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Wanderkinder: Offener Brief aus El Salvador

MigrantesCentroamericanos

Ballontiere heben die Stimmung der Kinder aus Zentralamerika, wenn sie auf ihre lange Reise gehen. Foto von Peter Haden via Flickr. CC BY 2.0.

Aus El Salvador schrieb Pablo Lüers einen offenen Brief [es] an auswandernde Kinder, die ohne Begleitung in die Vereinigten Staaten reisen und von dort aus in ihre Länder zurückgeschickt werden:

Ustedes aquí en El Salvador y en su pueblo o barrio, se van a encontrar de vuelta con cada una de las razones que los hicieron emprender el viaje, a pesar de todos los riesgos. Quienes de ustedes tienen hermanos mayores pandilleros, los van a encontrar todavía sin perspectiva de salida de la cárcel o de la vida criminal, porque aun no existe una política pública para abrirles puertas a una vida dentro de la sociedad.
[…] Todos, hayan sido victimas de pandillas o de policías o simplemente de la violencia generalizada, van a regresar a lo mismo. Porque es ilusorio pensar que las grandes noticias sobre su odisea en los desiertos y los territorios de narcos en México, sobre su captura y su sobre su deportación hayan despertado en los gobernantes de su patria El Salvador conciencia de lo que deben a esta generación perdida que llaman “jóvenes en riesgo”.
Así que, bichos, prepárense bien: En el aeropuerto los va a recibir con discursos conmovedores, pero al rato les va a tocar ver cómo sobreviven, cómo terminen la escuela, cómo encuentran un trabajo, y cómo hacen para no volverse pandilleros o víctimas de pandilleros, presos o muertos.

Bei uns in El Salvador und in deiner Stadt oder Nachbarschaft wirst du immer wieder den gleichen Gründen begegnen, aus denen du dich auf die Reise begibst, trotz aller möglichen Risiken. Diejenigen von euch, die ältere Brüder haben, die zu einer Bande gehören, werden glauben, auf ihrem Weg aus den Gefängnissen oder aus einem kriminellen Leben keine Perspektiven zu haben, weil es an politischen Initiativen fehlt, die ihnen innerhalb der Gesellschaft einen Platz zuweisen.
[…] Jeder von euch, sei er Opfer von Banden oder Polizisten oder auch nur Opfer der allgemein herrschenden Gewalt, wird immer wieder in dieselbe Lage kommen. Es ist illusorisch zu glauben, dass die großen Neuigkeiten über eure Feuerproben in der Wüste oder in den mexikanischen Gebieten der Drogenhändler, die Nachrichten über eure Festnahmen und Rückführungen im Bewusstsein der Herrschenden eures Landes, El Salvador, irgendetwas verändern würden über deren Ansicht, was sie dieser verlorenen Generation schulden, die sie als “Jugend in Gefahr” kennen. 
So Jungs, seid vorbereitet. Am Flughafen, wo man euch mit herzzerreißenden Reden willkommen heißt. Aber im Nu werdet ihr herausfinden, wie man überlebt, wie ihr einen Schulabschluss bekommt, wie ihr Arbeit findet und was ihr dafür tun müsst, nicht wieder einer Bande anzugehören oder Opfer von Banden zu werden, im Gefängnis zu enden oder zu sterben. 

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