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Entführungsindustrie lässt sich in Kamerun nieder

Der Blog Matango Club greift die Entführung zweier italienischer Pfarrer und einer religiösen Kanadierin [fr] im äußersten Norden des Kamerun in der Nacht von Freitag, dem 4. auf Samstag, den 5. April 2014 auf:

In der Geschichte sind Entführungen dieser Art nichts Neues. Man erinnert sich bloß an die Entführung des 42-jährigen französischen Pfarrers Georges Vandenbeusch, die für viel Aufsehen sorgte. Er wurde am 14. November 2013 aus seinem Kloster der Pfarrgemeinde Nguetchewe, in der Nähe der Gemeinde Koza, im Norden des Landes und 700 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Yaoundé gelegen. Diese Region gilt als sehr gefährlich. Vor diesem Vorfall, am 19. Februar 2013, wurde die Familie Moulin-Fournier ebenso verschleppt. Diese beiden jüngsten Entführungen verursachten einen solch gewaltigen Aufruhr in den Medien, dass die islamistische Gruppierung Boko Haram als Verursacher verdächtigt wurde. Diese Anschuldigung wurde anschließend vom Anführer dieser Gruppe Abubakar Shekau, der sie seit 2009 leitet, bestätigt.

Unmittelbar nach der Freilassung der Familie Moulin-Fournier, vermuteten die kamerunische Presse und weitere Stimmen, dass die Regierung Kameruns der Islamistengruppe Boko Haram ein Lösegeld gezahlt habe. Diese Annahme verstärkte sich, als sich Frankreich selbst mit der Entführung des Pfarrers George Vandenbeusch, der wenige Wochen später aus der Geiselhaft frei gelassen wurde, beschäftigt hat. Diese Serie an Entführungen und Befreiungen ist noch nicht zu Ende und lässt vermuten, dass sich ein „Entführungsmarkt” sowohl an der Küste Nigerias als auch Kameruns aufgebaut hat.

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