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Palästina: “In Gaza sind wir das Thema der Nachrichten, können aber nicht fernsehen.”

Gestern (am 6. Januar) wurde eine UN-Schule im Jabaliya-Flüchtlingslager, die als Zuflucht genutzt wurde, von israelischen Granaten getroffen und etwa 40 Menschen wurden getötet. Heute setzte das israelische Militär seine Operationen für etwa drei Stunden aus, um es der humanitären Hilfe zu ermöglichen, nach Gaza zu gelangen.

Prof. Said Abdelwahed, der an der Al-Azhar Universität Englisch unterrichtet, schreibt im Blog Moments of Gaza:

Thousands of the Palestinians took refuge into UNRWA schools. 40 of those have been killed in an air attack today on that school!! It seems even the U.N flag does not have any meaning to Israel? How can it consider itself a part of the international community?!

Tausende Palästinenser flüchteten in die UNRWA-Schulen. 40 von ihnen wurden heute in einem Luftangriff auf diese Schule getötet!!! Es scheint, als hätte die UN-Flagge für Israel keine Bedeutung? Wie kann es sich selbst als Teil der internationalen Gemeinschaft betrachten?!

Die kanadische Aktivistin, Eva Bartlett, bloggt bei In Gaza:

If your unbelievably small and overcrowded land was being terrorized, pulverized by bombs from the world’s 4th largest military, and your borders were closed; if your house was not safe, mosque (church) not safe, school not safe, street not safe, UN refugee camp not safe…Where would you go, run, hide? Over 15,000 have been made homeless, internal refugees from Israel’s house-bombings, shelling, and shooting. Some have been housed in UN schools around Gaza. In Jabaliya today, Israeli warplanes bombed one such school. Shifa’s [hospital] director conservatively estimates 40 dead, 10s injured. It must be higher. […] The Shifa director also told me that emergency medics still cannot reach the Zaytoun house that yesterday morning was bombed with inhabitants locked inside. There are two main accounts of the story, both criminal. One: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, separated the men – 15, I was told – and shot them point blank in front of the women and children of the family, 20, I was told. Then, laid explosives around the house and bombed the rest of the extended family. Two: Israeli soldiers rounded up the inhabitants of the multi-story house, locked them in one room for a day, and bombed it the following morning. Either way, Israeli soldiers intentionally imprisoned and bombed the inhabitants of the house. And are actively preventing medics from reaching any potential survivors. The medics have tried to coordinate with the ICRC (international committee of the red cross) without success: no one can reach the house.

Wenn euer unglaublich kleines und überbevölkertes Land terrorisiert, pulverisiert wird durch die Bomben des viert größten Militärs weltweit, und wenn eure Grenzen geschlossen werden, wenn euer Haus nicht sicher ist, Moschee (Kirche) nicht sicher, Schule nicht sicher, Straße nicht sicher, UN Flüchtlingslager nicht sicher … Wo würdet ihr hingehen, hinrennen, euch verstecken? Über 15.000 wurden obdachlos gemacht, interne Flüchtlinge durch die Bombardements der Häuser, Granaten und Schüsse durch Israel. Einige der Flüchtlinge wurden in UN-Schulen um Gaza herum untergebracht. In Jabaliya bombardierten israelische Kampfflugzeuge heute eine solche Schule. Der Direktor des Shifa-Krankenhauses schätzte zurückhaltend 40 Tote und 10 verletzte. Es müssen aber mehr sein. […]Der Shifa-Direktor erzählte mir auch, das die Notärzte immer noch nicht das Zaytoun-Haus erreichen können, welches gestern früh bombardiert wurde mit den Bewohnern drinnen eingeschlossen. Es gibt zwei Berichte über diesen Vorfall, beide kriminell. Erstens: israelische Soldaten trieben die Bewohner des mehrstöckigen Gebäudes zusammen, trennten die Männer – 15 wurde mir gesagt – und erschoss sie aus nächster Nähe vor den Frauen und Kindern, 20 wurde mir gesagt. Dann legte man Sprengstoff um das Haus herum und sprengte den Rest der erweiterten Familie in die Luft. Zweitens: Israelische Soldaten trieben die Bewohner des Hauses zusammen und schlossen sie für einen Tag in einem Raum ein und bombardierten es am nächsten Morgen. Egal welche Version stimmt, israelische Soldaten sperrten die Bewohner des Hauses ein und bombardierten es. Und sie verhindern aktiv, dass die Notärzte potentielle Überlebende erreichen können. Die Mediziner haben versucht, es mit dem ICRC (Internationalen Komitee des Roten Kreuzes) zu koordinieren, ohne Erfolg: niemand kann das Haus erreichen.

