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Ägypten: Mein neuer Blick aufs Bloggen

Man entscheidet sich bewusst dafür, über das eigene Leben zu bloggen und auch persönliche Details zu offenbaren. Dann merkt man plötzlich, dass alle Verwandten und Freunde das Blog lesen.

Auf diese Weise exponiert fragt man sich, ob man noch immer so frei ist, wie man gedacht hatte. Der ägyptische Blogger Mohamed El Tohamy befasst sich mit dem Thema und schreibt über seine neue Sicht aufs Bloggen.

Nachdem ich nun schon eine Weile blogge, habe ich verstanden, dass man am einfachsten zu einem erfolgreichen Blogger wird, indem man über Politik schreibt. Menschen, die sich mit der Technologie nicht auskannten, haben das Bloggen mit der Politik in Verbindung gebracht. Trotzdem schrieb ich immer lieber über mein Leben und meine Freunde. Mein Blog war erfolgreich, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich feststellte, dass meine Familie und bekannte es lasen. Ich konnte nicht mehr so schreiben, wie ich es bisher getan hatte. Ich fühlte mich unwohl, und wünschte mir Versteckt zu sein, ein Mensch, denn niemand kennt. Ich entwickelte das Gefühl, dass alle Äußerungen gegen mich verwendet werden würden. Ich habe dieses seltsame Gefühl, ein Fremder könnte in meinem Leben auftauchen, der alles von mir gelesen hätte. Können Sie sich das vorstellen, dass jemand alles über Sie weiß und sie nicht über ihn? Ich kann einfach nicht aufhören, zu bloggen; Ich kann in der Zeit nicht zurückreisen und ich kann auch nicht mehr so frei schreiben, wie früher.

Geschrieben von Tarek Amr

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