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Zurück aus Deutschland: Arbeiter in Mosambik warten auf zugesagten Lohn

Jeden Mittwoch versammeln sich Dutzende Mosambikaner in den Hauptstraßen der Hauptstadt Maputo und schwenken deutsche Flaggen oder halten sie in der Hand. Sie werden “Magermans” genannt, das bedeutet, dass sie aus Deutschland zurückgekehrt sind. Seit über 20 Jahren demonstrieren sie nun für die noch ausstehenden Lohnzahlungen aus der Zeit nach der Unabhängigkeit, als die sozialistische Regierung über 18.000 Mosambikaner in die damalige DDR geschickt hatte.

Als sie nach der Unabhängigkeit 1975 ihr Land verließen, wurden sie geschickt, um “sich weiterzubilden, zu arbeiten und Wissen über den Wiederaufbau zu erlangen”, erklärt ein Video von Adam Thomas:

Als die Mauer 1989 fiel, kamen viele zurück. Sie hatten nicht das gefunden, wonach sie gesucht hatten und seitdem demonstrieren sie.

Ein Bericht [en] von Louise Sherwood bei IPS News zeigt, dass “die Arbeiter 40 Prozent ihres Lohns erhalten haben, und dass die restlichen 60 Prozent nach Mosambik geschickt wurden”:

Ein Dokument [von 2002], im Besitz der Magermans, und von der Bundesregierung veröffentlicht, zeigt, dass die ehemalige DDR 74,4 Millionen Dollar an Löhnen und 18,5 Millionen Dollar an Sozialabgaben gezahlt hat. Dies entspricht pro Arbeiter ungefähr 5.000 Dollar. Die mosambikanische Regierung erkannte aber nur einen kleineren Betrag der geschuldet wird an und hat begonnen, einigen Arbeitern zwischen 10.000 und 15.000 Meticais [251 – 377 €] zu zahlen.

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