Der Deutsche ägyptischer Abstammung Philip Rizk, der bei Tabula Gaza bloggt, berichtet von einer Konversation mit Dr. Attalah Tarazi in Gaza:

The numbers of death and injured reported in the media are far below reality as the media is not able to cover incidents as they unfold. I know of cases where homes were surrounded by the Israeli army and people inside gave themselves up and were shot anyway when they exited. […] We have witnessed weapons we have never seen before in our lives. Some explode in the sky and scatter bombs all over. Sporadically, I have smelt smells from some of the burns and wounds that I have never before witnessed […] May god protect us, may god have mercy on us

Die Anzahl der Toten und Verletzten, die in den Medien genannt wird ist weit unter den reellen Zahlen, da die Medien die Ereignisse, so wie sie sich entwickeln, nicht abdecken können. Ich kenne Fälle, bei denen Häuser durch die israelische Armee umstellt wurden und wenn die Leute drinnen aufgaben und herauskamen wurden sie trotzdem erschossen. […] Wir haben Waffen gesehen, die wir vorher niemals gesehen haben. Einige explodieren im Himmel und verstreuen Bomben überall hin. Manchmal, habe ich bei den Verbrennungen und Wunden einen Geruch wahrgenommen, den ich vorher noch nie gerochen habe […] Möge Gott uns schützen und Gnade mit uns haben.

In einem anderen Beitrag schreibt Prof. Said Abdelwahed:

The 1:00-4:00 p.m. truce was a little bit relief to the civilians in the city. The main concern of the people was to get water from distribution centers. There were long lines of people waiting to get drinking water in plastic jugs! Tanks and artillery are still operating at the edges of Gaza city! More people evacuated their places and resorted to relatives and UNRWA schools…. but yesterday's bombing has scared everyone sleeping in the schools! Today, there were trucks of urgent food stuff and other medical aids have been allowed to be entered from Rafah into Gaza. In Gaza, we are all subject to news but we cannot see TVs. We hear about it from relatives who call us by telephones from abroad. We are still without electricity and water, plus that a great number of people are without cooking gas!

Die Waffenruhe von 13:00 bis 16:00 Uhr war eine kleine Erleichterung für die Zivilisten in der Stadt. Die Hauptsorge der Menschen war es, Wasser aus den Verteilungszentren zu bekommen. Es waren lange Schlangen von Menschen, die darauf warteten Wasser in Plastikkannen zu bekommen! Panzer und Artillerie operieren immer noch am Rand von Gaza-Stadt. Mehr Menschen haben ihre Häuser verlassen und sich zu Verwandten oder UNRWA-Schulen zurückgezogen … aber das Bombardement von gestern hat alle, die in den Schulen schlafen, erschreckt. Heute wurde es LKWs mit dringend benötigen Lebensmitteln und anderem medizinischen Bedarf erlaubt, von Rafah aus nach Gaza zu fahren. In Gaza sind wir alle das Thema der Nachrichten, können aber selbst nicht fernsehen. Wir hören nur darüber von Verwandten die uns aus dem Ausland anrufen. Wir haben immer noch keinen Strom und kein Wasser, und viele Menschen haben auch kein Gas mehr zum Kochen!

Der palästinensische Fotojournalist Sameh Habeeb, der im Blog Gaza Strip, The Untold Story, schreibt, erklärt, wie er immer noch berichtet:

Dear Editors, Journalists and Friends,
Some of you do wonder how I send news in such conditions. I really suffer a lot to send you this update due to lack of power. I go around 4 kilometers a day in this cruel war where I charge my laptop battery to be able to send this work! This is very risky since shells rain down and drones hover over me! I will keep this up.

Liebe Redakteure, Journalisten und Freunde,
Einige von Euch wundern sich, wie ich unter solchen Bedingungen Fotos schicken kann. Wegen des Stromausfalls leide ich wirklich sehr, um euch dieses Update zu schicken. Ich gehe rund vier Kilometer am Tag in diesem grausamen Krieg, um meinen Laptop-Akku zu laden um euch diese Arbeit zu schicken! Das ist sehr riskant, denn Grananten regnen herunter und Flugzeuge (Dronen) schweben über mir. Ich werde weitermachen.

