Wir übersetzen die Beiträge von Global Voices in viele Sprachen, damit die Bürgermedien aus aller Welt für alle zugänglich werden.

Erfahre mehr zu Lingua-Übersetzungen  »

Palästina: Gedenken am Tag des Bodens

Dieser Beitrag ist im englischsprachigen Original bereits am 30. März 2009 erschienen.

Am 30. März, dem Tag des Bodens, gedenken Palästinenser aus der ganzen Welt, insbesondere aber die Palästinenser, die in Israel leben, dem Tag im Jahr 1976, an dem während Protesten gegen Landenteignungen sechs unbewaffnete palästinensische Bürger Israels durch die israelische Armee und der Polizei ermordet wurden.

Dieser Tag wurde zu einem Wahrzeichen des Kampfs der Palästinenser um ihr Land und an diesem Tag finden Demonstrationen statt und andere Veranstaltungen wie das Pflanzen von Olivenbäumen mit einem zunehmenden Fokus auf Kampagnen, die zu Boykott, Deinvestitionen und Sanktionen aufrufen. Palästinensische und propalöstinensische Blogger aus der ganzen Welt verfolgen aufmerksam diese Aktionen.

landday

Demonstrationen am Tag des Bodens in der Altstadt von Hebron am 28. März 2009. Foto von Anne Paq.

Yousef Abudayyeh nennt uns die Namen der sechs Menschen, die 1976 getötet wurden:

خديجة شواهنه , محسن طه ,خير ياسين، رجا أبو ريا , رأفت الزهيري وخضر خلايله
Khadija Shawahneh, Mohsin Taha, Kheir Yassin, Raja Abu Rayya, Ra’fat Al Zuheiry und Khader Khalaileh

Bas7aky postet ein Bild mit den Namen und Fotos der getöteten Menschen und zitiert den Dichter Tawfiq Ziad:

في اللد , والرملة , والجليل هنا ..
على صدوركم , باقون كالجدار
وفي حلوقكم كقطعة الزجاج , كالصبار
وفي عيونكم زوبعة من نار هنا ..
على صدوركم , باقون كالجدار
Hier in Al Ludd, Al Ramleh und Galiläa
über unserer Brust, bleiben wir wie eine Mauer
Und in unserer Kehle, wie eine Glasscherbe, ein Kaktusdorn
In unseren Augen ein Sandsturm
über unserer Brust, bleiben wir wie eine Mauer

Marcy Newman, eine amerikanische Aktivistin, die in Nablus im Westjordanland lebt, beschreibt eine Reise, die sie mit palästinensischen Freunden des Dheisheh Refugee Camps in der Nähe Betlehems unternommen hat und sie nach “Palästina von 1948″ (Israel) führte, um Orte aufzusuchen, die mit den Geschehnissen von 1976 in Verbindung stehen:

saturday late afternoon my friends from deheishe refugee camp headed out of the west bank, illegally, of course, to 1948 palestine. we felt that it was important to spend يوم الأرض (land day) in 1948 palestine in the places where the massacre took place in 1976. of course we would like to attend the demonstrations here [in Israel] tomorrow, but traveling with palestinians who are not permitted to travel freely in their land means that we cannot go to places which will have a heavy military presence. […] after we left saffuriyya we drove north to sakhnin, the palestinian city made famous for its resistance which we commemorate on land day.

Am Spätnachmittag am Samstag reisten meine Freunde vom Flüchtlingslager Deheishe aus dem Westjordanland aus, illegal natürlich, in das Palästina von 1948. Wir hielten es für wichtig, den Tag des Bodens im Palästina von 1948 zu verbringen und an den Orten, an denen 1976 das Massaker stattfand. Wir hätten natürlich auch gern an den Demonstrationen teilgenommen, die hier (in Israel) morgen stattfinden, aber das Reisen mit Palästinensiern, die sich nicht frei in dem Land bewegen dürfen, bedeutet, dass wir keine Orte aufsuchen können, an denen das Militär stark präsent sein wird. […] Nachdem wir Saffuriyya verlassen hatten, fuhren wir in den Norden nach Sakhnin, der palästinensischen Stadt, die für ihren Widerstand berühmt ist, dem wir am Tag des Bodens gedenken.

Marcy postete auch Fotos der Gedenkstätten für diejenigen, die am Tag des Bodens 1976 getötet wurden.

Jonathan Cook interviewte Dr Hatim Kanaaneh, der auf dem Blog “A Doctor in Galilee” schreibt und der Augenzeuge der Geschehnisse von 1976 war.

Unterhaltung beginnen

Für Autoren: Anmelden »

Richtlinien

  • Alle Kommentare werden moderiert. Sende nicht mehrmals den gleichen Kommentar, damit er nicht als Spam gelöscht wird.
  • Bitte geh respektvoll mit anderen um. Hass-Kommentare, Obszönes und persönliche Beleidigungen werden nicht freigeschaltet..