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Die Leichen, die in Südwest Mexiko gefunden wurden, stammen nicht von den vermissten Ayotzinapa-Studenten

Portraits of missing Mexican students with carnations in a symbolic act in front of the Mexican Embassy in Bogota, Colombia on Nov. 7. Photo from Agencia Prensa Rural's Flickr account. CC BY-NC-ND 2.0

 7. November, eine Portrait-Installation der vermissten Studenten vor der mexikanischen Botschaft in Bogota, Kolumbien. Nelken dienen als Symbol der tiefen Trauer. Foto von Agencia Prensa Rural's Flickr Konto. CC BY-NC-ND 2.0

Argentinische Forensik-Experten gaben bekannt, dass die sterblichen Überreste, die in Müllhalden von Cerro Viejo, La Parota und Cocula im mexikanischen Bundesstaat von Guerrero gefunden worden waren, nicht von den 43 vermissten Studenten des Raúl Isidro Burgos Rural Lehrinstituts von Ayotzinapa stammen.

Der Nachrichtensender TeleSur brachte eine Sonderreportage darüber in den Nachrichten:

Video: Die gefundenen sterblichen Überreste sind nicht von den Ayotzinapa-Studenten: Argentinische Forensikexperten http://tlsur.net/1xhkKpi #AyotzinapaSomosTodos  

Seit den ersten Oktoberwochen ermittelt, auf Verlangen der Familien der Opfer, das Argentine Forensic Anthropology Team (Abkürzung auf Spanisch: EAAF) im Fall der illegalen Massengräber, die sich in den Stadtbezirken von Iguala und Colula im Süden Mexikos befinden. Dort wurden am 26. September während eines Übergriffs, angeführt von Igualas Polizei und der kriminellen Vereinigung Guerreros Unidos, sechs Menschen getötet, 25 verletzt und 43 Studenten verschwanden dabei spurlos.

Die EAAF betonte in einer Pressemitteilung, beim Bekanntmachen ihrer Ergebnisse:

Cabe señalar que sobre la totalidad de restos recuperados en este sitio, 28 de ellos fueron recuperados inicialmente por la PGJ (Fiscalía General) de Guerrero de cinco fosas y los dos restantes por la PGR (Procuraduría General de la República) de una sexta fosa

Es ist uns enorm wichtig zu erwähnen, dass von der Gesamtanzahl der menschlichen Überreste, die an diesem Ort gefunden wurden, bereits zu Beginn 28 aus fünf Gräbern von Guerrero’s PGJ (Bezirkstaatsanwalt) geborgen wurden. Die restlichen zwei vom sechsten Grab durch den PGR (Generalstaatsanwalt).

Nach Angaben des Generalstaatsanwalts Jesús Murillo Karam, wurden die Studenten getötet, ihre Leichen verbrannt und ihre Asche in den Fluß San Juan geworfen, nahe der Müllhalde von Colula. Da diese Aussagen aber größtenteils auf Geständnissen beruhen und ohne geringste Gewissheit publiziert wurden, entstand unter den Familienangehörigen und der mexikanischen Bevölkerung, Zweifel, Wut und Empörung.

Am Tag ihres Verschwindens wollten die Ayutzinapa-Studenten für ihre Einsätze Spenden sammeln. Gemäß der Zeitung El País hätte das bedeutet, dass die Studenten auf zentralen Straßen um Spenden gebeten hätten, dabei eventuell einen Laden betraten oder vielleicht sogar die Hauptstraße überquerten. Im Juni letzten Jahres, überfielen die Studenten das Gebäude des Stadtparlaments. Sie beschuldigten Igualas Bürgermeister, José Luis Abarca Velázquez, den Bauernanführer Arturo Hernández Cardona gefoltert und getötet zu haben.

Am 4. November wurden Abarca und seine Ehefrau, María de los Ángeles Pineda, verhaftet. Sie wurden von den Behörden als diejenigen identifiziert, die die Gewalt gegen die Studenten angeordnet hatten.

Unterdessen gelten die Studenten weiterhin als vermisst. Ein Tweet von Tatosky:

Argentinische Forensikexperten behaupten, dass die sterblichen Überreste von der Müllkippe, nicht von den #Ayotzinapa-Studenten stammen…Wo sind die #43??

Und auch andere Fragen kamen auf. Auf Twitter fragte das Theaterunternehmen Tepito Arte Acá aus Mexico Stadt folgendes:

Das forensische Team betont, dass die sterblichen Überreste in den Massengräbern nicht von den Studenten sind… Wer sind sie?

Der Fund dieser Massengräber hat den Schmerz unter der mexikanischen Bevölkerung nur noch verstärkt:

Die Erdausgrabungen in meinem Guerrero sind eine gerichtsmedizinische Handlung. Diese Situation ist sehr schmerzhaft, ich wohne in Tixtla, wo sich die Ayotzinapa Universität befindet.

Die EAAF erklärte, dass die Bode Technology Group aus den USA die genetischen Tests an den sterblichen Überresten durchführte. Die mexikanische Bundesanwaltschaft wird eine weitere Reihe von sterblichen Überresten an die Universität Innsbruck schicken. Diese stammen aus einem Massengrab, das in einer Schlucht und dem Fluss Coculagefunden wurde.

Für eine detaillierte Reportage [auf Englisch] zu diesem Thema: Bring Back Mexico's Missing #Ayotzinapa Students

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