Laila El-Haddad, deren Eltern in Gaza leben, schreibt in ihrem Blog Raising Yousuf and Noor, und sie beschreibt ein Gespräch mit ihrem Vater, welches sie live im kanadischen Rundfunk führte:

I asked if he had gone out at all – he said my mother has not left the house in days, but that they needed some tomatoes to cook supper with. “The stores are empty-there is very little on the shelves; and the Shanti bakery had something like 300 people waiting in line.” Surprisingly, he said people are trying to go on with their lives. It is the mundane and ordinary that often save your sanity, help you live through the terror. It is no small thing to endure: knowing that both in deliberateness and scope, it is an unprecedented modern-day assault against an occupied, stateless people – most of them refugees.

Ich fragte, ob er überhaupt draußen gewesen sei – er sagte, meine Mutter hat das Haus seit Tagen nicht verlassen, aber sie brauchten ein paar Tomaten um Abendessen zu kochen. “Die Läden sind leer – in den Regalen liegt nur sehr wenig; und vor der Shanti Bäckerei warteten etwa 300 Leute in der Schlange.” Überraschenderweiser sagte er, dass die Leute versuchen, mit ihrem Laben weiterzumachen. Es ist das das alltägliche und gewöhnliche, was deinen Verstand rettet, dir hilft den Terror zu überstehen. Es ist keine Kleinigkeit, die man ertragen muss: zu wissen, dass es in der Vorsätzlichkeit und im Ausmaß ein beispielloser moderner Angriff auf ein besetztes, staatenloses Volk ist- die meisten davon Flüchtlinge.

Safa Joudeh schreibt in Lamentations-Gaza darüber, wie man die gewöhnlichsten Momente macht:

I woke up to the smell of freshly baked bread, at around noon today. I stay up most of the night and catch a few hours sleep after the sun rises. […] My mother has taken to making homemade bread the last ten days. Thanks her careful management of the small amount of cooking gas we have, and to her idea of buying a gas oven in anticipation of an Israeli invasion only days before the attacks began, she is able to bake occasionally. Furthermore, we had found a store with its doors partially open in our area a couple of days ago and were able to stock up on flour. Having lunched with my younger siblings and my parents on bread, cheese, eggs and some leftover pasta, we all went out onto the balcony, and what a beautiful sunny day it was! The iciness had dissipated somewhat with the early day sun, the few trees outside were green and luminous and birds were singing! We all stood for about half an hour, looking out through the metal railings like caged birds. We could hear an occasional explosion in the distance but that did not deter us from standing there breathing in the fresh air we so longed for.

Ich wachte auf und roch frisch gebackenes Brot, so gegen Mittag. Ich war fast die ganze Nacht wach und versuchte nach Sonnenaufgang ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. […] Meine Mutter hat in den letzten zehn Tagen angefangen Brot selbst zu backen. Dank ihres vorsichtigen Managements der kleinen Menge an Gas und ihrer Idee, einen Gasofen zu kaufen – in Erwartung einer israelischen Invasion nur wenige Tage bevor die Angriffe begannen – ist sie in der Lage gelegentlich zu backen. Des Weiteren fanden wir vor einigen Tagen einen Laden, dessen Türen einen Spalt weit offen waren und waren so in der Lage, Mehl zu kaufen. Nachdem ich mit meinen jüngeren Geschwistern und meinen Eltern gegessen hatte – Brot, Käse, Eier und Pasta-Reste – gingen wir alle auf den Balkon, und was für ein wunderbarer sonniger Tag das war! Die Eiseskälte hat in der frühen Sonne etwas nachgelassen, die wenigen Bäume draußen waren grün und leuchtend und die Vögel sangen! Wir standen alle etwa eine halbe Stunde da und schauten durch das Metalgitter, wie eingesperrte Vögel. Weiter entfernt konnten wir gelegentlich eine Explosion hören, aber das hat uns nicht abgeschreckt, da draußen zu stehen und die frische Luft zu atmen, nach der wir uns so gesehnt haben.

RafahKid kann es nicht glauben:

what's to say? would you believe back in October we had our first Opera [music concert] in Gaza. Life is hard when you are kept prisoner your whole life even though you are acknowledged as the victim. But we try hard to live a life and we study very hard. Even to say Hamas is the cause of this is to blame the rape victim for what she was wearing.

