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Argentinien: Falkland-Olympiavideo verursacht Kontroverse

Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers Olympia 2012 in London

Über die sportliche Bedeutung des Ereignisses hinaus hat die Teilnahme an der Olympiade 2012 in London für Argentinien wegen der Erinnerung an die Opfer des Falkland-Krieges auch eine politische Dimension. Am 2. April 2012 jährte sich die Landung argentinischer Truppen auf den Falklandinseln, die in Argentinien Malvinas genannt werden, zum 30. Mal. Aufgrund der bevorstehenden Olympischen Spiele 2012, veröffentlichte das Amt des argentinischen Präsidenten eine Videobotschaft auf ihrem YouTube-Kanal [es]:

Das Video, welches vom Amt des argentinischen Präsidenten [es] produziert und auf den Inseln gedreht wurde, zeigt einen argentinischen Sportler, der auf den Falklandinseln, einem britischen Überseegebiet, für die Londoner Olympiade trainiert. Der letzte Satz löste die Kontroverse aus: “Um auf englischem Boden anzutreten, trainieren wir auf argentinischem Boden.” Der Protagonist in dem Video ist Fernando Zylberberg, ein Spieler des argentinischen Hockeyteams, das gar nicht an der Olympiade 2012 teilnehmen wird.

Die Reaktion des Olympischen Komitees kam sofort. Die Website SSQH [es] veröffentlichte eine Reaktion:

“Los Juegos Olímpicos no deben ser un foro para tratar temas políticos, y el COI lamenta cualquier uso de la plataforma de los Juegos para esos fines”, señaló la entidad en un comunicado enviado a la agencias de noticias AP. “Estamos en contacto con el (Comité Olímpico) Argentino… y en varias ocasiones nos han asegurado que el comité olímpico nacional no tratará de usar los Juegos como una plataforma política, y respetará la Carta Olímpica”, agregó el COI.

Die Olympischen Spiele sollten kein Forum für politische Themen sein und das IOK bedauert jegliche Nutzung der Plattform der Spiele für diese Zwecke,” sagte [das Olympische Komitee] in einem Statement gegenüber der Nachrichtenagentur AP. „Wir stehen mit dem Argentinischen Olympischen Komitee in Verbindung …, das uns wiederholt versichert hat, dass das Nationale Olympische Komitee nicht versuchen wird, die Spiele als politische Plattform zu nutzen und die Olympische Charta respektieren wird“, fügte das IOK hinzu.

Das Blog Sopitas [es] kommentierte auch zu der Kontroverse:

A 30 años de la guerra entre Argentina y Gran Bretaña por estas islas, y ante la proximidad de los Juegos Olímpicos, este spot parece una provocación que ya está causando polémica.

Ian Hansen, legislador de las Malvinas dijo estar decepcionado por este video, el cual “intenta politizar los Juegos Olímpicos en servicio de las ambiciones territoriales argentinas”.

30 Jahre nach dem Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien über diese Inseln und so kurz vor dem Beginn der Olympiade sieht diese Kampagne wie eine Provokation aus die schon eine Kontroverse verursacht.

Ian Hansen, Falkland-Gesetzgeber, sagte er sei enttäuscht von diesem Video, welches „versucht die Olympischen Spiele im Namen Argentiniens territorialer Ziele zu politisieren.“

Penguin News, eine Zeitung der Falklandinseln findet das Video respektlos:

Traurigerweise zeigt diese Illustration die Respektlosigkeit, der argentinischen Behörden gegenüber unserem Zuhause und unserem Volk. Es ist nicht überraschend, dass das Video in keinem Bild irgendwelche Bewohner der Falklandinseln zeigt – eine deutliche Reflexion der Politik Argentiniens, die sich einbildet, dass die Bewohner der Falklandinseln nicht existieren.

Wie die Kommentare [es] auf YouTube jedoch zeigen, hat das Video vielen Argentiniern dazu gedient ihre Position zu stärken, dass die Falklandinseln zu Argentinien gehören.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers Olympia 2012 in London

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