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Umweltkatastrophe: In Kolumbien verursacht eine Dürre den Tod von Tausenden von Tieren

Chigüiro. Foto de Pierre Poulquin en Flickr bajo licencia Creative Commons  (CC BY-NC 2.0)

Capybara (Wasserschwein). Foto von Pierre Poulquin auf Flickr unter der Creative Commons Lizenz (CC BY-NC 2.0).

Alle Links führen auf spanischsprachige Seiten, sofern nicht anders vermerkt.

Eine Dürreperiode in Paz de Ariporo in der Casanare-Region [de], die zum Tod von mehr als 20.000 Tieren geführt hat — darunter Wasserschweine, Brillenkaimane [de] und Rinder hat die Welt erschüttert und sowohl Aktivisten als auch Umweltorganisationen alarmiert.

Die Nachrichtenseite “Voz del pueblo Latinoamericano” [Stimme Lateinamerikas] veröffentlichte ein Schreiben, in dem Aktivisten den kolumbianischen Staat und Ölkonzerne als ihrer Meinung nach Verantwortliche für die Umweltkatastrophe vor der internationalen Gemeinschaft, der Organisation Amerikanischer Staaten [de] und den Vereinten Nationen [de] an den Pranger stellen. Das Schreiben kommt zu folgendem Schluss: 

Wir fordern den schnellstmöglichen Erlass einer globalen Warnung zum Schutz der Menschen- und Tierrechte, insbesondere derer der Einwohner von Casanare, Kolumbien und fordern die kolumbianischen Regierung dazu auf, in dieser Sache aktiv zu werden und eine schnelle und effektive Lösung für dieses Umweltproblem zu finden, wofür erforderlich ist, dass die Ölkonzerne Verantwortung für die Umwelt übernehmen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren. Weiter bitten wir das kolumbianische Parlament eindringlich darum, zugunsten der Umwelt zu entscheiden und die Rohstoffförderung zu regulieren, die so große Schäden für die Menschheit anrichtet.  

Andere Organisationen, einschließlich Avaaz.org, führen eine weltweite Kampagne durch, in der sie sich mit diesem Argument gegen die Umweltkatastrophe aussprechen:

Ungefähr 20.000 Tiere sind umgekommen. 
Die Gattung Hydrochoerus hydrochaeris, bekannt als Capybara oder Wasserschwein, ist eine bedrohte Tierart und wird durch diese Dürrekatastrophe komplett aussterben. 
Sie zerstören unser Land.

Die Ölkonzerne müssen: Artesische Brunnen graben, wieder Bäume pflanzen… gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Sie töten unsere Tiere.

Die Nachrichtenseite “Las 2 orillas” meldete [es], dass in dieser Gegend tätige Ölkonzerne für die Umweltschäden verantwortlich seien:  

Die betroffenen Bevölkerung schreibt die Umweltschäden den Eingriffen durch Ölkonzerne wie Pacific Rubiales, Geo Park, Cecolsa, Ecopetrol, Petrominerales, Parex und New Granada zu. Hierzu zeigen Studien, dass für die Extraktion einer Gallone Erdöl 10 Gallonen Wasser nötig sind und dass für das Raffinieren einer Gallone Erdöl 7 Millionen Liter der kostbaren Flüssigkeit benötigt werden.

YouTube-Nutzer Daniel Felipe García postete ein Video von Caracol Television, in dem  in Gruben verwandelte Schlammablagerungen zu sehen sind, in denen Tiere sterben. Das Video zeigt auch, wie die Bevölkerung versucht, noch lebenden Tiere herauszuziehen:

http://youtu.be/Yggln7368Q0

Gleichzeitig äußern sich verschiedene Umweltorganisationen auf Twitter, um auf diese Notlage aufmerksam zu machen:   

Die Dürre in Casanare ist eine Folge des Klimawandels, verursacht durch verantwortungslosen Umgang der Wirtschaft mit der Umwelt.

Andrea Padilla rief zu einer Demonstration am 25. März auf, welche am 28. zur gleichen Zeit vor dem Umweltministerium wiederholt wurde:

Dienstag, der 25., 14 Uhr, Protest beim Umweltministerium gegen die tragische Situation der Tiere in Casanare.

Danke @Lullyp für DF. Wiederholung am Donnerstag, den 28., 14 Uhr beim Umweltministerium. Wir dürfen nicht lockerlassen.

Auch auf sozialen Netzwerken gab es empörte Äußerungen, beispielsweise die Folgende von Luis Alfonso Yepes:

Die Naturkatastrophe in #Casanare ist skandalös, die Reaktion des Staates ist skandalös, der “Beitrag” der Ölkonzerne ist skandalös. Eine komplette Schande.

Anibal Osorio prangert die Ölkonzerne für die Ableitung des Wassers an:

Während die Ölkonzerne Wasser umleiten, verdursten tausende Wasserschweine und viele andere Tierarten in Casanare.

Der kolumbianische Präsident meldete sich ebenfalls auf Twitter zu Wort:

Mit dem nationalen Katastrophenrat werden wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Folgen der Dürre in Casanare zu mildern.

Während einige Medien verkünden, dass neben von verschiedenen offiziellen Stellen angekündigten Lösungskonzepten das Justizministerium Untersuchungen durchführt und ein Plan zur Linderung des Problems vorangetrieben wird, generiert die Blogosphäre weiter Inhalte hierzu und setzt sich für Netzaktivismus ein.

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