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Spanien: Unaufhaltsame Straßenproteste

Dieser Bericht ist Teil unseres Dossiers Europa in der Krise.

[Sofern nicht anders angegeben, führen alle Links zu spanischsprachigen Seiten.]

Seit der Ankunft der Bergarbeiter in Madrid [en], die sich wegen Einsparungen von 63% in ihrem Sektor im Vollstreik befinden, nahmen die Proteste in der spanischen Hauptstadt kein Ende. Seit dem 10. Juli kommt es täglich zu Protesten, an denen sich unterschiedliche Sektoren, wie vor allem Feuerwehrmänner und Beamte, anschließen. Die Gewerkschaften der Polizei und des Militärs schlossen sich zusammen und gaben bekannt, dass ihre Geduld am Ende sei.

Auch am 19. Juli kam es aufgrund der angekündigten Einsparungen des Regierungspräsidenten Rajoy zu Großdemonstrationen in einigen spanischen Städten. Zudem steht der “Marsch der Arbeitslosen” bei dem Tausende Arbeitssuchende aus vielen verschiedenen Städten nach Madrid marschieren. Ihre Ankunft in der Hauptstadt wird für den 21. Juli erwartet.

Die Auslöser für diese Mobilisierung in den Straßen der vergangenen Tage sind neben dem gewaltigsten “Scherenschnitt” der Demokratie, durchgeführt von der spanischen Volkspartei (Partido Popular), die von genau dieser politischen Partei systematisch gebrochenen Versprechen und die Beleidigung der Arbeitslosen durch Andrea Fabra und ihrem berühmten Ausspruch: “Que se jodan” [en] (Zum Teufel mit ihnen!) (Folge der Konversation auf Twitter #QueSeJodan.) Einige der Proteste waren nicht nur friedlich, was den generellen Ärger der Bevölkerung deutlich macht, und wurden in den meisten Fällen gewaltsam von der Polizei niedergeschlagen.

Demonstration gegen die Sparmaßnahmen in Madrid. Foto von Fotogracción.

Die sozialen Netzwerke und Medien für Gegeninformation, wie sie sich selbst bezeichnen, veranschaulichen die Geschehnisse mit Bildern, von denen im Folgenden eine Auswahl gezeigt wird. (Alle Fotos wurden, sofern nicht anders angegeben, von Fotogracción aufgenommen und unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 veröffentlicht)

Die Bergarbeiter kommen mit ihren Forderungen in Madrid an, nachdem sie 400 km zu Fuß zurücklegten:

Bergarbeiter marschieren mit ihren regionalen Fahnen in Richtung Stadtzentrum.

Am Tag nach der Ankunft der Bergarbeiter gab es panische Momente im Zentrum von Madrid. Die Polizei schoss mit Gummigeschossen auf die Demonstranten, die mit dem Ausruf “Schande” (12. Juli) antworteten. Hier findet ihr einige Videos, die von der Website Spain Revolution zusammengestellt wurden.

Fotos der spontanen Demonstration der Beamten vor dem Kongress nach der Verkündung der Einsparungen in ihrem Sektor, 15. Juli.

Versammlung von Beamten vor den Parteilokalen der Mehrheitsparteien PP (Spanische Volkspartei) und PSOE (Spanische Sozialistische Volkspartei) und dem Kongress.

Eine Frau wird während der Protestaktion festgenommen.

Bilder der Demonstration, ausgelöst durch die Sparmaßnahmen und den Ausspruch “Que se jodan” (Zum Teufel mit ihnen!) der Abgeordneten Andrea Fabra.

Ein Plakat, das die schlechte soziale Lage im heutigen Spanien symbolisiert.

Die Feuerwehrmänner erklären, dass sie “ausgebrannt” sind:

Die Feuerwehrmänner von Mieres ziehen sich aus, um gegen die Einsparungen zu protestieren. Foto von @elcomerciodigit.

Ein Feuerwehrauto bewegt sich inmitten der Demonstranten.

Wirtschaftsunterricht an einem Balkon in Leganés in der Nähe von Madrid:

Klare Ablehnung der Einsparungen des Präsidenten Rajoy, veröffentlicht von @janc1991

Spanienweiter Aufruf der Gewerkschaften für die Demonstration am 19. Juli:

Plakat des Protesaufrufs: Sie wollen das Land zerstören, das müssen wir verhindern.

 
Dieser Bericht ist Teil unseres Dossiers Europa in der Krise.

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