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Re:publica 2014 beginnt in Berlin

Gestern begann die Re:publica eine Social-Media-Konferenz, die seit 2007 jährlich in Berlin stattfindet und sich mit Entwicklungen von sozialen Netzwerken, digitalen Medien und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft auseinandersetzt.

In diesem Jahr lautet das Motto der Veranstaltung „ Into the Wild“. Die Veranstalter begründen die Wahl dieses Themas folgendermaßen:

„Wenn Algorithmen uns zu gläsernen, kontrollierbaren, weil berechenbaren Menschen machen, müssen wir vielleicht unberechenbarer werden? Die Auflösung von Strukturen, das Verlassen der populären Trampelpfade hinein ins Chaos, hinein in die Irrationalität, in die Wildnis eben, könnten Strategien sein. Aber wie finden wir uns dann noch zurecht, wie finden wir zueinander?“

In der Eröffnung durch die Veranstalter bekundeten diese Solidarität mit verfolgten oder inhaftierten Bloggern oder Nutzern anderer sozialer Netzwerke, die von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch machen.

In den Vorträgen und Workshops der Re:publica geht es um Wirtschaft und Innovationen, Wissenschaft und Technologie, Politik und Gesellschaft, Forschung und Bildung, Kultur und Medien. Den Auftakt machten The Yes Men, die wie sie selbst sagen “Social Engineering” betreiben und unter anderem Sicherheitskonferenzen unterwandern, wie sie hier auf der Re:publica erklären.

Sascha Lobo, der jedes Jahr eine Rede bei der Re:publica hält, klagte in diesem Jahr die sogenannte Netzgemeinde an. Er sagte, die Internetnutzer würden sich nicht genug für ein freies, offenes Internet, d. h. für eine freie und offene Gesellschaft engagieren. Er fordert, dass die Netzgemeinde von der “Hobby-Lobby des Internet” zur “Lobby des Internet” wird.

Die Rede hat wachgerüttelt und die mittlerweile nachlassende Aufmerksamkeit wieder auf das Thema Totalüberwachung gelenkt. Mit klaren Forderungen an die einzelnen Internetnutzer ermutigt Lobo das Publikum zum Handeln.

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