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Kamerun: #NoBakchich, eine App gegen Korruption in der Verwaltung

Paul Biya, president of Cameroon - Public Domain

Paul Biya, Präsident von Kamerun. Foto frei von Urheberrechten

In Kamerun ist Korruption [fr] ein hinreichend bekanntes Thema. Seit Jahrzehnten haben massenhafte Korruptionsfälle für politische Skandale gesorgt und die dafür berüchtigte öffentliche Verwaltung in Misskredit gebracht. Dies führte wiederum zur Einführung einer speziellen Ermittlungsgruppe gegen Korruption, der man die Bezeichnung “Operation Epervier” [Operation Sperber] [fr] gegeben hat. Bis jetzt sind die Resultate dieser Task Force ziemlich durchwachsen. Deshalb haben Kameruner Bürger selbst die Initiative ergriffen [fr], um auf eine effektivere Weise über Korruption zu berichten und sie zu bekämpfen. Eine Gruppe von IT-Programmierern hat eine Anwendung namens NoBakchich [fr] entwickelt, die durch Crowdsourcing alle Informationen über die Abläufe in der öffentlichen Verwaltung sammelt. Dadurch gewinnen die Bürger eine klare Vorstellung davon, wie Anträge zu stellen sind und was sie normalerweise kosten sollten. Die App erlaubt es den Bürgern auch, über Bestechungsgelder zu berichten, mit denen sie in irgendeiner Form konfrontiert worden sind [fr]:

Ainsi, chacune d'elles est gratifiée d’une notation, baptisée «compteur de tchoko»,informant les autres usagers des bonnes ou mauvaises pratiques.  

Jedem Verwaltungsverfahren wird eine Anmerkung hinzugefügt, die “Tchoko-Zähler” [in der Landessprache bedeutet Tchoko Bestechungsgeld] genannt wird und andere Nutzer darauf hinweist, welche öffentlichen Dienste ein schlechtes Beispiel abgeben.

Le Griot berichtet, dass jährlich 600 Millionen US-Dollar durch Korruption verloren [fr] gehen. Davon entfällt ein Drittel auf illegales Holzfällen in staatlichen Wäldern. 

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