Wir übersetzen die Beiträge von Global Voices in viele Sprachen, damit die Bürgermedien aus aller Welt für alle zugänglich werden.

Erfahre mehr zu Lingua-Übersetzungen  »

Venezuela: Twitterkonten von Regierungsgegnern gehackt

Seit Monaten haben soziale und etablierte Medien in Venezuela von einer Enteignungswelle von Twitterkonten von Nutzern berichtet, die Präsident Hugo Chávez offen kritisieren. Netzbürger haben bemerkt, dass gewisse Twitternutzer, die für ihre Regierungskritiken gut bekannt sind, urplötzlich anfingen, vorbehaltlose Unterstützung für die “Bolivarische Revolution” in ihren Beiträgen auszudrücken, oder sich dazu bekannten, Anhänger und Bewunderer von Präsident Chávez zu sein.

Die betroffenen Twitterkonten schließen die von Künstlern [es], Politikern, Journalisten, Schriftstellern und Wissenschaftlern [es] mit ein, die die Regierung offen kritisieren und ablehnen.

Vor zwei Monaten hat die Gruppe N33 eine Pressemitteilung veröffentlicht (hier verfügbar über Taringa [es]) und Verantwortung für die Enteignungen während dieser Zeit übernommen. Sie bestätigen, dass sie Anhänger von Chávez sind, und dass sie seine Ideale teilen, dass aber weder er noch seine Regierung etwas mit ihren Aktivitäten zu tun hat.

Der Gruppe zufolge können die Meinungen der Leute deren Konten gehackt wurden, als Missbrauch der Redefreiheit und Verleumdung gegen den Präsidenten und die Staatsorgane gesehen werden. Sie behaupten auch, dass sie nicht mit Anonymous verbunden sind, eine Gruppe, die sie als “pro-imperialistisch” bezeichnen. Daniela López kommentiert in La Gente Dice [es]:

"Ich wurde gehackt, weil ich gesagt habe was ich denke! @Leonardo_Padron" via Twitpic

"Ich wurde gehackt, weil ich gesagt habe was ich denke! @Leonardo_Padron" via Twitpic

¿Tendrá que preocuparse Anonymous por este nuevo grupo de hackers? Aparentemente no, porque N33 los considera un grupo “Pro- imperialista” y lo que ellos buscan es hacer justicia por los atropellos cometidos contra el presidente Chávez y su gobierno en Twitter

Muss Anonymous sich Sorgen um diese neue Hackergruppe machen? Anscheinend nicht, da Gruppe N33 sie als “pro imperialistisch” ansieht und [N33] danach strebt, Gerechtigkeit für die Schmähungen auf Twitter gegen Präsident Chávez und seine Regierung walten zu lassen

Der Autor des Blogs Ay Caracha [es] schilt die Gruppe:

Al autor del ataque a la cuenta de Berenice, realmente lamento que gaste su inteligencia para destruir un medio que muchos de nosotros utilizábamos para entrar en contacto con los personajes de un programa de radio que tenemos derecho a escuchar.

An den Autor des Angriffs auf das Konto von Berenice, ich bedaure wirklich, dass er seine Intelligenz darauf verschwendet, ein Medium zu zerstören, das viele von uns benutzen um mit den Leuten eines Radioprogramms zu kommunizieren, das zu hören wir ein Recht haben.

Carlos Bolívar [es] sagt in seinem Beitrag “Unverlässliche Bürgermedien”:

Cada [día] sale una nueva mentira, un nuevo hackeo, entonces el día que salga un tubazo por Twitter vía @globovision o @chavezcandanga ¿QUIÉN LO VA A CREER?.

Jeden Tag eine neue Lüge, ein neuer Hack… Wenn also eines Tages eine Sensationsmeldung in @globovision oder @chavezcandanga erscheint – wer wird daran glauben?

Bei Twitter schlägt Jose Manuel da Silva (@chacazulu451) [es] die Möglichkeit vor, dass der staatliche Telekommunikationsdienst, CANTV, mit den Angriffen in Verbindung stehen könnte:

Adivina, adivinador!! RT”@NoticiasVenezue: Yo pregunto: el hackeo de las cuentas twitter no viene de dentro de la CANTV? #Venezuela

Errate es, Wahrsager!! RT”@NoticiasVenezue: Ich frage: kommt der Hack von Twitterkonten nicht von innerhalb CANTV? #Venezuela

@CelesteAcosta [es] zeigt ein sehr ironisches Happy End auf:

Solo en mi Bello Pais! #venezuela bien por Luis!!@laureanomar: Para informar que@luisvicenteleon hackeo al hacker y recuperó su cuenta…

Nur in meinem schönen Land! #venezuela Gut für Luis!!@laureanomar: Nur zur Information, dass @luisvicenteleon den Hacker gehackt und sein Konto zurück hat…

Schließlich kommentiert und reflektiert Luis Carlos Díaz in seinem Beitrag “Die Rechnung des Hackers” [es]:

En estos meses se realizaron denuncias ante los organismos competentes que se mantienen aún en proceso. El resultado es que los delitos aumentan y el silencio oficial continúa. No ha habido pronunciamientos para deslindarse de estos actos viles contra la libertad de expresión. Quizás porque es similar al retiro de concesiones de radio, la prohibición de circulación temporal de diarios, o aquella insólita resolución que censuraba las noticias y fotografías de sucesos en la prensa nacional. ¿Se recuerda eso?

In den letzten Monaten wurden Beschwerden bei den zuständigen Einrichtungen eingereicht, die immer noch bearbeitet werden. Das Ergebnis ist, dass die Verbrechen zunehmen und die offizielle Stille weitergeht. Es gab keine Bekanntmachungen, in der die Regierung sich von diesen abscheulichen Taten gegen die Redefreiheit distanziert hätte. Vielleicht weil es dem Rückzug der Zugeständnisse für Radiosender, der vorläufigen Sperre von Zeitungen, oder sogar diesem ungeheuerlichen Beschluss zu sehr ähnelt, der Nachrichten und Bilder von Verbrechen in der nationalen Presse zensiert hat. Erinnern Sie sich daran?

Unterhaltung beginnen

Für Autoren: Anmelden »

Richtlinien

  • Alle Kommentare werden moderiert. Sende nicht mehrmals den gleichen Kommentar, damit er nicht als Spam gelöscht wird.
  • Bitte geh respektvoll mit anderen um. Hass-Kommentare, Obszönes und persönliche Beleidigungen werden nicht freigeschaltet..