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Das Crowdsourcing des ukrainischen Aufstandes

Die Ukraine kämpft darum, das Schweigen im Internet über die Truppenbewegungen in den von Separatisten besetzten Gebieten aufrechtzuerhalten. (Ein amerikanisches Propagandaposter aus dem Zweiten Weltkrieg, das die Konsequenzen leichtsinnigen Geschwätzes über Schiffpositionen deutlich machen soll. Public Domain.)

Die Ukraine kämpft darum, das Schweigen im Internet über die Truppenbewegungen in den von Separatisten besetzten Gebieten aufrechtzuerhalten. (Ein amerikanisches Propagandaposter aus dem Zweiten Weltkrieg, das die Konsequenzen leichtsinnigen Geschwätztes über Schiffpositionen deutlich machen soll. Public Domain)

Blogger in der Ukraine verwenden das Internet, um die Positionierung der Truppen in dem Südosten des Landes zu veröffentlichen. In diesem Gebiet führt die ukrainische Armee gerade eine „Anti-Terror-Operation“ gegen Milizen durch, die die Kontrolle über Stadtteile in Großstädten übernommen haben. Eine Gruppe namens „Militärische Landkarten“ [ru] hat eine App für das russische Sozialnetzwerk Vkontakte entwickelt, welche jedem Nutzer ermöglicht, die Standorte von Soldaten und militärischen Ausrüstungen auf Karten der Ukraine festzulegen. Der Service scheint die Erfindung separatistischer Sympathisanten zu sein, in der Hoffnung, Rebellionskämpfern taktische Informationen zu liefern. 

Freunde! Wir denken daran!“ [Bild: „Achtung: Das ukrainische Verteidigungsministerium fordert Internetnutzer auf, über die Truppenbewegungen der ukrainischen Armee zu schweigen.“]

“Militärische Landkarten” erfasst Standorte ukrainischer Truppen in der besetzten Stadt Slawjansk.

Die Genauigkeit und Aktualität von „Militärische Landkarten“ ist fragwürdig aber manche ukrainische Blogger sehen dies als eine ernsthafte Bedrohung an. Sie teilen die Warnung vor Diskussionen der Truppenbewegungen im Internet, welche vom ukrainischen Verteidigungsministerium herausgegeben wurde. Schon seit Mitte März dieses Jahres warnt [ru] die ukrainische Regierung [ru] Bürger vor der Veröffentlichung solcher Informationen im Internet. Der beliebte Twitter-Account „euromaidan“ verbreitete Mitte April die gleiche Mitteilung erneut [ru] und sammelte damit fast 900 Retweets und Favoriten. Mit Odessas scheinbarem Abgleiten in die Anarchie und dem Kampf von Soldaten aus Kiew gegen die Separatisten in südöstlichen Städten, rufen Blogger wieder auf, im Internet über Truppenbewegungen zu schweigen. 

Diese Übersetzung wurde von Danielle Maybee im Rahmen ihres Studiums am FTSK Germersheim für das Projekt „Global Voices“ angefertigt.

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