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Palästina trauert um die in Raqqa ermordete ISIS Gefangene Kayla Mueller

CNN announces that the US has confirmed that ISIS captive Kayla Mueller is dead. Photograph shared by @AdhamEtoom on Twitter

CNN berichtet, die USA habe den Tod von Kayla Mueller, Geisel der Terrorgruppe ISIS, bestätigt. Foto geteilt von @AdhamEtoom auf Twitter

Der Tod der 26-jährigen amerikanischen Staatsbürgerin und humanitären Helferin Kayla Mueller, eine Geisel der Terrororganisation ISIS, wurde heute bestätigt. Mitarbeiter der Organisation International Solidarity Movement in Palästina gedenken ihrer freiwilligen Mitarbeit beim “gewaltlosen Wiederstand gegen die Enteignung und Zerstörung palästinensischer Häuser und Gründe” im August und September 2010.

Die Bekanntgabe folgt Tage nach der Meldung der Terrorgruppe selbst, Kayla sei bei einem Luftangriff nahe Raqqa, Syrien, ums Leben gekommen. Mueller stammte aus Arizona und wurde im August 2013 in Aleppo, Syrien, festgenommen. Dort arbeitete sie ehrenamtlich im spanischen Krankenhaus der Organisation Ärzte ohne Grenzen. ISIS, welche Raqqa zur Hauptstadt ihres islamischen Kaliphates erhob, verkündete, dass die Geisel während eines jordanischen Luftangriffes ums Leben gekommen war. Dieser soll eine Vergeltungssaktion für die Ermordung des jordanischen Piloten Muath Al Kasasbeh letzte Woche gewesen sein, der in einem Käfig gefangen und angezündet worden war.

Nach Angaben von CNN beteiligte sich Mueller “an internationalen Ereignissen” seit sie ein Teenager war. Es wird berichtet:

2012 ging Mueller mit dem Danish Refugee Council und der humanitären Organisation Support to Life nach Syrien.

Nach Angaben ihrer Familie fiel sie im August 2013 in Aleppo, Syrien, beim Verlassen eines Krankenhauses der Organisation Ärzte ohne Grenzen in die Hände der Geiselnehmer.

Ihre Familie erhielt erst 10 Monate nach den Ereignissen ein Lebenszeichen und eine Lösegeldforderung von ISIS.

Mueller at a protest tent in Sheikh Jarrah. Photo courtesy of ISM

Mueller in einem Protestzelt in Sheikh Jarrah. Foto mit freundlicher Genehmigung von ISM

Nach Angaben der Organisation ISM war Mueller von August bis September 2010 freiwillige Mitarbeiterin der Organisation und ” arbeitete zusammen mit Palästinensern für einen gewaltlosen Widerstand gegen die Enteignung und Zerstörung ihrer Besitztümer.”

Im Viertel Sheikh Jarrah der besetzten Region Ost-Jerusalem versuchte sie zusammen mit der Familie Al Kurd die Übernahme ihres Heims durch israelische Siedler zu verhindern.

Während sie in Palästina arbeitete:

begleitete Kayla palästinensische Kinder in der Nachbarschaft Tel Ruimeda in Al-Khalil (Hebron) auf ihrem Weg in die Schule, wo die Kinder regelmäßigen Attacken durch israelische Siedler und das Militär ausgesetzt sind. In Izbat Al Tabib half sie den Einwohnern der Stadt in einem Protestzelt gegen die Zerstörung ihrer Häuser. Zudem nahm sie in den palästinensischen Dörfern an wöchentlichen Freitagsdemonstrationen gegen die Beschlagnahmung des Landes zur Erweiterung der illegalen israelischen Sperranlagen und des Siedlungsgebietes teil.

ISM veröffentlichte auch einige von Muellers Schriften aus ihrer Zeit in Palästina:

Kayla veröffentlichte im Netz Schriften über ihre Arbeit mit ISM in Palästina im August und September 2010. Sie schrieb: “Wie kann ich das Geschenk der Freiheit und freien Meinungsäußerung missachten, wenn ich weiß, dass Leute, die mir am Herzen liegen, dafür erschossen werden könnten?”

Lesen Sie den Rest der Nachrichten hier.

Online zollt man Mueller auf der ganzen Welt Tribut.

ABC 15 Arizona teilte einen von Mueller handgeschriebenen Brief aus dem Frühjahr 2014:

In dem Brief schreibt sie:

Ich werde nicht verzweifeln und aufgeben, egal wie lange es dauert… Ich weiß, ihr würdet wollen, dass ich stark bleibe. Das ist genau das, was ich mache. Sorgt euch nicht, sondern betet weiterhin für mich, so wie ich, und so Gott will werden wir uns bald wiedersehen.

Der Ägypter Mahmood Ali beschreibt die Luftangriffe als “sinnlos” und betont, dass diese nicht zwischen Dschihadisten und unschuldigen Personen unterscheiden:

Resigniert trauert er um Mueller:

Die Anwältin Rabia Chaudry aus Washington DC sagt dazu:

Der mauretanisch-amerikanische Aktivist Nasser Weddady kommt zu dem Ergebnis:

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