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Die Utopie, wir seien alle Sudanesen

Dalia Haj Omar diskutiert über die Utopie, wir seien alle Sudanesen [en]:

Nach den traurigen Ereignissen [en] vom 11. März an der Universität Khartoum [bei Unruhen war ein Student erschossen worden], tat GIRIFNA [eine gewaltfreie Widerstandsbewegung] das, was es immer tut: Sie veröffentlichte eine kurze Stellungnahme zum Tod des Studenten Ali Abbaker Musa, die sich auf Aussagen von Augenzeugen stützte. Und äußerte sich zu dem gewalttätigen Vorgehen und der Inhaftierung von Studenten aus Darfur, die eine politische Debatte und einen friedlichen Protestmarsch auf dem Universitätsgelände organisiert und daran teilgenommen hatten, um auf die jüngste Verschlechterung der humanitären Situation und Sicherheitslage in Darfur aufmerksam zu machen.

Was dann folgte, war eine lebhafte Diskussion. Mitglieder der Bewegung äußerten ihre Betroffenheit und fragten, warum der Titel der Presseerklärung lautete “Student aus Darfur in der Universität Khartoum getötet” und nicht einfach “Student in der Universität Khartoum getötet”.

Viele hatten das sichere Gefühl, dass das Herausstellen der ethnischen Herkunft des getöteten Studenten der Strategie der Regierung dienen würde, das “Sudanesische” in verschiedene Ethnien zu trennen, anstatt dass man – wovon viele von uns träumen – vorrangig und zunächst sudanesischer Bürger sei, unabhängig von der ethnischen oder tribalen Zugehörigkeit. Andere bestanden darauf, dass das Leiden damit verallgemeinert werde und wir uns auf Themen und nicht auf Stämme und Regionen konzentrieren sollten. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Mitglieder der Bewegung, die aus Darfur und aus dem Osten kommen, eine andere Meinung hatten und argumentierten, es sei relevant, die geografische Herkunft von Musa zu nennen.

Ich würde eher argumentieren, dass es in diesem speziellen Kontext wichtig ist, dass ein Student aus Darfur durch die Regierung ermordet wurde. Die Vorfälle auf dem Universitätsgelände wurden von der Vereinigung der Studenten aus Darfur organisiert, die die anderen Studenten auf die sich zuspitzende humanitäre Krise und den andauernden Konflikt in der Region aufmerksam machen wollten.

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