Was soll man sagen? Würdet ihr glauben, dass wir letzten Oktober unsere erste Oper [Musik-Konzert] in Gaza hatten. Das Leben ist schwer, wenn man das ganze Leben als Gefangener gehalten wird, obwohl man als Opfer anerkannt ist. Aber wir strengen uns an, ein Leben zu leben und wir studieren fleißig. Wenn man sagt, Hamas ist die Ursache, wäre es so, als beschuldigte man ein Vergewaltigungsopfer wegen seiner Kleidung.

Vittorio Arrigoni ist ein italienischer Aktivist, der bei Guerrilla Radio bloggt:

Ho scattato alcune fotografie in bianco e nero ieri, alle carovane di carretti trascinati dai muli, carichi all'inverosimile di bambini sventolanti un drappo bianco rivolto verso il cielo, i volti pallidi, terrorizzati. Riguardano oggi quegli scatti di profughi in fuga, mi sono corsi i brividi lungo la schiena. Se potessero essere sovrapposte a quelle fotografie che testimoniano la Nakba del 1948, la catastrofe palestinese, coinciderebbero perfettamente. Nel vile immobilismo di Stati e governi che si definiscono democratici, c'è una nuova catastrofe in corso da queste parti, una nuova Nakba, una nuova pulizia etnica che sta colpendo la popolazione palestinese.

Gestern machte ich einige Schwarz-Weiß-Fotos von einer Karawane von Wagen, die von Eseln gezogen wurden und unglaublich beladen war mit Kindern, die weiße Flaggen schwenkten, blasse Gesichter, verängstigt. Wenn ich mir diese Bilder der Flüchtlinge heute anschaue, läuft es mir kalt den Rücken runter. Wenn man sie mit den Bildern überlagert, welche die “Nakba” von 1948 – die palästinensische Katastrophe – abbilden, dann würden sie perfekt zusammenpassen. Durch die niederträchtige Reglosigkeit der Staaten und Regierungen, die sich selbst demokratisch nennen, findet eine neue Katastrophe statt, eine neue Nakba, eine ethnische Säuberung, welche die palästinensische Bevölkerung trifft.

In einem anderen Beitrag schreibt Eva Bartlett:

To walk in Gaza city now is to walk through a ghost town, passing shells of buildings, rubble-filled streets, closed shops, and streets barren of life. Before Israel’s attacks across the Gaza Strip’s densely-populated civilian areas began on December 27th, Gaza was a different scene: it was stifled under a siege […] but Palestinians in Gaza still walked the streets, still frequented the parks and public spaces, still pursued education within the Strip and had weddings. On any given day, the main street, Omar Mukthar, would be crowded with taxis heading along the east-west road, kids going to and from school, shoppers, and vendors. Walking Omar Mukthar now is an eerie experience […] In the first days after the missiles hit police stations, mosques, civil administration buildings, Municipal buildings, cars, houses, iron and metal workshops, and universities across the Gaza Strip’s tiny length, people walked carefully, avoiding the bombed sites, very aware they could be re-bombed. […] But now its gotten to such a point, all over Gaza is so completely and thoroughly bombed, that the initial detours we took are pointless: there are simply too many bombed-out buildings and sites to bother avoiding the street. […] So a bombed population already besieged, with no where to run, shot and shelled when running no where, already deprived of medicines and medical care, is now on a new level of starvation, deprivation of water (70 % of people are without), and continues to be psychologically-terrorized by the air activity and bombing. Where to walk? Anywhere, it doesn’t really matter.

