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Demokratische Republik Kongo: Karikaturen der kongolesischen Politik

Erst einen Monat ist es her, dass der kongolesische Präsiden Joseph Kabila eine neue Regierung ernannte um die wachsende Kritik an seiner Unfähigkeit zu bezwingen, die Gewalt der Rebellen im Osten zu bezwingen, und viele Blogger sind weiterhin skeptisch was die Zukunft des Landes angeht.

Über die prekäre Lage des Kongo wurde viel geschrieben (siehe die Posts der Global-Voices-Autorin Elia Varela Serra, die die Entwicklungen der letzten Zeit genau verfolgt hat 1, 2, 3), aber manchmal sagt ein Bild soviel wie tausend Worte.

Alex Engwete postete diesen Trickfilm, der von Human Rights Watch erstellt wurde. Er karikiert Kabila: seinen Ausschluss der Zivilgesellschaft und der oppositionellen Stimmen und die schweigende Unterstützung der ausländischen Geldgeber.

Text zum Film

Wir haben gewonnen!
Es lebe die Demokratie!

Herzlichen Glückwunsch, Herr Präsident!
Ihr Land ist jetzt eine Demokratie.

Bravo, sie haben gewonnen Herr Präsident!
Sie werden das Land für fünf Jahre regieren!
Herzlichen Glückwunsch, Herr Präsident!

Es lebe der Kongo!
Es lebe die Demokratie und die Freiheit!
Endlich haben wir Frieden.

Einsteigen nach Demokratie-Stadt!
Hey! Ihr Demonstranten – Ruhe!

Der Chef braucht Ruhe um den Zug ans Ziel zu steuern.
Nein! Die neue Verfassung gewährt das Demonstrationsrecht. Freiheit! Demokratie! Nieder mit der Korruption. Keine gefälschten Wahlen!

Raus! Ihr seid Feinde der Demokratie!
Solche wie Euch brauchen wir auf diesem Zug nicht.

Bravo, Herr Präsident.
Wir bringen Ihnen eine Finanzhilfe.
Sie sind auf dem richtigen Gleis.
Viel Glück. Weiter so!

auf dem Papier steht:
Bericht über Menschenrechtsverletzungen.

(mit Frankreich-französischem Akzent)
Stören Sie nicht den Präsidenten.
Er ist sehr beschäftigt. Kommen Sie später zurück.

(mit englischem Akzent:)
Halten Sie uns nicht auf.
Wir müssen die Geschwindigkeit halten.
Es ist jetzt nicht die Zeit für diese Berichte.

Gegen wen sind Sie?
Die Demokratie braucht keine Opposition.

Unser Chef hat die Wahlen gewonnen.
Seid still und hört auf, Fragen zu stellen.
Lasst den Chef den Zug fahren.
Es ist unser Recht, Fragen zu stellen und uns dem Präsident und der Regierung entgegenzustellen.
Es lebe die Demokratie.

Ihr verschwört euch gegen den Präsidenten!
Ihr habt das Recht hier auszusteigen.
Wir brauchen Euch nicht in diesem Zug.

Chef! Die Opposition lässt sich nicht so einfach unterdrücken.
Ich bin zum Präsidenten gewählt worden.
Ich habe zu tun. Keine Ablenkung!
Radiert die Feinde der Demokratie aus, dalli dalli!

Erledigt, Chef!
Wir haben die Feinde der Demokratie neutralisiert.
Und jetzt wird es ruhig sein.

Bravo, Herr Präsident!
Sie machen ihre Arbeit gut!

Wir haben Ihnen hier noch eine Hilfe!
Halten sie die Geschwindigkeit.

Entschuldigen Sie, gab es Opfer?
Gab es keine andere Lösung?
Die Leute haben ein Recht, zu wissen, was passiert ist.
Wer hat das angeordnet?
Das ist illegal. Sie haben nicht das Recht. Menschen zu töten!
Wieviele?
Na schön, geht mal und holt euch die Auskünfte an der Quelle!
Wir brauchen eure Fragen nicht und was ihr gesagt habt ist illegal!

Verräter! Keine Gnade für die Sympathisanten der Feinde der Demokratie.

Herr Präsident! Schauen sie sich all diese Berichte an. Man muss…
Halt! Halt mein Herr! Lassen Sie den Präsidenten in Ruhe. Er ist sehr, sehr beschäftigt.

Diese Berichte sind falsch.
Stören Sie ihn nicht mit solch nutzlosem Zeug!

Wir mussten ein klein bisschen aufräumen, nehmt das nicht so ernst. Los, raus mit dir.

Aber… wo fahren wir hin? Ich verstehs nicht!
Sie schmeißen Leute aus dem Zug.

Der Lokführer schaut nicht und hält nicht mal an.
Ich habe ein Ticket nach Demokratie-Stadt!

Ein-Gedanken-Bahnhof – Was ist das?
Ich will aussteigen!
Wir fahren in die umgekehrte Richtung!
Los! Kommt alle!
Der Zug muss die Richtung wechseln.
Auf mein Zeichen zieht ihr das Gleis in diese Richtung.
Ziehen! Ziehen!

Also, Ähem!
Fahren wir nach links oder nach rechts?

(mit englischem Akzent:)
Ich sehe die Gleise davorne nicht so richtig.
Aber sie sind der Lokführer, sie entscheiden.

Ich bin beunruhigt wegen des Tunnels.
Es ist da dunkel.
Vielleicht sind wir falsch abgebogen?

Fortsetzung folgt.

auf dem Papier steht:
Bericht über Menschenrechtsverletzungen.

Mort_dans_la_Plaine_copie

(Bild: Barly Baruti)

Der Journalist Cedric Kalonji postete diese politischen Karikaturen auf seinem Flickr photostream:

Liberté de la presse en RDC by Congo Blog.

Mann mit Schurrbart: “Für jegliche Information gehen Sie zur Quelle.”

Mädchen (links): “MAMA, die Regierung ist da, aber ich habe deinen Namen nicht gesehen. Was ist los?”

Frau, rechts: “AH! Aber sie haben den Verfassungsartikel 14 vergessen…”

(Der Artikel 14 ordnet an, dass beide Geschlechter auf allen Ebenen, auf nationaler Ebene, der Ebene der Provinzen und der lokalen Ebene, gleich stark vertreten sein sollen.)

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