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Bangladesch möchte Hijras, das dritte Geschlecht, verstärkt in der Verkehrspolizei einsetzen

Hijras are celebrating one year of acceptance as a third gender in Bangladesh. Images by SK Hasan Ali. Copyright Demotix (10/11/2014)

Hijras feiern den ersten Jahrestag der offiziellen Anerkennung des dritten Geschlechts in Bangladesch. Bild von SK Hasan Ali. Copyright Demotix (10/11/2014)

Die Regierung Bangladeschs plant nun Hijras, die seit 2013 offiziell als ein eigenes Geschlecht in Bangladesch anerkannt sind, in der Verkehrspolizei einzusetzen, um sie damit gesellschaftlich zu stärken und ihnen Jobs anzubieten.

Hijra ist eine weibliche Geschlechtsidentität, die Menschen die männlich oder intersex geboren wurden, angenommen haben und die in westlichen Ländern häufig als Transgender bezeichnet wird. Die Initiative der Regierung, sie in der Verkehrspolizei einzusetzen, hat großen Zuspruch der Bürger Bangladeschs erfahren.

Der Blogger Arif Jebtik sieht in diesem Schritt ein Zeichen, dass sich das Land in eine positive Richtung entwickelt:

হিজড়াদের এই নিয়োগ চিন্তা রাষ্ট্র হিসেবে মানবিক হয়ে উঠার পথে একটি ক্ষুদ্র কিন্তু অতিশয় গুরুত্বপূর্ণ পদক্ষেপ। প্রথম দিকে এই প্রজেক্টটি হয়তো পুরো সফল হবে না, হিজড়াদেরকে সামাজিক ভাবে অবস্থান দেয়ার ক্ষেত্রে অনেক বাঁধা-বিপত্তি আসবে, কলিগদের মাঝে অসন্তোষ হবে, পথের মানুষ হয়তো সহজে তাঁদেরকে সিরিয়াসলি নিতে যাবেন না-তবে আমি আশাবাদী এসব ঝুটঝামেলা শেষ হয়ে এটি একটি সুন্দর উদ্যোগ হয়ে উঠবে।

Hijras im Polizeidienst einzustellen ist ein kleiner aber wichtiger Schritt des Landes, menschlicher zu werden. Die erste Phase des Projekts wird vielleicht nicht erfolgreich sein. Hijras werden viele Hürden nehmen müssen, bis sie ihren sozialen Status erreichen und es wird Enttäuschung unter den Beschäftigten geben. Menschen werden sie möglicherweise nicht ernst nehmen. Aber ich hoffe, dass sie all diese Hindernisse nehmen werden und sich die Initiative als großartig erweist.

Der Twitternutzer Harun ur Rashid begrüßt den neuen Regierungsplan:

Hijras in der Verkehrspolizei in Bangladesch einsetzen. Ein sehr begrüßenswerter Schritt der Regierung.

Hijras in Bangladesch erfahren noch eine weitverbreitete Diskriminierung und haben häufig Probleme, Arbeit zu finden. Der Ex-Banker Syed Ashraf Ali schrieb in einem Gastkommentar im Financial Express:

Denied of employment opportunities, the hijras are forced to eke out a living by doing things that are often not to our liking. Many take to extortion of money by disrupting work or creating nuisance in public places. Some, however, perform at ceremonies while others turn to begging or sex work.

Dadurch dass den Hijras Arbeitsmöglichkeiten häufig verweigert werden, sind sie gezwungen sich mit Arbeiten durchzuschlagen, die nicht unserem Geschmack entsprechen. Viele gewöhnen sich daran, bei ihrer Arbeit erpresst oder an öffentlichen Plätzen belästigt zu werden. Einige treten bei Feiern auf, während wieder andere betteln oder sich prostituieren.

Rubait Saimum ermahnt die Netizens die Regierungsinitiative nicht zu loben ohne die praktischen Details zu kennen:

[…] যারা দুই দিন আগেও রাস্তায় চাদাবাজি করত তারা কিভাবে ট্রাফিক কন্ট্রোল করবে তা ভাবার বিষয়, সাধারন ট্রাফিক পুলিশের ট্রেনিং বাইরে আর কি কি ট্রেনিং এর আওতায় আনা হচ্ছে তা খতিয়ে দেখা দরকার আর এটা কতটুকু বাস্তবায়ন যোগ্য আর বাস্তবিক তাও ভাবা উচিত শুধু প্রশংসা আর মারহাবা শোনার জন্য কোন সিদ্ধান্ত সরকারের নেয়া উচিত হবে না।

[…] Noch wenige Tage zuvor wurde von Hijras durch Bedrohungen und andere Aktivitäten in der Straße Geld eingetrieben. Deshalb müssen wir darüber nachdenken, wie sie den Straßenverkehr regeln können und respektiert werden. Wir müssen auch verstehen, welche Art von Training sie in der Polizei bekommen werden. Darüberhinaus sollten wir nachdenken, ob diese Initiative realistisch genug ist, um erfolgreich umgesetzt zu werden und wie es realistisch möglich wäre. Die Regierung kann nicht gedankenlose Entscheidungen treffen, nur um gelobt zu werden.

Dev Saha denkt, dass Hijras den Job besser ausführen werden als die durchschnittlichen Beschäftigten der Verkehrspolizei. Als Beispiel nennt er den Fall von zwei Hijras, die im März auf offener Straße zwei der Männer, die den Blogger Washikur Rahman überfallen und umgebracht hatten, bei ihrer Flucht aufgehalten und gefasst haben. Saha schrieb im Dhaka Tribune:

Transgender people might do better job than regular Bangladeshi police as evidenced by the Washikur murder incident. Only they could catch the attackers with their bare hands. Shameful indeed for the well fed Bangladeshi Police!

Transgender Menschen werden diesen Job wahrscheinlich besser ausführen als die reguläre Polizei Bangladeschs, dass hat der Fall des Mörders von Washikur gezeigt. Nur sie haben es geschafft, mit bloßen Händen die Angreifer zu fassen. Beschämend für die gut ausgebildete Polizei Bangladeschs!

Das Sozialamt schätzt, dass derzeit über 10.000 Hijras in Bangladesch leben. Die Regierung hat in den Rechnungsjahren 2012 und 2013 ungefähr 9 Crore Taka (1,15 Millionen US-Dollar) für Förderprogramme für Hijras ausgegeben.

Laut der Economist Intelligence Unit ist Dhaka, die Hauptstadt Bangladeschs, eine der lebensunwertesten Städte weltweit und der extreme Verkehrsstau hat zu diesem Ruf dazu beigetragen. Die Stadt kann das wachsende Verkehrsaufkommen nicht mehr bewältigen, was eine Stressquelle für viele darstellt. Es besteht daher die Hoffnung, dass Hijras in der Verkehrspolizei dazu beitragen werden, diesen Verkehrsstau zu reduzieren.

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