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Die 9/11-Retrospektive: die Geburt einer Generation

Dieser Beitrag ist Teil unserer Sonderberichterstattung Global Voices 9/11 Retrospective.

New York 9/11 Museum, photo by PeterJBellis (CC-BY)

9/11 Museum in New York, Foto von PeterJBellis (CC-BY)

9/11 Museum in New York

Zehn Jahre sind seit den von al-Kaida angeordneten Angriffen am 9. September auf die USA vergangen. Dieses Einzelereignis veränderte die Art, wie der Westen und der Nahe Osten aufeinander wirken, änderte die Einstellung zum Islamismus und führte zu neuen Einschränkungen bei Reisen und Grenzüberquerungen. Junge Menschen aus aller Welt erörtern all dies in einer Reihe von Kurzvideos, in der es um den Reifeprozess der Post-9/11-Ära geht.

Salmaa Elshanshory wohnte in Texas im Moment des Angriffs. Als muslimische Amerikanerin fühlte sie sowohl die aus Ignoranz resultierenden negativen Stereotypen als auch die Unterstützung, die Freundlichkeit und den Edelmut der Gemeinde, die nach dem Angriff Fremden zu Hilfe kam. Sie sieht ihre Generation lieber als eine Generation, in der Menschen gelernt haben, Fremden angesichts von Unsicherheit zur Seite zu stehen, und in der man Dinge mit einer positiven Einstellung hinter sich lässt.

Hisham Almiraat aus Marokko [Anmerkung: Hisham ist Mitarbeiter von Global Voices Online] fühlte sich als Muslim und Araber falsch dargestellt: nicht nur von der Regierung, die nicht anerkannte, dass es Menschen gab, die den Angriff nicht unterstützten, sondern auch von den Medien und den Attentätern, die angaben, sie hätten im Namen der Arabern gehandelt. Zehn Jahre danach wird er Zeuge, wie arabische, autokratische Regime, Fanatismus und Extremismus an Popularität verlieren und eine Zunahme an Volksbewegungen, die kämpfen und es schaffen, diese Regime zu stürzen und sie durch egalitärerer Gemeinschaften zu ersetzen.

Generation 9/11: Hisham Almiraat (Marokko) von British Council USA auf Vimeo.

Krisztian Gal aus Ungarn erinnert sich, dass Feuerwehrleute und Schulen in seiner Stadt trotz der geografischen Entfernung Maßnahmen ergriffen, um denjenigen zu gedenken, die bei dem Angriff ihr Leben verloren. Ihm wurde bewusst, dass man als Außenstehender eine andere Perspektive über die Geschehnisse bekommt und dass man durch die Verbindung mit verschiedene Kulturen und Nationen die Weltpolitik und internationale Beziehungen besser begreifen kann. Er entschied sich, dieses neue Verständnis in seine Arbeit und sein Leben einzuschließen.

Generation 9/11: Krisztian Gal (Ungarn) von British Council USA auf Vimeo.

Cristina Balli in Texas erinnert sich, wie Angst über ihre Gemeinde hereingebrochen war und wie Grenzen als Quelle für Gefahren zum Sündenbock gemacht wurden. Einwanderer wurden allgemein zu etwas Furchtbarem, wodurch sich eine konfrontative Situation ergab, und das, obwohl die Attentäter nicht über die Grenze mit Mexiko in die USA gekommen waren und die Gemeinden nichts mit dem Angriff zu tun hatten. Die vorher fließende Grenze, über die seit Generationen einen Kulturaustausch stattgefunden hatte, wurde zu einer Mauer, und sie sagt, dass dies vollkommen die Dynamik beeinflusste und die Lebensart in ihrer Stadt änderte.

Generation 9/11: Cristina Balli (USA) von British Council USA auf Vimeo.

Auf der Website Videoprojekt Generation 9/11 [EN] gibt es weitere Videos. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit von Our Shared Future des British Council und Transatlantic Network 2020.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Sonderberichterstattung Global Voices 9/11 Retrospective.

Thumbnail-Bild zeigt „WTC Tribute in Light“, 11. September 2008. Bild von Flickr-User milkmit (CC BY-NC-ND 2.0).

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