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Namibias Kritik an Deutschland: Die Rückgabe sterblicher Überreste ist keine Entschuldigung

Die sterblichen Überreste der Opfer des Kolonialkrieges zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden im März von Deutschland an Namibia zurückgegeben. Nichtsdestotrotz fordert Namibia eine offizielle Entschuldigung der Bundesregierung, wie Tendai Marima, promovierter afrikanischer Literaturwissenschaftler, auf der Webseite der Think Africa Press [en] schreibt:

Die in diesem Monat zurückgegebenen Schädel und Skelette wurden von Deutschland beschlagnahmt, als Namibia, damals Deutsch-Südwestafrika, deutsche Kolonie war. Im Jahr 1884 wurde Namibia zunächst von der europäischen Kolonialmacht besetzt. 1904 setzten sich Herero und Nama, deren Land und Vieh enteignet worden waren, zur Wehr und versuchten, die Deutschen durch einen Aufstand [en] zu vertreiben.

In einer anfänglichen Revolte wurden über 100 deutsche Siedler und Soldaten getötet, aber die aus dem Aufstand resultierende Unterdrückung durch die Deutschen gestaltete sich erbarmungslos und brutal. Im Laufe der dreijährigen Niederschlagung des Aufstandes töteten sie ca. 65.000 Herero und 10.000 Nama. Das entspricht einem Anteil von 80 % und 50 % der jeweiligen ethnischen Bevölkerungsgruppe. Man spricht vom ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts.

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