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USA: eingeborene Cherokees kämpfen um ihren heiligen Berg

Im Norden von Carolina kämpfen die Cherokee-Indianer derzeit darum, den Bau einer Elektrizitätsanlage zu verhindern von der sie sagen, sie würde ihre spirituelle Andacht auf Kituwah behindern, einem heiligen Berg, der als der Ort geehrt wird, an dem Gott den Cherokees ihre Gesetze und ihr erstes Feuer gab. Sie glauben, er habe fast zehntausend Jahre überlebt.

Der Berg hat einen Durchmesser von 170 Fuß (52 Meter) und ist fünf Fuß (1,5m) hoch.

Obgleich eingeborene Überreste – sowohl menschliche als auch kulturelle – in den Vereinigten Staaten durch den Native American Graves Protection and Repatriation Act (Indianer Grab- und Repatriierung Gesetz) von 1990 geschützt sind, werden heilige Erdbauten, Mounds genannt, in den Augen vieler indianischen Einheimischen immer noch verwüstet.

Der Kampf der Cherokees den Berg unberührt zu lassen hat bei Facebook “SAVE KITUWAH” über 2.000 Fans.


Foto von Kituwah in der Facebook-Gruppe von ‘Red Gryphon’ (roter Greif)

Die stellvertretende Generalstaatsanwältin des Cherokee-Reservats. Hannah Smith, schickte eine E-Mail an Duke Energy. Es ist bei Facing South, der Webseite des Instituts für Süd-Studien veröffentlicht. Sie beschreibt die Bemühungen des Ost-Stammes der Cherokees, die dieses Gebiet in 1996 zurückgekauft hatten:

Ich verstehe natürlich das Bedürfnis für mehr Elektrizität und ich weiß, dass Veränderungen ein Nebenprodukt des Fortschritts sind. Ich habe ‘Duke Power’ meinen Wunsch erklärt, die visuelle Wirkung, die diese Turm-Struktur zweifellos auf die Andacht der Cherokees haben wird, wenn sie Kituwah besuchen, so weit wie möglich zu mildern. Ich habe eine Metapher benutzt um die Auswirkungen dieser alten Ansicht von Kituwah zu beschreiben in der Hoffnung, dass es ein besseres Verständnis darüber vermittelt, wie ich (und die meisten Cherokees) davon betroffen werden. Ich sagte, die Errichtung einer solchen hässlichen industriellen “Wunde” so dicht in der Nähe unserer alten und heiligen Mutterstadt sei so ähnlich, als würde man ein Elektrizitätswerk neben eine große Kathedrale (wie der Petersdom in Rom) bauen. Die Cherokee-Kultur verehrt Kituwah und das, was von seiner unberührten Schönheit übrig geblieben ist, so wie die meisten Leute der Welt den Petersdom für seine ikonische Schönheit und als antike Andachtstätte verehren.

Sollten es den Cherokees gelingen, Duke Energie von dem Bauvorhaben abzuhalten, so wäre dies ihr zweiter Sieg in diesem Jahr. Gemäß dem Save de Sacred Sites Blog hat das Verteidigungsministerium im Januar 2010 den Bau eines Flughafens in Iolta – einem alten Cherokee-Dorf und Begräbnisstätte in Nord Carolinas – bis auf Weiteres eingestellt. Doch hatten andere amerikanische Eingeborenen-Gebiete, wie von Facing South zusammengefasst, nicht so viel Glück:

Vergangenes Jahr wurde in der Nähe von Oxford, Alabama ein Mound als Füllmaterial für den Bau eines Sam-Club benutzt und ein weiterer Mound im Gebiet von Oxford, so wurde vor Kurzem entdeckt, war beim Bau einer städtischen Sportanlage ganz und gar verschwunden.

Ende der 1990er Jahre wurde eine indianische Grabstätte in Nashville, Tennessee zerstört um einen Wal-Mart Supercenter zu bauen und eine andere indianische Grabstätte am Cumberland Fluss in dieser Stadt wurde durch den Bau des Fußballstadion für das Tennessee Titans Team gestört. In Georgia wird eine vierspurige Autobahn nahe dem Ocmulgee National Monument gebaut, ein Ort, der für die Muscogee (Creek) Indianer von sehr großer Bedeutung ist.

Weitere Fotos von Kituwah können Sie hier und hier sehen.

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