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Algerien: Die Niederlage gegen die USA bringt das Land zur Erde zurück

Die Algerier schwankten von Hoffnung zu Enttäuschung, als sie erkennen mussten, dass Patriotismus alleine nicht genügt, um beim Fußball zu gewinnen. Tatsächlich wurden ihre Träume am Mittwoch in Pretoria, Südafrika, zunichtegemacht, als die amerikanische Fußballmannschaft sie bei dem FIFA-Worldcup mit 1 zu Null schlug und damit aus dem Wettbewerb ausschaltete.

Algerische Blogger haben die Niederlage kommentiert, wie Aberrahmane schreibt [Fr]:

Durant cette coupe du monde en Afrique du Sud, les Algériens ont concédé deux défaites et un petit match nul en trois rencontres. L’Algérie est la seule équipe qui a réussi l’exploit en n’inscrivant aucun but en cette coupe du monde.

En raison du niveau très faible du football en Algérie, l’entraineur a été contraint de faire appel aux joueurs évoluant à l’étranger. C’est grâce à ces joueurs que l’Algérie a réussi à se qualifier pour la coupe d’Afrique et la coupe du monde mais ne pourrait pas aller plus loin.

Algerien erzielte bei der WM in Südafrika bei drei Spielen zwei Niederlagen und ein kleines Unentschieden. Algerien ist das einzige Team, dass es geschafft hat bei diesem Worldcup kein Tor zu schießen.

Aufgrund des sehr niedrigen Fußball-Niveaus in Algerien war der Trainer gezwungen, Spieler aus dem Ausland einzusetzen. Diese Spieler haben Algerien dazu gebracht, sich für den Afrika-Cup und den World-Cup zu qualifizieren, konnten aber nicht mithelfen, das Land weiterzubringen.

Le Montagnard urteilte [Fr] sehr hart über die Niederlage im Hinblick darauf, dass Algerien die WM aller Ehren beraubt verlässt:

Le rendement de l’équipe est médiocre. Seul un nul est réalisé face à la sélection anglaise. Les joueurs comme Ziani, Djebour et autres sortent de la petite porte. Car depuis des mois ils n’ont pas joué avec leurs clubs

Die Leistung des Teams ist schlecht. Gegen die englische Mannschaft erreichten sie nur ein Unentschieden. Spieler wie Ziani, Djebour und andere verlassen den Wettbewerb durch die Hintertür. Das ist keine Überraschung, denn sie haben seit Monaten nicht mehr für ihre Vereine gespielt.

Djalla Namri ist sichtlich enttäuscht. Er stellt die Vorbereitungen der algerischen Mannschaft vor der WM infrage [Fr]:

Alors là la question : Qu'est-ce qu'on est allé faire in South Africa?
La réponse est: el mouhim el moucharaka (l’essentiel c’est la participation) !!!!
Au passage, on signe un tas de contrats publicitaires et on laisse des millions de supporters avec cette lumineuse explication: on n'a pas d'attaque.

Es bleibt also die Frage: Was haben wir eigentlich getan, um nach Südafrika zu fahren?
Die Antwort lautet: ‘El Mouhim al Musharaka ‘ (die Teilnahme ist wichtig)!!
Wir unterzeichneten viele Werbeverträge, ließen aber Millionen von Fans mit dieser Erklärung hängen: es fehlte beim Angriff.

Trotz des Ausscheidens des Teams aus dem World-Cup haben die Algerier ihrem Torhüter M'bolhi große Anerkennung gezollt, wie der Blogger R.Z. betont [Fr]:

Le gardien des Verts, M'bolhi a été, sans conteste le meilleur Algérien sur le terrain. Il faut dire qu'il a évité à notre équipe une lourde défaite, grâce à ses interventions décisives et ses arrêts qui ont été salutaires pour l'arrière-garde de l'Algérie frileuse devant les attaques américaines. Bons placements, bonne lecture du jeu, de l'engagement, du sang froid, mais surtout de l'humilité…

Der Torwart der Grünen, M'Bolhi, war zweifellos der beste Algerier auf dem Spielfeld. Es muss anerkannt werden, dass er für sein Team eine schwere Niederlage verhindert hat, dank seiner Interventionen und entscheidenden richtigen Einschätzungen, die der eher wackeligen algerischen Verteidigung gegen die Angriffe der Amerikaner Vorteile verschafften. M'Bolhi wählte die richtigen Positionen, zeigte ein gutes Spiel mit Engagement, mit kaltem Blut, und vor allem großer Demut.


Algeriens Torwart über Verlust enttäuscht

Ein anderer Blogger, Khalid Mimoune, salutiert [Ar] ebenfalls den algerischen Torhüter. Er schreibt:

Je salue le gardien de buts Rais M’bolhi qui m’a étonné par son jeu, sa concentration et sa résistance face aux attaquants lors des deux rencontres avec les Américains et les Anglais.

Ich verbeuge mich vor Torhüter M'bolhi Rais, der mich mit seinem Spiel, seiner Konzentration und Widerstandsfähigkeit gegen die Angriffe der Amerikaner und Engländer überrascht hat.

Journalist Ithri Belateche sagt abschließend [Fr]:

Maintenant que le foot et la coupe du monde n'a plus aucun intérêt pour nous, revenant à notre quotidien et parlons du chômage, de la pauvreté, de la délinquance, du ciment, des Harragas, de la corruption et du terrorisme, bref ; la routine. Mais tout ça sans – tout de même -jeter l'emblème national au fond du placard.

Der Wettkampf ist nun vorbei und wir haben an der Fußball-Weltmeisterschaft kein Interesse mehr; so lasst uns dann zurück zum Alltag übergehen und über Arbeitslosigkeit, Armut, Kriminalität, Zement, Harragas (illegale Einwanderer), Korruption und Terrorismus sprechen. Kurz gesagt kehren wir also zur alten Routine zurück; doch sollten wir unser National-Emblem nicht in den Schrank werfen und es vergessen.

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