bildungseinrichtungen wie die Schule Augusto Salazar Bondy, die sich in El Callao befindet, fanden hier eine Gelegenheit, junge Leute davon zu überzeugen, ihre Waffen gegen Friseurwerkzeuge  einzutauschen und anstelle von schlechten Ratschlägen eine Ausbildung in der Friseurkunst zu erhalten, die es ihnen ermöglicht, Arbeit zu finden.

Motiviert von dieser Tätigkeit und den sich bietenden Möglichkeiten haben Dutzende von Jugendlichen gesehen, dass sie einen Beruf ergreifen können, der derzeit in Mode ist.

Die Schule bot vor dem im März beginnenden Schuljahr spezielle  Ausbildungs-Workshops an und berichtete über einige ihrer Erfolge:

Ya en 1995 nos convertimos en el único colegio técnico de la comunidad, así como del mismo distrito del cual nos sentimos orgullosos por el amor hacia sus hijos y tener así una comunidad educativa.

1995 waren wir die einzige Fachschule in der Gemeinde und dem Bezirk, worauf wir sehr stolz sind, denn aus Liebe zu den Kindern haben wir diese Bildungsgemeinschaft aufgebaut.

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