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Sudan: Nachlese der Teddy-Affäre

Es überrascht nicht, dass vor gut einem Monat die Teddy-Affäre mit dem hohen Medieninteresse das Hauptthema der sudanesischen Blogosphäre war.

Drima, The Sudan Thinker fand es unglaublich:

Das Ganze ist so unglaublich jämmerlich. Es war ein ehrlicher, unschuldiger Fehler. Oh nein, wie dumm von mir, sie ist eine weiße britische Ungläubige, es muss also ein zionistischer Kreuzzug und eine Verschwörung der USA und der Juden sein. Richtig? Raaaight!

… Die Schule steht nicht zum ersten mal im Mittelpunkt einer Kontroverse, wenn diese Debatte auch die größere sein mag. Als in den 90ern der geliebte al-Turabi noch an der Macht war, und uns seine Version der Sharia aufzwang, wurde die Schule dazu gedrängt die Schuluniformen der Mädchen zu ändern. Viele Islamisten hassten die Vorstellung, dass Mädchen in Röcken zusammen mit Jungen unterrichtet wurden. Und nun das.

Amjad war zugleich nachdenklich und schockiert bezüglich der “Dummheit”:

Drei Worte: Das ist lächerlich.

Woher soll eine britische Lehrerin wissen, dass es unseren Propheten beleidigt, wenn man einen Teddy Mohammed nennt, vor allem wenn der Vorschlag nicht von ihr kam, sondern 20 von 23 Kindern dafür gestimmt hatten?

Wie kommen sie auf die Idee, dass der Bär nach unserem Propheten (sas) benannt wurde?

Das ist wirklich dumm. Und wegen dieser Lappalie schließen sie die Schule bis Januar. Oh mein Gott … ich kann das wirklich nicht glauben.

Kizzie, Wholeheartedly-Sudaniya war eindeutig nicht glücklich:

WAS?!

Eine britische Lehrerin wurde in Sudan festgenommen, weil sie den islamischen Propheten beleidigte, als sie ihren Schülern erlaubte einen Teddy Mohammed zu nennen.

Die Polizei hat nichts besseres zu tun als eine 54 jährige einzusperren.

Black Kush war ebenfalls nicht erfreut, und wünschte der Lehrerin alles Gute:

Ich hoffe Sie sind den Sudanesen nicht nachtragend. Das Gesindel, in dessen Hände Sie gefallen sind stellen eine Minderheit dar, die uns nicht alle vertritt. Ich wünsche Ihnen das beste.

Rara Avis teilte ihre Gedanken mit und in einem andern Zusammenhang studiert der sudanesische Blogger Path2Hope jetzt in Großbritannien:

So sehr ich Worte wie “Abgabefrist” und “Arbeitsauftrag” auch verabscheue, muss ich gestehen dass es aufbauend ist wieder ins Studentenleben zurückzukehren. Die Verbundenheit zu Kommilitonen geht über Alter und Rassen hinaus, und das ist einiges Wert.

Geschrieben von SudanesDrima.

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