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Ugandischer Friedensaktivist für Friedensnobelpreis nominiert

This is Uganda (ThisIs256) [Das ist Uganda] ist eine Online-Plattform für talentierte Schriftsteller in Uganda, die entschlossen sind, positive Geschichten über ihr Land zu schreiben und damit Berichte über Betroffenheitsjournalismus, Hunger, Ebola oder auch Tribalismus zu verbannen. Ihr Ziel ist es, ein authentisches, reflektiertes, ehrliches und objektives Bild von Uganda zu zeichnen, das in den großen westlichen Medien so nicht zu finden ist.

Ihre neueste Geschichte handelt von Victor Ochen, einem ehemaligen Binnenflüchtling, der vom American Friends Service Committee (AFSC) [Amerikanisches Hilfskomitee der Freunde], einer Organisation der Quäker für soziale Gerechtigkeit, für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.

In der Vergangenheit nominierte das AFSC Desmond Tutu, Martin Luther King Jr. und US-Präsident Jimmy Carter, die alle mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden. Die Organisation nominierte außerdem erfolglos Mahatma Gandhi, der nie den Friedensnobelpreis erhielt, obwohl er zwischen 1937 und 1948 insgesamt fünf Mal nominiert war.

Der 33-jährige Ochen gründete 2005 das African Youth Initiative Network (AYINET) mit Sitz in Lira, Uganda. Das Netzwerk leistet medizinische Hilfe für Opfer von Verbrennungen, Verstümmelungen jeglicher Art, Vergewaltigung und psychischer Folter. Außerdem fördert es Youth Leadership. AYINET hat sich zu einem internationalen Netzwerk medizinischer Fachleute entwickelt, die Opfern beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Lebensgrundlage unterstützen. Mit den Worten von This is Uganda:

What Victor did out of sheer compassion added him to this prestigious list. As a teenager in Abia camp that was home of over 40,000 people, he formed a peace club with his peers in the camp. This initiative angered the elders “Why are you talking about peace that you have never seen?” He was enterprising; he risked his life to burn charcoal to raise his school fees. Then later he joined secondary school and could barely afford time to do his charcoal business so he became a cobbler, he used to repair shoes of kids at school. One day he landed a big job of mending the shoes of the school football team, unfortunately that money was stolen. His hard work and favor from the teachers saw him through high school

Victor’s heart was home even when he worked with straight talk foundation in Kampala, interacting with the people in the field made him realize that the people of northern Uganda wanted more than hand outs but wanted and deserved more. That is when he left his job and started the African youth initiative Network. This initiative mobilizes communities especially the youth to pursue peace and human rights, reconciliation. They offer psychosocial support to the former victims of conflict, most of who suffer severe emotional pain and struggle with forgiveness, they have also supported over 5000 people with reconstructive surgeries especially the women whose lips were cut off, the initiative also supports income generating activities, have formed 100 peace clubs in schools and universities in northern Uganda and over 6000 young people have gone through the peace building and transitional justice programme.

Das, was Victor aus reinem Mitgefühl getan hat, hat ihm einen Platz auf dieser prestigeträchtigen Liste verschafft. Im Abia Camp, in dem mehr als 40.000 Menschen lebten, gründete er mit gleichaltrigen Freunden einen Friedensclub. Diese Initiative erzürnte die Ältesten. “Warum redest du über Frieden, den du nie gesehen hast?” Ochen wurde zum Unternehmer. Er riskierte sein Leben beim Arbeiten in einer Köhlerei, um so seine Schulgebühren bezahlen zu können. Später besuchte er eine weiterführende Schule und hatte kaum noch Zeit für seinen Job als Köhler, also wurde er Schuster. In der Schule reparierte er die Schuhe der anderen Kinder. Eines Tages erhielt er den großen Auftrag die Schuhe der gesamten Fußballmannschaft seiner Schule zu reparieren, doch leider wurde das Geld gestohlen. Seine harte Arbeit und die Gunst der Lehrer halfen ihm durch seine Schulzeit.

Victors Herz war zu Hause, selbst als er mit der Straight Talk Foundation in Kampala arbeitete. Der Kontakt mit den Leuten vor Ort machte ihm bewusst, dass die Menschen in Norduganda mehr wollten als nur Almosen und dass sie auch mehr verdient hatten. Daraufhin gab Ochen seinen Job auf und gründete das African Youth Initiative Network. Die Initiative mobilisiert Kommunen, insbesondere Jugendliche, sich um Frieden, Menschenrechte und Versöhnung zu bemühen. Sie bieten psychologische Unterstützung für die ehemaligen Opfern des Konflikts, von denen viele unter seelischen Schmerzen leiden und denen es schwer fällt, zu vergeben. AYINET hat außerdem über 5.000 Menschen, die meisten von ihnen Frauen, denen die Lippen abgeschnitten wurden, mit wiederherstellenden Operationen unterstützt. Darüber hinaus fördert die Initiative einkommensschaffende Maßnahmen. AYINET hat 100 Friedensclubs in Schulen und Universitäten in Norduganda gegründet und mehr als 6.000 junge Menschen haben das Programm zur Friedenskonsolidierung und Übergangsjustiz durchlaufen.

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