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Ist das ‘Sky Cycle’ die skurrilste Attraktion Japans?

Alle Links in diesem Artikel führen, soweit nicht anders gekennzeichnet, zu englischsprachigen Webseiten.

seto ohashi

Die große Seto-Brücke mit Blick nach Süden auf Takamatsu auf der Insel Shikoku. Foto: Nevin Thompson.

Falls du auf der Suche nach einem atemberaubenden Ausblick bist und nicht unter Höhenangst leidest, dann ist das “Sky Cycle” (wortwörtlich: Himmelsrad) des Vergnügungsparks Washuzan Highland im japanischen Präfekt Okayama genau das Richtige für dich. 

Immer mehr Fotos des Sky Cycles erscheinen in letzter Zeit auf Twitter, was sich wahrscheinlich auf das eindrucksvolle Bild zurückführen lässt, das unten zu sehen ist: Ein Tandem überblickt auf himmelshohen Schienen den gesamten Vergnügungspark.

Der Ausblick vom Sky Cycle in Okayamas Brazilian Park Washuzan Highland: pic.twitter.com/5JBIgCyUgd

— Mulboyne (@Mulboyne) 17. November 2014 

Der Washuzan Park befindet sich am nördlichen Ende der großen Seto-Brücke [de], deren gigantisches Konstrukt sich über das Seto-Binnenmeer erstreckt und die Insel Honshu im Norden mit der Insel Shikoku im Süden verbindet. Mit einer Gesamtlänge von 13 Kilometern ist die Brücke wahrlich ein Wunderwerk der Technik.

Zusätzlich bietet die Brücke auch noch einen herrlichen Anblick, was natürlich ein guter Grund dafür war, genau dort einen Vergnügnungspark zu bauen.

Das himmelshohe und leicht angsteinflößende Sky Cycle ist mit seinem grandiosen Ausblick ein gefundenes Fressen für das japanische Fernsehen:

Caption: The fearsome Sky Cycle of Washuzan

Titel: Das angsteinflößende Sky Cycle des Washuzan Parks

Während die Verbindung zum namensgebenden Brasilien (und somit der Name Brazilian Park) noch unklar ist, sollte darauf hingewiesen werden, dass viele Brasilianer mit japanischen Wurzeln rekrutiert wurden um in nahegelegenen Industriegebieten zu arbeiten.

Die japanische Landschaft ist übersät mit großen Vergnügungsparks von denen viele ethnische Themen aufgreifen. Diese stammen noch aus der Zeit der sogenannten japanischen Blase, in der großer Wohlstand im Land herrschte. Zu jener Zeit war internationales Reisen noch eine Neuheit für viele Japaner. Von daher boten ethnische Themenparks mit ihrem Einblick in fremde Kulturen eine gute und günstige Alternative zur Auslandsreise.

Die abgelegene Gegend Niigata, zum Beispiel, war einst das Zuhause des türkisch inspirierten Themenparks  Kashiwazaki Turkish Culture Village. Besucher der im Westen gelegenen Stadt Nagasaki hingegen, fanden sich in einem Themenpark wieder, der mit lebensgroßen Nachbildungen historischer Gebäude der Niederlande gefüllt war.

Außerdem ist es in Japan so üblich, dass herausragende nationale Wahrzeichen, wie zum Beispiel die große Seto-Brücke, einen eigenen Vergnügungspark haben. So hat sogar der Berg Fuji einen eigenen Park, den Fuji-Q Highland. Hier können Adrenalinjunkies die Aussicht auf die Berghänge genießen, während sie sich auf den berüchtigten Achterbahnen des Parks unnachgiebigen g-Kräften aussetzen.

We made it to Fuji-Q!

@tamiho_29

Wir sind im Fuji-Q angekommen!

@tamiho_29

Der Brazilian Washuzan Highland Park in Okayama scheint allerdings den Vogel abzuschießen, denn er wird von Japans Internetnutzern als der sonderbarste Themenpark der Welt bezeichnet.

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