In Gaza-Stadt herumzulaufen ist jetzt wie in einer Geisterstadt, vorbei an Ruinen, mit Trümmern gefüllte Straßen, geschlossene Geschäfte und Straßen ohne Leben. Bevor der israelische Angriff auf die dicht bevölkerten Gebiete des Gaza-Streifens am 27. Dezember begann, war Gaza ein anderer Ort: es erstickte unter der Belagerung […] aber die Palästinenser in Gaza liefen auf den Straßen, besuchten noch Parks und öffentliche Plätze, gingen ihrer Bildung innerhalb des Gazastreifens nach und heirateten. An jedem Tag war die Hauptstraße, Omar Mukthar, gefüllt mit Taxis, welche die Ost-West-Straße entlang fuhren, Kinder gingen zur oder von der Schule, Käufer und Händler. Omar Mukthar jetzt entlang zu laufen ist eine unheimliche Erfahrung […] In den ersten Tagen, nachdem die Raketen Polizeistationen, Moscheen, zivile Verwaltungsgebäude, städtische Gebäude, Autos, Häuser, Eisen- und Metallwerkstätten und Universitäten in dem winzigen Gazastreifen trafen, liefen die Menschen vorsichtig draußen. Sie vermieden dabei die bombardierten Gegenden in dem Bewusstsein, sie könnten noch einmal bombardiert werden […] Aber jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem Gaza überall komplett und sorgfältig bombardiert ist, dass die anfänglichen Umwege, die wir nahmen, sinnlos sind: es gibt einfach zu viele zerbombte Gebäude und Plätze, dass es sich nicht lohnt, die Straße zu meiden. […] Also, eine bombardierte schon belagerte Bevölkerung, die nirgendwo hin kann, erschossen und bombardiert, wenn sie nirgendwo hin rennt, bereits der Medikamente und der medizinischen Versorgung beraubt, ist jetzt auf einer neuen Ebene des Verhungerns, Mangels an Wasser (70% der Leute haben keines), und wird weiterhin psychologisch terrorisiert durch die Luftangriffe und Bombardements. Wohin soll man gehen? Irgendwohin, es ist eigentlich egal.

Fida Qishta, die bei Sunshine bloggt, ist eine freie Journalistin, Filmemacherin und Aktivistin, die in Rafah im Süden des Gazastreifens lebt:

Humanitarian aid is still a big problem, including the lack of medicine and food. The Israeli government said that they opened the border crossings to let Palestinians travel to Egypt for medical treatment and for humanitarian aid to enter the Gaza Strip. It’s like the wolf killing the sheep and then selling its leather. Why did they shoot them if they want them to be in good health? Why didn’t they stop the air strikes before they killed and injured all these civilians? They tell the world that the food trucks enter the Gaza Strip. Do you know how many trucks? Do you know that the Gaza Strip is cut into two parts now by the Israeli army? That means that if the humanitarian aid gets through into Rafah, it will never reach Gaza City, because they cut the main road into two parts. It reminds me of the Abu Holy checkpoint which used to divide the Gaza Strip in two. My friends and I used to wait to go to our university for hours and hours. And at the end of the day we went back home, without attending any classes. Our only class was on how to wait. My mother is sitting in the door of our house counting the drones and the F16s. I think that if I asked her to count the air strikes she would do it.

Humanitäre Hilfe ist immer noch ein großes Problem, einschließlich der Mangel an Medizin und Lebensmitteln. Die israelische Regierung sagte, dass es die Grenzübergänge öffnet, damit die Palästinenser nach Ägypten reisen können, um medizinisch versorgt zu werden und damit humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelangen kann. Es ist wie der Wolf, der das Schaf tötet und dann sein Leder verkauft. Warum haben sie auf sie geschossen, wenn sie wollen, dass sie gesund sind? Warum haben sie die Luftangriffe nicht beendet, bevor sie die ganzen Zivilisten getötet und verletzt haben? Sie erzählen der Welt, dass die Lebensmitteltrucks in den Gazastreifen hineinkommen. Wisst ihr wieviele LKWs? Wisst ihr, dass der Gazastriefen von den Israelis in zwei Teile geteilt wurde? Das bedeutet, wenn die humanitäre Hilfe nach Rafah durchkommt, wird sie Gaza-Stadt niemals erreichen, weil die Hauptstraße in zwei Teile geteilt ist. Es erinnert mich an den Abu Holy Grenzübergang, welcher den Gazastreifen in Zwei teilte. Meine Freunde und ich warteten dortStunden um Stunden um zur Universität gehen zu können. Am Ende des Tages gingen wir zurück nach Hause, ohne den Unterricht besucht zu haben. Unser einziger Unterricht war das Warten. Meine Mutter sitzt in der Haustür und zählt die Dronen und F16s. Ich denke, wenn sie fragen würde, die Luftschläge zu zählen, würde sie das auch machen.

Nader Houella, der den Blog Moments of Gaza leitet, schreibt einen Beitrag, in dem er erklärt, was Menschen tun können, die helfen möchten.

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