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Durch das Objektiv der Studenten der Indigenen Universität Venezuelas

Manchmal dauert es einige Tage bis die Studenten den Campus der Indigenen Universität Venezuelas (UIV) erreichen. Aus einer der landesweit verteilten einheimischen Gemeinden stammend, kommen die Studenten per Boot, Bus oder auch zu Fuß, um das Semester zu starten. Sie reizt die innovative Lernmethode, in der Rücksicht auf den speziellen Kontext und die Umstände, in denen die einheimischen Gemeinden leben, genommen wird. Die UIV beschreibt ihre Mission als [es]:

A university that raises awareness and educates young indigenous students so that they can serve their communities. We preserve and strengthen indigenous peoples and we put forth intercultural and experimental higher education.

Eine Universität die Bewusstsein schafft und junge indigene Studenten ausbildet, um ihren Gemeinden zu dienen. Wir erhalten und bestärken die Indigenen und bringen interkulturelle und experimentelle Ausbilding hervor.

Der Campus befindet sich auf 2.000 Hektar Wald und Savanne in Tauca, im Bundestaat Bolívar. Die ursprünglichen Visionäre der Universität, aus einer Organisation für Indigenenrechte, waren Indigenenführer und Jesuiten und wollten so viel wie möglich von der traditionellen Lebensweise erhalten. Die Studenten leben in kleinen Wohnungen oder “Dörfern” mit Mitgliedern der eigenen Ethnie oder mit Studenten aus anderen Gemeinden, wo sie in Gemeinschaft über offener Flamme kochen. Sie können auch den Vorteil der Umgebung nutzen und ihre Nahrung durch Fischen oder Jagen bekommen.

 

River running through UIV campus. Photo by Wadaana.

Ein Fluss, der durch den UIV Campus fliesst. Foto von Wadaana.

Zusätzlich nehmen Studenten an einer Vielzahl von Klassen teil, die sich von Indigenenrecht, Geschichte and Sprache, bis zu Kursen in Weltansicht und Spiritualität ihrer Kulturen erstrecken. Auch behandeln sie Themen im Zusammenhang mit Produktion wie etwa Bienenhaltung, Enten- und Fischzucht und anderen landwirtschaftlichen Praktiken. Diese Mischung aus akademischem und produktivem Wissen trägt zu der Einmaligkeit der Universität bei und spricht den eigentlichen Kontext an, dem die Studenten begegnen.

Aus einer der landesweit geschätzten 35-45 einheimischen Gemeinden [en] stammend, kommen Studenten unter anderen aus Pemón, Warao, Ye´kwana, Yukpa. Die Studenten werden von ihren Gemeinden ernannt, um die Universität zu besuchen; mit dem klaren Auftrag nach Abschluss der Ausbildung heimzukehren und in der Gemeinde zu dienen.

Open-air discussions. Photo by Luis Carlos Díaz and used under a Creative Commons license.

Open-air-Diskussionen. Foto von Luis Carlos Díaz, verwendet unter einer Creative Commons Lizenz.

Mit so vielen Aktivitäten und einer Vielzahl faszinierender Geschichten der Studenten, gehen oft nur Nachrichten oder Bilder aus dem Campus hervor, wenn ein Gastprofessor oder andere Besucher heimkehren, wie in dem Falle des Global-Voices-Mitarbeiters Luis Carlos Díaz, der seinen Besuch in seinem Flickr-Album dokumentierte. Es machen jedoch immer mehr Studenten von dem “InfoCentro” auf dem Campus Gebrauch und werden im Netz aktiv. Durch dieses staatliche Programm, welches die physische Infrastruktur und den Internetanschluss in ländlichen Gebieten bietet, haben die Studenten die Möglichkeit eine größere Rolle in der Darstellung ihrer Universität zu spielen, im Land, der Region und auch weltweit.

Rising-Voices-Kollaboration

Dank eines UIV-Projektes, welches von der Avina Foundation [es] unterstützt wird, wurde Rising Voices für die letzte Februarwoche auf einen Besuch an der Universität eingeladen, um eng mit einer Gruppe von Studenten zusammenzuarbeiten. Der Hauptzweck des Besuchs war die Förderung der Studenten, ihre Kenntnisse in Bürgermedien so zu stärken, dass sie selbst eine Quelle für andere Studenten, die das Internet regelmässig nutzen, sein können.

Als wichtigstes Werkzeug wurde den Studenten die Anwendung digitaler Fotografie gelehrt. Da das Hochladen der Bilder effizienter ist, in Anbetracht der schwachen Verbindungen, nahmen drei Studenten an dem einwöchigen Workshop teil, indem sie die Grundlagen der Komposition erlernten, und wie sie ihre Fotos auf das UIV-Flickr-Konto hochladen können. Die drei Studenten Wadaana Lisander, Kuranicha  und Akaneto sind in der Kommunikationsabteilung der Universität tätig.

UIV students that took part in the workshop.

UIV Studenten, die an dem Workshop teilnahmen.

Trotz der technischen Herausforderungen, wie die gelegentlichen Stromausfälle, hohe Temperaturen im Computerraum und eine Satellitenverbindung, die fast zum Stillstand kommt, sind die Studenten hochmotiviert zu lernen, wie sie eine aktive Rolle im Erzählen ihrer eigenen Geschichte spielen können. Während der Woche haben sie sich eine der digitalen Kameras der Universität ausgeliehen und schossen Bilder von ihren Dörfern, Gemeinschaftsarbeiten, Mahlzeiten und der schönen Natur, die den Campus umgibt.

Das Ergebnis nutzt und teilt die Kommunikationsabteilung der Universität jetzt auf ihren sozialen Netzwerkseiten wie Twitter (@TaucaUIV) und Facebook [es], um ein größeres Publikum zu erreichen. Geplant ist, diese Arbeit fortzuführen, und dass die drei Studenten eine aktivere Rolle in der Hilfeleistung einnehmen, damit auch andere Studenten das Internet nutzen können, um über dieses einmalige Bildungserlebnis in Venezuela zu berichten.

Update: Mehr Beispiele der Fotografien der Studenten findet ihr unter diesem Foto Beitrag auf Global Voices.

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