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Marokko: Heiß, heiß, heiß!

Noch immer ist es in Marokko unerträglich heiß. Die Hitze ist derzeit ein beliebtes Thema in den englischsprachigen Blogs. Viele Blogger scheinen unter den Temperaturen, die öfters 40° Celsius erreichen, und dem Fehlen von Klimaanlagen zu leiden. Everlyn in Marocco, eine Ausgewanderte in Fez, sucht nach der passenden Kleidung für diese Hitzewelle:

Heiß, heiß, heiß.
Die Tage sind wirklich heiß, und es ist schwierig die richtige Kleidung zu finden. Für mich ist es eine echte Herausforderung, mich luftig und bequem anzuziehen. Ich glaube, die Marokkaner sind nicht so empfindlich für die Hitze … vor allem die Frauen. Wie können sie sonst noch eine Djellaba* über ihrer Kleidung (in der Regel Pyjamas) tragen, dazu ein eng gebundenes Kopftuch, dass den ganzen Hals bedeckt? Einige Tragen sogar einen Schleier vor ihrem Gesicht, der nur die Augen freilässt – manchmal ist all das auch noch schwarz! Mir wird schon heiß, wenn ich sie nur sehe!

* ein vermummendes Gewand, dass in Marokko von Männern und Frauen getragen wird

Cory von 32n5w verarbeitet die Hitze in Haikus. Hier sind zwei seiner Gedichte:

Too hot to throw rocks
And hurl racist insults
Kids aren’t so bad now

Hemlines are rising
With the day’s temperature
Was that an ankle???

Erstaunlich wenig wurde über die Nachricht gebloggt, dass Marokko die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen hat, was laut Reuters auf einen „Angriff radikaler Islamisten“ hinweist, der „unmittelbar bevorsteht“. Cat in Rabat scheint sich bei der Geschichte unsicher zu sein:

Das ist nun drei Tage her, und alles ist ruhig; bislang hat es (zum Glück) keinen Vorfall gegeben. Trotzdem bin ich versucht, Marvin the Martian zu zitieren: „Wo bleibt das Kaboom? Es wollste ein ohrenbetäubendes Kaboom geben!“. Natürlich bin ich erleichtert, aber was ist passiert? Vielleicht sind die Sbs aufgescheucht worden, von diesem „… zum ersten Mal sprachen die marokkanischen Behörden eine klare Worte über die terroristische Bedrohung“. Jaaa…

Ein weiteres dominierendes Thema war ein Reisebericht. Nachdem das Wall Street Journal einen Artikel über die „Magie“ Marokkos veröffentlicht hatte, schrieben mehrere Blogger ihre Meinung dazu. The View from Fez kritisierte den Artikel:

Oje! Das Wall Street Journal schreibt wie eine Boulevardzeitung über Marokko. Traurig aber wahr. Keine Spur von dem gewöhnten Qualitätsstandard des WSJ.
Unter der Überschrift „Morocco’s Dangerous Mystique“ schafft es ein gewisser STAN SESSER die Schlangenbeschwörer und betrügerischen Fremdenführer („Faux Guides“) noch im ersten Absatz zu erwähnen. Man beachte, dass er sich nach Marrakech Medina verirrt hat … wäre er in Fez gewesen, hätte man ihn verstehen können.

The Marocco Report äußert sich wie folgt:

Mach schon, Rupert Murdoch, kauf das Wall Street Journal! Noch schlechter kann es ja nicht mehr werden.
(Mir persönlich gefällt es, wie der Autor wiederholt betont Marokko sei „unsicher“ – und dann als Beispiel die Selbstmordattentäter aus Casablanca aufführt, die niemanden getötet oder verletzt haben, außer sich selbst.)

Zum Schluss ein weniger brisantes Thema dieser Woche: Breaveheart does the Maghreb hat im Suq von Rabat dieses Spielzeug gefunden:
Osama Bin Laden Toy

Die Typen verkaufen das am Rande der Altstadt. Ich bin mir nicht ganz sicher, was die marokkanische Sicht auf dieses Spiel ist. Ist Bin Laden das Opfer? Hat er unter dem Skateboard eine Bombe versteckt? Die Presse (soweit ich oder Q sie gelesen haben) und die Leute hier werden keinen Terrorismus gegen IRGENDJEMANDEN in Marokko hinnehmen. Vielleicht kaufen nur Touristen das Spielzeug? Alles denkbare Möglichkeiten, ihr habt die Wahl.

Foto von Braveheart-does-the-Maghreb
Geschieben von Jillian York.

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