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Venezuela: Neue Lehrpläne

Die neuen Vorschläge der venezuelanischen Regierung für die Grundschulbildung haben heftige Diskussionen hervorgerufen. Während die einen sagen, das alte Programm müsse mit sozialen und sozialistischen Werten, sowie patriotischen Gedanken versehen werden, sorgen sich die anderen, dass neue System solle vor allem die Doktrinen der Regierung vermitteln.

Einige Blogger meinen, manche der Vorschläge scheinen eher Scherze zu sein. Andere sehen genau die Verbesserungen, die das System brauche. Es entstehen neue Diskussionsgruppen, Eltern und Lehrer sollen sich beteiligen. Die Medien stürzen sich auf jede Erklärung der Regierung und der Oppositionsgruppen: Auch ein neues Referendum zu diesem Thema wird erwogen. Und natürlich widmen sich auch die Blogger der Diskussion.

Unter anderem wird an dem neuen System kritisiert, das bestimmte Sportarten, die auf Konkurrenz aufbauen, aus dem Unterricht verschwinden: Stattdessen werden traditionelle Spiel empfohlen, die auf Solidarität und Gleichheit aufbauen. Auch das Unterrichtsthema “nationale Kultur und Tradition” wird diskutiert, da die neuen Pläne vorsehen, die afrikanischen und eingeborenen Wurzeln über die europäischen zu stellen. Noch über der Weltgeschichte und der venezuelanischen Gegenwartsgeschichte stehen aber die Analyse von Chavez’ Regierung und Idealen.

Der Blogger Talfin hielt die Vorschläge, als er im Radion von ihnen hörte, für einen Scherz. Nachdem er sich genauer mit den Vorschlägen befasst hat, kommentiert er:

La otra medida, es eliminar los llamados cuadros de honor porque esto genera competencia. Bueno sin palabras realmente (…) ¿Qué clase de metas les están trazando a las próximas generaciones?, ¿ser uno más del montón?, ¿porque no se estimula la excelencia en vez de la mediocridad? Si bien esto de la mediocridad no es nada producido exclusivamente por los chavistas, ellos no están haciendo absolutamente nada para mejorarlo, si no todo lo contrario. (…)

Auch die Ehrungen für Leistung sollen abgeschafft werden, weil sie Wettbewerb erzeigen. Mir fehlen die Worte. Welche Ziele sollen der neuen Generation vermittelt werden? Einer von vielen zu sein? Warum wird nicht Exzellenz statt Mittelmäßigkeit gefördert? (…) In Wirklichkeit ist keiner dieser Kompromisse nur die Arbeit von Chavez’ Leuten, sie haben nichts getan, um die Situation zu verbessern, ganz im Gegenteil.

Bei Fotos de Chávez [es] wurde ein Interview mit einem Pädagogik-Experten veröffentlicht:

El debate no es si vamos a aumentar el número de liceos, mejorar las comprensión lectora, cómo bajar la repitencia, sino hablar de bolivarianismo y marxismo. Eso está bien, que se discuta de todo, pero la esencia de la escuela no se aborda. Pero no todo es tan malo, destaca la enseñanza del inglés y de la tecnología desde la primera etapa. Sin embargo, hay un detalle: “el problema es que los maestros no hablan inglés. Tampoco hay laboratorios para la práctica de la computación”, explicó. Ante el temor de los padres por la ideologización de la educación que entraña el currículo, Herrera dijo que es una posibilidad remota, ya que su experiencia le indica que no es así. La educación es más el resultado de la praxis que de las leyes. “La calidad la afecta las políticas públicas, no las leyes”. (En cualquier caso) fallas en la infraestructura y la condición social del docente conspiran contra ese propósito, a lo cual se suma el hecho que más se aprende por la socialización que en la escuela.

Wir sprechen nicht darüber, ob wir mehr Schulen bauen, das Lese-Verständnis verbessern oder wie wir verhindern, dass Kinder den Anforderungen nicht gewachsen sind. Wir Sprechen über Bolivarianismus, Marxismus …Toll, das wirklich Wesentliche für die Schule bleibt in der Diskussion außen vor. Auf die Sorge einiger Eltern, die Bildung werde zur Ideologie – ein wichtiger Pfeiler des neuen Systems – entgegnet Herrera, diese Pläne seien abwegig, weil es nach seiner Erfahrung nciht funktioniere. Bildung sei ein Resultat von Praxis, nicht Recht. “Qualität beeinflusst das öffentliche Verhalten, nicht Gesetze”. “(Auf jeden Fall) ist die Infrastruktur fehlerhaft, und die soziale Situation der Lehrer sei kontraproduktiv. Außerdem kann man festhalten, das man mehr durch Sozialisation lernt, als in der Schule.”

Evony sagt:

El nuevo diseño curricular maneja como uno de sus postulados la enseñanza o el aprendizaje significativo, lo que se ha dado a denominar “Constructivismo Pedagógico”. Este modelo pretende que lo que el alumno aprenda tenga significado para él. Cuando hablamos en el Sistema Educativo Bolivariano (SEB) que se encuentra en Currículo Nacional Bolivariano (CNB) de “la formación para la defensa de la soberanía nacional…” a que nos referimos, a la defensa de nuestra cultura como pueblo, de nuestros ideales como país, de los ideales del Presidente Chávez como máxima figura de la Revolución Bolivariana o de nuestro territorio, y como nuestros niños, niñas y adolescentes defenderían esto, con ideas o con armas, esta ambigüedad que expresa el CNB tiene que ser revisado y aclarado, porque no se debe permitir un adoctrinamiento de nuestros jóvenes.

Das neue Programm basiert unter anderem auf der Bedeutung des Lernens, was “pädagogischer Konstruktivismus” genannt wird. Dieses Modell möchte den Schülern etwas beibringen, das wirklich einen Wert für sie hat. Wenn in einer bolivianischen Studie darüber geschrieben wird, Bildung solle “die nationale Unabhängigkeit verteidigen”, bedeutet es, dass wir unsere Kultur als Gemeinschaft verteidigen, unsere Ideale als Land – die Ideale von Präsident Chavez als unserem Anführer und Führer der bolivianischen Revolution. Und da unsere Kinder dies mit Ideen oder Waffen verteidigen würden, muss diese Zweideutigkeit geklärt werden, denn eine Indoktrination unserer Kinder sollten wir nicht erlauben.

Vulcano von Noticias Bolivarianas unterstütz die neuen Pläne:

Le doy un rotundo apoyo al Nuevo Diseño Curricular Bolivariano que actualmente se discute en toda la geografía del país, puesto que éste, no sólo se caracteriza por ser inédito sino que ubica a Venezuela en un sitial de relevancia transformadora en la Era Moderna, con filosofía y pensamientos propios derivados de hombres y mujeres nativos de estas tierras con sueños de dibujar y construir a través del Sistema Educativo Bolivariano un modelo de sociedad diferente donde se reivindique la verdadera esencia del ser.

Ich unterstütze das neue bolivianische Bildungsprogramm, das überall im Land diskutiert wird.  Es ist nicht nur einzigartig, es führ Venezuela auch in eine Moderne Ära, mit einer Philosophie von Männern und Frauen aus diesem Land, mit dem Traum eine andere Gesellschaft zu gestallten, in der der Mensch wirklich sein kann.

Hier ist das ganze Programm auf spanisch abrufbar.

1 Kommentar

  • […] Beitrag erschien zuerst auf Global Voices. Die Übersetzung erfolgte durch Clemens Harten, Teil des “Project Lingua“. Die Veröffentlichung auf […]

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